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Berlin & BrandenburgBergmann-Klinikum sieht Fehler bei Verlegung von Stationen

07.09.2026, 17:25 Uhr
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Kurz nach der Verlegung der Gefäßchirurgie soll ein Gefäßpatient am Ernst von Bergmann gestorben sein. Steht der Todesfall im Zusammenhang mit der Umstrukturierung? Aktuell wird geprüft.

Potsdam (dpa/bb) - Das Klinikum Ernst von Bergmann (EvB) sieht nach der Verlegung von gleich zwei Stationen eigene Fehler bei der Umsetzung. "Wir müssen selbstkritisch sagen, dass wir nicht so sauber kommuniziert haben, wie es unser Anspruch ist", sagte Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer des Krankenhauses, in Potsdam. Er verteidigte jedoch die Umstrukturierungen und betonte, es sei "kein Sparkurs auf Kosten der Patienten".

Das Potsdamer Krankenhaus bietet seit August keine Orthopädie und Gefäßchirurgie mehr an. Beides wird vom St. Josefs-Krankenhaus und der Oberlinklinik in Potsdam übernommen. Das St. Josefs-Krankenhaus schloss die Neurologie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die das Bergmann-Klinikum übernahm. Beide Kliniken verwiesen als Grund der Schließungen auf die Krankenhausreform, die eine Spezialisierung vorsieht.

Todesfall wird überprüft

Kurz nach der Verlegung starb ein mutmaßlicher Gefäßpatient an dem Krankenhaus. Deshalb wird der Todesfall aufgearbeitet - und ein Zusammenhang zur Schließung der Gefäßchirurgie geprüft. Das EvB erklärte, der Behandlungsverlauf sei rekonstruiert und ein externes Begutachtungsverfahren veranlasst worden.

Intern habe man in der bisherigen Aufarbeitung keine Versäumnisse gesehen, sagte der zweite Geschäftsführer, Christian Unzicker. Es habe ein Notfallkonzept gegeben, das vor dem Fall bereits mehrfach gegriffen habe - und auch in dem besagten Fall. "Wir haben eigentlich alle Eventualitäten gut bedacht", so Unzicker. Da die externe Prüfung des Todes noch nicht abgeschlossen ist, sind derzeit keine abschließenden Aussagen möglich.

Weiterhin Experten am EvB

Das Gesundheitsministerium erklärte, es sehe das Vorhalten von Gefäßchirurgen durch das Klinikum Ernst von Bergmann für erforderlich. Dies sei auch Gegenstand von Gesprächen zwischen Ministerium und Geschäftsführung gewesen. Aktuell arbeiten zwei Gefäßchirurgen am Ernst von Bergmann. Ein Dritter soll eingestellt werden.

Quelle: dpa

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