Berlin & BrandenburgWeiter punktlos: Union-Frauen verlieren gegen Frankfurt

Ein unglückliches Gegentor führt zum Eintracht-Sieg. Die Berlinerinnen präsentieren sich offensiv zu harmlos.
Berlin (dpa/bb) - Die ambitionierten Frauen des 1. FC Union Berlin stehen auch nach dem 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga ohne Punkt da. Die Mannschaft von Trainerin Marie-Louise Eta verlor gegen Eintracht Frankfurt knapp aber nicht unverdient mit 0:1 (0:1). Vor 5717 Besuchern im Stadion An der Alten Försterei erzielte Laura Freigang in der 26. Minute per Kopf das goldene Tor für Frankfurt. Vorher lag die Gästeführung schon zweimal durch Hayley Raso (21.) in der Luft.
Frankfurt besaß insgesamt deutlich größere Spielanteile und Tormöglichkeiten. Schon vor der Pause hätte der Tabellendritte der Vorsaison nachlegen können. Doch Sara Doorsoun scheiterte mit einem Foulelfmeter an der Berliner Torfrau Nadine Böhi (35.). Später vergaben Freigang (85.) und Dilara Acikgöz (90.) einen höheren Sieg. Auch sie fanden in Böhi ihre Meisterin.
Union fehlten die Mittel, um Frankfurt nachhaltig zu gefährden. Die besten Gelegenheiten hatten Kapitänin Lisa Heiseler (19./21.), die vor dem Anpfiff als Union-Spielerin der Saison 2025/26 geehrt wurde. Im zweiten Abschnitt hätte es den Ausgleich durch Eileen Campbell (82.) und Samantha Steuerwald (90./+4) geben können.
Proteste gegen Montag-Spiele
Die Partie wurde von Protesten gegen Montagspiele in der Frauen-Bundesliga begleitet. Union-Anhänger zeigten Transparente mit Aufschriften wie "Alle vereint - Gegen Montagspiele" und "Montagspiele abschaffen". Eine Fan-Gruppierung der Frankfurter Frauen hatte im Vorfeld wegen der unbeliebten Ansetzung die Anhängerinnen der Eintracht zum Boykott der Partie aufgerufen. Rund 120 Supporter fanden sich dennoch im Gästeblock ein. Alle Besucher des Stadions schwiegen aus Protest in den ersten 14 Minuten, für jeden der Bundesligisten eine Minute.