Nordrhein-WestfalenRund 1200 Menschen demonstrieren in Essen gegen Rechtsruck

Viele bunte Fahnen, klare Botschaften: Das starke Abschneiden der AfD in Sachsen-Anhalt hat am Abend im Ruhrgebiet viele Menschen auf die Straße gebracht - gegen den Rechtsruck im Land.
Essen (dpa/lnw) - Im Essen im Ruhrgebiet haben sich am Abend nach Polizeiangaben rund 1.200 Menschen an einer Kundgebung gegen den Rechtsruck beteiligt. Dem Aufruf des Bündnisses "Essen stellt sich quer" waren damit nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mehr als doppelt so viele Menschen gefolgt, wie bei der Anmeldung erwartet.
In einer auf der Homepage des Bündnisses veröffentlichten Rede hieß es: Wenn eine rechtsextreme Partei in Deutschland nach der Macht greife, sei dies eine Bedrohung für alle, die die AfD zu Feindbildern gemacht habe - etwa Geflüchtete, queere Menschen oder solche, die auf soziale Unterstützung angewiesen seien. Mit ihnen wolle man sich solidarisch zeigen.
Mit zahlreichen Regenbogenflaggen, Pappschildern mit Botschaften wie "AfD-Verbot jetzt" oder "Kein Platz für Nazis" zogen die Teilnehmer am Abend durch die Innenstadt. Bisher sei die Versammlung störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.