mit Janis PeitschDas war Donnerstag, der 15. Oktober 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor ich mich aber in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen noch folgende Stücke der Redaktion mit auf den Weg geben.
Machtkampf mit Selenskyj: Für Klitschko war es nie so eng wie jetzt
Maskierte dringen in die EU ein: Sind die "Schwarzrussen" Putins neue "grüne Männchen"?
Globale Krise bis 2027? Kein Ende der Dieselknappheit in Sicht
SPD-Politikerin in Niedersachsen: Doris Schröder-Köpf legt Landtagsmandat nieder
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht!
Hirnfressende Amöbe: Sechs Seen in mexikanischer Touristenregion betroffen
Der mexikanische Bundesstaat Yucatán ist bekannt für seine Strände, Cenoten und Maya-Ruinen. Nun wurden allerdings sechs Seen gesperrt, nachdem dort die sogenannte hirnfressende Amöbe nachgewiesen wurde.
Wie das Gesundheitsministerium von Yucatán mitteilte, untersuchten die Behörden nach einem Todesfall durch den Einzeller Naegleria fowleri das Wasser in sechs der neun Seen in dem bei Touristen beliebten Bundesstaat. Im September hatte sich ein Wasserski-Lehrer mit der Amöbe infiziert und war gestorben.
Bei den gesperrten Gewässern handelt es sich den Angaben zufolge um künstliche Seen, die in Luxuswohnanlagen und Einkaufszentren zu Freizeitzwecken - etwa Wasserski, Kajakfahren oder Stand-up-Paddling - angelegt wurden.
Falschangaben im Lebenslauf? Trumps neue Sprecherin äußert sich
Hat die neue Sprecherin des Weißen Hauses sich jahrelang zu Unrecht als Anwältin ausgegeben? Wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen steht Katie Zacharia derzeit unter Druck.
Die Vertraute von US-Präsident Donald Trump hatte nach Informationen des "Wall Street Journals" die Anwaltsprüfung im US-Bundesstaat Kalifornien im Jahr 2011 nicht bestanden. Recherchen mehrerer US-Medien ergaben bislang ebenfalls keinen Nachweis, dass Zacharia jemals eine Anwaltszulassung in den USA besaß.
Der "New York Times" sagte Zacharia nun, sie habe sich vor ihren Auftritten als Fernsehkommentatorin erkundigt, wie sie sich bezeichnen dürfe. Ihr sei geraten worden, unter anderem den Begriff "attorney" nicht zu verwenden, "lawyer" sei dagegen in Ordnung. Beide englischen Begriffe werden im allgemeinen US-Sprachgebrauch weitgehend gleichbedeutend für Anwälte verwendet.
Die "New York Times" hatte Zacharia auch zu ihrer irritierenden Antwort auf eine Reporterfrage angesprochen. Sie war gefragt worden, in welchem US-Bundesstaat sie die Anwaltsprüfung bestanden habe. Sie antwortete: "Als ich nach China zog." Der Zeitung erklärte sie, sie habe die Frage wegen des Lärms des Präsidentenhubschraubers missverstanden.
Verdächtige Briefe an US-Kongressbüros verschickt
Wenige Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA sorgen landesweit verschickte Briefe mit "verdächtigen Substanzen" für Aufregung. Betroffen sind Medienberichten zufolge auch Büros von Kongressabgeordneten. Ob die Substanzen gefährlich sind, ist bislang unklar.
Bei Wahlbehörden in den Bundesstaaten Louisiana und Oklahoma gingen nach einem CNN-Bericht Briefe mit einem verdächtigen weißen Pulver ein. Die Büros wurden daraufhin vorsorglich geräumt.
Im Bundesstaat Ohio wurde eine ähnliche Sendung nach Angaben der Behörden noch vor der Zustellung abgefangen. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Frühere Kanzler-Gattin Doris Schröder-Köpf legt Amt nieder
Sie war Landespolitikerin, engagierte sich für Migration und Kinder und stand auch privat oft im Rampenlicht: Nun endet ein Kapitel im Leben von Doris Schröder-Köpf.
Die niedersächsische Landtagsabgeordnete hat ihr Amt niedergelegt. Die SPD-Politikerin verabschiede sich nach mehr als 13 Jahren aus dem Landtag, teilte die SPD-Fraktion in einem Instagram-Post mit und bedankte sich für ihren Einsatz.
Damit verliert die SPD ein bundesweit bekanntes Gesicht. Schröder-Köpf zog erstmals 2013 für die SPD in den niedersächsischen Landtag ein und leitete bis zuletzt den Ausschuss für Inneres und Sport. Zudem war sie Schirmherrin mehrerer Stiftungen.
Privat war die 63-Jährige mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder verheiratet und später mit dem heutigen Verteidigungsminister Boris Pistorius liiert.
Ehemaliges Minensuchboot in Wilhelmshaven versunken
Der Minensucher "Steinbock" war nach Angaben des Historischen Marinearchivs von 1960 bis 1974 in der Nordsee im Einsatz. Seit zehn Jahren liegt er im Ems-Jade-Kanal in Wilhelmshaven und sorgt seitdem immer wieder für Probleme. Doch nun ist das ehemalige Bundeswehr-Boot im Kanalhafen versunken.
"Es ist davon auszugehen, dass das Boot mittlerweile auf Grund liegt", sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Stadt sperrte den umliegenden Bereich. Das Boot in drei bis vier Meter Tiefe darf nicht mehr betreten werden.
Passanten hatten am Montag die Feuerwehr alarmiert, weil das Boot tief im Wasser lag. Allein das Vorschiff sackte innerhalb von 20 Minuten um zehn Zentimeter ab, wie die Stadt mitteilte. Bislang seien keine Betriebs- oder Schmierstoffe ausgetreten, teilte die Stadt mit. Trotzdem drohe Gefahr: Die Schiffstaue stünden unter extremer Spannung, die Leinen könnten brechen. Die Stadt fordert deshalb den Eigner auf, das Boot schnell zu sichern.
Sturm über Schwarzem Meer - Tanker läuft vor türkischer Küste auf Grund
Es ist stürmisch vor der türkischen Küste, als ein Rohöltanker im Schwarzen Meer nördlich von Istanbul auf Grund läuft. Aufnahmen zeigen das 238 Meter lange Schiff. Die Besatzung ist wohlauf, eine Evakuierung nicht nötig.
Rarität: Eulen-Familie begeistert New York
Die Millionenmetropole New York gilt als Beton-Moloch, in der neben Menschen höchstens Tauben und Ratten leben. Aber immer wieder beweisen andere Tiere das Gegenteil – und finden begeisterte Fans.
Die neue Attraktion: Eine Schleiereulen-Familie. Anwohner und Vogel-Fans erspähten die Tiere auf dem Dach eines Wasserturms auf einem Wohnhaus nahe des Central Parks in Manhattan. Tierschützern zufolge ist es das erste dokumentierte Mal in der modernen Geschichte der Stadt, dass Schleiereulen mitten in Manhattan nisten.
Schleiereulen haben eine herzförmige weiße Färbung im Gesicht. Sie sind nachtaktiv und ernähren sich beispielsweise von Mäusen und kleinen Vögeln. Es gibt sie in vielen Teilen der Welt, vielerorts sind sie aber selten geworden.
Auto überschlägt sich auf der Autobahn - zwei Menschen sterben
Bei einem Autounfall auf der Autobahn 3 bei Dietz in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen gestorben. Es handle sich um Männer aus Bayern im Alter von 56 und 74 Jahren, teilte die Autobahnpolizei in Montabaur mit.
Beide Todesopfer waren trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle gestorben. Die beiden weiteren Insassen des Wagens wurden verletzt, Lebensgefahr bestand nicht.
Nach den bisherigen Ermittlungen war ihr Auto an der Anschlussstelle Diez in Fahrtrichtung Köln aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, gegen die Schutzplanke geprallt und hatte sich überschlagen.
Linken-Eilantrag erfolgreich: Ministerin Reiche muss Instagram-Post löschen
Im Streit um ein Instagram-Video von Bundeswirtschaftsministerin Reiche erzielt die Linke am Bundesverfassungsgericht einen Erfolg. Die CDU-Ministerin muss das Video zunächst entfernen, entscheidet das höchste deutsche Gericht und gibt damit einem Eilantrag der Linken statt.
Riesige Nordkorea-Brücke öffnet - zwölf Jahre verspätet
Sie ist das neueste Prestigeprojekt von Nordkorea und China: Die Yalubrücke. Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Fertigstellung rollen jetzt auch die ersten Lastwagen. Die Brücke verbindet die chinesische Millionenstadt Dandong mit Sinuiju in Nordkorea. Dazwischen liegt der namensgebende Grenzfluss Yalu. Der Bau wurde schon 2014 fertiggestellt, doch auf nordkoreanischer Seite fehlten lange die Zufahrtsstraßen und Zollanlagen. Hinter dem Brückenschlag stecken auch geopolitische Interessen: China will seinen Einfluss auf Machthaber Kim Jong Un offenbar weiter ausbauen.
Trump: Hinrichtung des Fort-Hood-Attentäters wird nicht live übertragen
Die geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Texas soll nun doch nicht per Livestream übertragen werden. Viele Menschen würden lieber nicht zusehen wollen, wie der Mann sterbe, begründete US-Präsident Donald Trump die Kehrtwende auf seiner Plattform Truth Social.
Seit Monaten vermisster Student tot aus Starnberger See geborgen
Nach mehr als einem Jahr gibt es traurige Gewissheit: Ein vermisster 23-Jähriger ist tot aus dem Starnberger See geborgen worden. Ein Taucher einer Spezialfirma aus München holte am Nachmittag die Leiche des Studenten aus der Starnberger Bucht.
Der Mann war im Juni 2025 mit zwei Freunden mit einem Boot auf dem See unterwegs gewesen. Die drei sprangen abwechselnd vom Boot ins Wasser. Nach etwa einer halben Stunde schaffte es der 23-Jährige, der nicht schwimmen konnte, wohl nicht mehr zurück ins Boot.
Seine beiden Freunde versuchten noch, ihn zu retten. Der Untergehende klammerte sich jedoch so stark an die Helfer, dass auch diese in Not gerieten und ihn nicht ins Boot ziehen konnten.
Ärzte geben Gesundheitsupdate zu Papst Leo XIV.
In einer längeren Operation war dem Papst am Dienstag ein bösartiger Tumor aus der rechten Lunge entfernt worden. Die Ärzte entfernten dafür den unteren Lappen des rechten Lungenflügels. Ein bereits zuvor dort gefundener Knoten stellte sich als sogenanntes Lungenadenokarzinom heraus, ein bösartiger Tumor. Experten zufolge ist dies die häufigste Form von Lungenkrebs.
Nun erholt sich Leo XIV. planmäßig. Die Röntgenuntersuchung des Brustkorbs des 71 Jahre alten Oberhauptes der katholischen Kirche habe eine "gute Erholung der operierten Lunge" gezeigt, teilten seine behandelnden Ärzte in der Gemelli-Klinik in Rom mit. Ergebnisse von routinemäßigen Kontrolluntersuchungen vom Morgen liegen demnach im Normbereich.
Großer Buckelwal kracht plötzlich gegen Fischerboot
Vor der Südküste Long Islands springt ein großer Buckelwal direkt gegen ein Fischerboot. Wasser und Fische fliegen durch die Luft, die Seitentür wird aufgerissen. Die Fischer können kaum glauben, was sie sehen - und haben noch einmal Glück.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollege Lukas Märkle verabschiedet sich in seinen wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Bestatter klaut Zahngold von Leichen
Weil er über Jahre hinweg und im großen Stil das Zahngold von Leichen gestohlen haben soll, hat das Amtsgericht Freiburg einen Bestatter zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen Störung der Totenruhe, wie ein Sprecher des baden-württembergischen Gerichts mitteilte. Die Ehefrau des Angeklagten erhielt eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Es war ein Schaden von fast 250.000 Euro entstanden.
Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der Bestatter ab 2013 in mehreren hundert Fällen teils mit grober Gewalt Zahngold wie Füllungen, Kronen oder Prothesen aus den Gebissen von zur Einäscherung bestimmten Leichen gestohlen hatte, um es zu verkaufen. Darüber hinaus nahm er den Toten Schmuck, Uhren sowie andere Wertgegenstände ab und behielt sie für sich.
Seine mitangeklagte Ehefrau half ihm dabei, indem sie dem Verkauf des Zahngolds und des Schmucks zustimmte und sich in einigen Fällen an den Diebstählen beteiligte. Zwischen 2013 und 2024 nahmen beide so über acht Kilogramm Zahngold und mehrere hundert Gramm Goldschmuck an sich und verkauften die Beute für fast 250.000 Euro weiter.
Firma warnt Mitarbeiter vor wilden Sexfallen
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI warnt laut einem Zeitungsbericht Mitarbeiter, dass sie zum Ziel von Spionen werden könnten - auch über sexuelle Annäherung. Solche sogenannten "Honigfallen", für die Geheimdienste berüchtigt sind, seien Thema in einigen Schulungen für Beschäftigte gewesen, schrieb das "Wall Street Journal".
Außerdem würden Mitarbeiter gewarnt, dass ihnen Geld für Geschäftsgeheimnisse geboten werden könne - oder ihre Unterhaltungen in Cafés belauscht werden könnten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Auch Beschäftigte anderer KI-Schwergewichte bekämen solche Warnungen zu hören. Mitarbeitern von OpenAI werde zudem empfohlen, sich draußen nicht mit Logos der Firma zu zeigen und selbst im Büros keine Informationen auf Whiteboards zu hinterlassen - für den Fall, dass Putzkräfte zum Ausspähen angeworben seien.
"Schnauze voll": Ex-Trump-Verbündete feuert wilde Tirade gegen Präsidenten ab
Die frühere Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene sieht in den Ermittlungen gegen die Demokratin Ilhan Omar ein Ablenkungsmanöver aus dem Weißen Haus. "Kann mir mal jemand erklären, wie die vorgetäuschte Vorbereitung auf die Abschiebung von Ilhan Omar den Benzinpreis unter zwei Dollar drücken, die Krankenversicherung endlich erschwinglich machen, die wöchentlichen Lebensmittelkosten einer Familie wieder vernünftig werden lassen und verhindern soll, dass unser geliebtes Militär in einen weiteren verdammten Krieg im Ausland geschickt wird???", schreibt Greene auf X.
"Die Leute haben die Schnauze voll von diesem Blödsinn. Wenn ihr dummen Arschlöcher im Weißen Haus endlich die Epstein-Akten veröffentlicht und die Pädophilen und Vergewaltiger einsperrt, mit denen ihr alle rumhängt, dann werden wir anfangen, euch Aufmerksamkeit zu schenken", so Greene, die lange Zeit eine MAGA-Verbündete des US-Präsidenten war. Anfang des Jahres hatte sie ihren Sitz im Repräsentantenhaus aufgegeben.
Studenten setzen bei Protesten Ministerium in Flammen
Die Lage in Albanien spitzt sich dramatisch zu: Demonstranten greifen Ministerien an, Verletzte und Festnahmen häufen sich. Die EU-Vertretung ruft alle Seiten zur Mäßigung auf. Hinter der Wut steckt mehr als nur Unmut über die Bildungspolitik.
Merz gibt düsteren Ausblick
Im Ringen um den neuen langfristigen EU-Haushalt sieht Bundeskanzler Friedrich Merz keinen Durchbruch in Reichweite. "Wir sind in sehr, sehr schwierigen Verhandlungen über die zukünftigen Finanzen der Europäischen Union", sagte Merz bei einem Treffen mit den anderen EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Er rechne nicht damit, in diesen Tagen zu einem Ergebnis zu kommen.
Als Ziel gilt, bis Jahresende einen Kompromiss für den billionenschweren Etat für die Jahre 2028 bis 2034 zu finden. Nun liege man zweieinhalb Monate vor dem Ende des Jahres sehr weit auseinander, so Merz. Das heiße nicht, dass man nicht bei weiteren geplanten Zusammenkünften zu Lösungen kommen könne. Für das Gipfeltreffen im Dezember aber sollte man "ein paar Oberhemden mehr einpacken als üblicherweise", sagte Merz.
Bundestag hebt Immunität von SPD-Abgeordnetem Ahmetovic auf
Der Bundestag hat die Immunität des SPD-Abgeordneten Adis Ahmetovic aufgehoben. Das Parlamentsplenum stimmte einstimmig für einen Antrag "zum Vollzug gerichtlicher Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse". Details werden in dem Antrag nicht genannt. Nach Medienberichten geht es um unzulässige Absprachen im Zusammenhang mit der Ausschreibung eines Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover. Dabei sollen Informationen an einen Bewerber weitergegeben worden sein.
Der Fall hatte vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil die Staatsanwaltschaft Hannover auch gegen den SPD-Spitzenkandidaten bei der Hauptstadt-Wahl, Steffen Krach, ermittelte. Der gleichfalls betroffene niedersächsische SPD-Landtagsfraktionschefs Stefan Politze trat wegen der Ermittlungen in der vergangenen Woche zurück.
Riesiges Bier-Desaster in Bayern
Bei einem Unfall auf der Autobahn 8 in Schwaben hat ein Lastwagen 1440 Kisten Bier verloren. Die fragile Ladung landete in einem Grünstreifen kurz vor der Anschlussstelle Burgau, wie die Polizei mitteilte. Der entstandene Schaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt.
Den Angaben zufolge war der Lkw am Mittwochnachmittag auf der Strecke im Landkreis Günzburg in Bayern unterwegs, als er wegen eines geplatzten Reifens nach rechts von der Fahrbahn abkam und die Ladung verlor. Feuerwehr und Autobahnmeisterei sicherten und reinigten den Unfallort. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.
Bundestag beschließt Reform der Notfallversorgung
Patientinnen und Patienten sollen im Notfall künftig zielgenauer und besser versorgt werden. Dazu beschloss der Bundestag mit den Stimmen der Koalition und der Grünen eine Reform der Notfallversorgung. AfD und Linken enthielten sich.
Künftig soll in einer fachlichen Ersteinschätzung telefonisch oder vor Ort festgelegt werden, welche Hilfe jemand braucht, wie Gesundheitsminister Carsten Linnemann erläuterte. Die Telefonnummern 112 und die ärztliche Bereitschaftsnummer 116 117 sollen dafür verzahnt werden. "Je nach Dringlichkeit werden dann die Patienten in eine Arztpraxis, in eine Notdienstpraxis oder in die Notaufnahme einer Klinik vermittelt - je nach Schwere mit oder ohne Rettungsdienst", kündigte Linnemann an.
Der Bundesrat muss noch grünes Licht geben. Am 20. November soll die Länderkammer dem Vernehmen nach abschließend darüber beraten.
Sturzfluten treffen Istanbul heftig - Busgäste fliehen übers Dach
Heftiger Regen setzt weite Teile Istanbuls unter Wasser. Rund 8000 Einsatzkräfte rücken aus, mehr als tausend Notrufe erreichen die Behörden. Die Wetterlage verspricht keine schnelle Besserung.
Trump-Pool wird zum Mängel-Desaster
Der Reflecting Pool ist auch nach monatelangen Bauarbeiten nicht restauriert. Fehler, die bei der Anbringung der Beschichtung am Grund des Reflecting Pool des Lincoln Memorials in Washington DC gemacht wurden, führten zu mindestens 85 Mängeln. Einem Bericht von Atlantic Coating Inspection zufolge war die "American Flag Blue"-Auskleidung an acht der zehn Fugen des Schwimmbeckens, die die Betonplatten des Beckens voneinander trennen, bröckelig geworden, berichtet die "Washington Post".
An fast 40 Stellen hatten sich aufgrund von Feuchtigkeit und chemischen Dämpfen, die unter die Auskleidung gelangt waren, Blasen gebildet, und an fast zwei Dutzend Stellen hatte sich die Auskleidung vom Becken abgelöst.
US-Präsident Donald Trump machte für die Schäden Vandalen verantwortlich. Der am 6. August fertiggestellte Bericht von Atlantic Coating Inspection erwähnt jedoch keinen Vandalismus und führt die Risse in der Beschichtung auf die Verwendung ungeeigneter Materialien und den engen Zeitplan bei der Installation zurück.
USA planen möglichen Iran-Angriff mit "Mutter aller Bomben"
Das US-Militär arbeitet derzeit an neuen Vorschlägen für US-Präsident Donald Trump für Angriffe gegen den Iran. Dabei könnte auch die "Mutter aller Bomben", die "GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast Bomb" (MOAB) eingesetzt werden, berichtet der TV-Sender CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Dabei handelt es sich um die größte nicht nukleare Bombe der Welt.
Die MOAB könnte dem Bericht zufolge gegen iranische Energieinfrastruktur oder Nuklearanlagen eingesetzt werden, sollte Trump entscheiden, die Angriffe gegen das Regime wieder aufzunehmen. Ein Ziel könnte der sogenannte Pickaxe Mountain im Iran sein.
Trump hatte bereits wiederholt gedroht, den Berg anzugreifen. Die USA und Israel vermuten, dass Teheran Teile seines Nuklearprogramms dort in Sicherheit gebracht hat. Es gibt jedoch Zweifel daran, ob die MOAB ein wirksames Mittel gegen Irans Nuklearanlagen und andere tief unter der Erde gelegene Standorte wäre. Zwar ist die GPS-gesteuerte Bombe in der Lage, ein Gebiet von der Größe von neun Stadtblöcken zu zerstören, doch fehlt ihr wahrscheinlich die Fähigkeit, tief genug in den Untergrund einzudringen.
Paul McCartney wird plötzlich ganz emotional
Mit emotionalen Worten hat Paul McCartney seiner verstorbenen Ehefrau Linda gedacht. In dem von Amy Poehler moderierten Podcast "Good Hang" sprach die Beatles-Legende über ihre Frau, die 1998 im Alter von 56 Jahren an Brustkrebs starb.
Bei der Erinnerung an seine verstorbene Frau wurde McCartney sichtlich bewegt. "Sie war etwas ganz Besonderes. Eine toughe, toughe Frau", sagte er und begann zu weinen. Moderatorin Poehler reichte ihm daraufhin ein Taschentuch.
Der Sänger beschrieb seine verstorbene Frau Linda als überzeugte Tierschützerin und strenge Vegetarierin. "Sie hat sich zu diesem Thema sehr offen geäußert, so sehr, dass es peinlich gewesen wäre, wenn sie es nicht gewesen wäre", erzählte er. "Wenn man auf einer Dinnerparty war und jemand Fleisch aß, hat sie ihm deswegen Ärger gemacht."
ADAC richtet Warnung an Autofahrer
Es ist Urlaubszeit in Deutschland - zumindest vielerorts: In elf Bundesländer dürfen sich die Menschen am Freitag über Herbstferien freuen. Der ADAC erwartet entsprechend viel Verkehr am Wochenende. Die Staugefahr könnte sogar das Niveau der Sommerferien erreichen.
Schon ab Freitagmittag füllen laut ADAC Urlaubsreisende sowie Pendlerinnen und Pendler die Autobahnen. Am Samstagvormittag wird es auf den Routen Richtung Alpen, Küsten und Seen eng. Der ADAC rät, sehr früh am Samstagmorgen oder erst am Sonntag loszufahren.
Besonders staugefährdet sind laut ADAC 13 Autobahnen. Darunter sind Abschnitte der A1, A3, A5, A7, A8, A9, A10, A13, A45, A61, A81, A96 und A99. Zudem sind Teile der A40 und der A3 gesperrt. Im Ausland trifft es die Brennerautobahn in Österreich und Italien sowie die Strecken zwischen Basel, Zürich und Chur.
Weißes Haus zieht in die nächste Schlacht gegen ungeliebte Journalisten
Trotz Niederlagen vor Gericht macht das Weiße Haus weiter: Die US-Regierung geht juristisch gegen die Wiederzulassung der TV-Sender CNN und MS NOW und der Plattform Politico zum Regierungssitz vor. Das Justizministerium in Washington erklärte, es lege Berufung gegen die Entscheidung von Bundesrichter Timothy Kelly ein. Dieser hatte ein von Präsident Donald Trump im September verhängtes Hausverbot unwirksam genannt und den Zugang der Medien zum Weißen Haus angeordnet.
Trump hatte das Hausverbot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von CNN, MS NOW und Politico im September damit begründet, dass diese Medien "Falschinformationen" sowie "Erfindungen und Lügen" über ihn verbreiten würden. Journalistenverbände übten scharfe Kritik an der Entscheidung und nannten sie einen eklatanten Verstoß gegen die Pressefreiheit in den USA.
Christina Applegate macht dramatische Erfahrungen öffentlich
Ruhm, Erfolg und zahlreiche Auszeichnungen: Von außen betrachtet hat Christina Applegate alles erreicht, wovon viele Schauspieler träumen. Doch in ihrer nun erschienenen Autobiografie "Du mit den traurigen Augen" zeichnet die 54-Jährige ein ganz anderes Bild ihres Lebens. Sie erzählt von Missbrauch, Drogen und Gewalt, von zerstörerischen Beziehungen und ihrem heutigen Kampf mit Multipler Sklerose.
Auf gut 320 Seiten reiht sich eine erschütternde Erinnerung an die nächste. Nachdem der Vater die Familie früh verlässt, zieht der heroinabhängige Partner ihrer Mutter bei ihnen ein. Der habe ihr "sogar die Müsli-Löffelchen verkokelt, wenn er sich einen Schuss setzte". Auch die Mutter der Schauspielerin gerät in der Beziehung in eine Heroinabhängigkeit, aus der sie sich erst Jahre später und nach einem Suizidversuch befreit. Im Alter von fünf Jahren wird sie nach eigener Darstellung von einem älteren Mädchen sexuell missbraucht.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder kommen um 10 Uhr in Brüssel zu ihrem Herbstgipfel zusammen. Bei dem zweitägigen Treffen geht es um die weitere Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine sowie um die schwierigen Handelsbeziehungen zu China.
Zudem werden schwierige Beratungen über den nächsten langfristigen EU-Haushalt erwartet. Denn bei diesem Thema herrscht noch große Uneinigkeit.
Eine gemeinsame Linie suchen auch die Berliner Sondierer. Dreieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Landesparlament haben Linke, Grüne und SPD auf dem Weg zu einer möglichen Regierungskoalition noch einige Hürden vor sich. Die am Dienstagabend überraschend unterbrochenen Sondierungsgespräche gehen im Laufe des Tages weiter.
Das wird sonst noch wichtig:
Der Bundestag berät um 9 Uhr abschließend über eine Reform der Patientenversorgung im Notfall inklusive Sparmaßnahmen für die Krankenkassen.
Der Bundestag entscheidet über eine höhere Tabaksteuer.
Das Hanseatische Oberlandesgericht will um 13 Uhr sein Urteil im Prozess um geheimdienstliche Agententätigkeit und eine versuchte Beteiligung an Mord und schwerer Brandstiftung im Auftrag des Irans fällen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet um 11 Uhr in Berlin voraussichtlich über Brustkrebs-Früherkennung ab 45 Jahren.
Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen tritt in Kraft.
Der Naturschutzbund Deutschland und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern geben den Sieger der Abstimmung "Vogel des Jahres" 2027 bekannt.
Der Lobbyverband Allianz pro Schiene kürt um 11 Uhr den Bahnhof des Jahres.
In Nottingham treten Harry und Meghan erstmals seit ihrer Rückkehr nach Großbritannien öffentlich auf.
Über alle Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir Sie im entsprechenden Liveticker.
Soweit ein kurzer Überblick. Über alles Wichtige, was heute geschieht, halten meine Kolleginnen und Kollegen Sie auf dem Laufenden bei ntv.de. Mein Name ist Lukas Märkle und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten auf diesem Kanal.
Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Starten Sie gut in diesen Donnerstag!
Wie in "alten Zeiten": Trump droht Mitarbeitern mit Erschießung
Wer Informationen zu US-Militäreinsätzen an die Presse durchsticht, sollte nach Meinung von Präsident Donald Trump erschossen werden. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Arizona echauffierte er sich über einen unbekannten Tippgeber, der die Uhrzeit für Angriffe auf die iranischen Atomanlagen an Journalisten weitergegeben haben soll. "Informanten sollten meiner Meinung nach erschossen werden", sagte Trump - das sei auch "in den alten Zeiten" schon üblich gewesen.
In den USA flammte die seit langem geführte Debatte um die Vollstreckung der Todesstrafe jüngst wieder auf. Ein Grund dafür: Das Pentagon plant erstmals seit 65 Jahren wieder eine Militärhinrichtung, die laut Verteidigungsminister Pete Hegseth obendrein per Livestream übertragen werden soll.
Heftige Unwetter sorgen für Chaos in Metropole
Starke Regenfälle in Istanbul haben vielerorts in der Millionenmetropole zu Überschwemmungen geführt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, füllten sich in vielen Stadtteilen Straßen und Unterführungen mit Wasser; in einigen Stadtteilen kam es zu Erdrutschen, Fahrzeuge blieben auf den überfluteten Straßen stecken. Auch in Erdgeschoss- und Kellerwohnungen sei in einigen Bezirken Wasser eingedrungen.
Das Gouverneursamt von Istanbul erklärte auf X, bis zum Abend seien mehr als 1000 Notrufe eingegangen, bei denen unter anderem Überflutungen, Erdrutsche und Baumumstürze gemeldet wurden. Der Gouverneur Davut Gül hat außerdem den Schulunterricht in Präsenz für Donnerstag ausgesetzt. Auch der Gebrauch von zweirädrigen Fahrzeugen wurde ab Mittwochabend untersagt. Insgesamt seien rund 8000 Einsatzkräfte sowie 2000 Fahrzeuge und Arbeitsgeräte im Einsatz, schrieb das Gouverneursamt.










