Politik

SPD-Politikerin in NiedersachsenDoris Schröder-Köpf legt Landtagsmandat nieder

15.10.2026, 20:54 Uhr
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Doris Schröder-Köpf lebt mit ihrer Familie im Wahlkreis Hannover-Döhren. (Foto: picture alliance/dpa)

Doris Schröder-Köpf räumt in Hannover ihren Platz im Landtag. Damit endet ihre parlamentarische Laufbahn, in der sie sich insbesondere für Kinder engagiert hat. Die 63-Jährige begründet ihren Rückzug mit "persönlichen und gesundheitlichen Gründen".

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf hat ihr Amt niedergelegt. Die SPD-Politikerin verabschiede sich nach mehr als 13 Jahren aus dem Landtag, teilte die SPD-Fraktion in einem Instagram-Post mit und bedankte sich für ihren Einsatz. Damit verliert die SPD ein bundesweit bekanntes Gesicht - auch wenn ihr Einfluss in der Partei zuletzt eher gering war.

Schröder-Köpf zog erstmals 2013 für die SPD in den niedersächsischen Landtag ein. Sie war jahrelang Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe und leitete bis zuletzt den Ausschuss für Inneres und Sport. Die 63-Jährige war Schirmherrin der Stiftung Kinder-, Jugend- und Elterntelefone sowie der Drogentherapiestation des Kinderkrankenhauses auf der Bult in Hannover, außerdem setzte sich für Leseförderprojekte für Kinder ein.

Schröder-Köpf lebt mit ihrer Familie im Wahlkreis Hannover-Döhren. Sie war ab 1997 fast zwanzig Jahre mit Gerhard Schröder verheiratet - und damit auch während seiner Kanzlerschaft. Später war Schröder-Köpf zeitweise mit Boris Pistorius liiert, dem heutigen Bundesverteidigungsminister.

Die Landtagsabgeordnete aus Hannover gibt damit ein knappes Jahr vor Ablauf der Wahlperiode ihr Landtagsmandat auf, wie die SPD-Fraktion mitteilte, ohne Gründe zu nennen. Auf NDR-Nachfrage nannte die 63-Jährige "persönliche und gesundheitliche Gründe".

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Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder neben seiner Ehefrau im August 1999. (Foto: picture alliance / ROPI)

Schröder-Köpf wurde zuletzt von Kritikern vorgeworfen, in ihrer Funktion als Landtagsabgeordnete mehrere Empfehlungen für den Verein Integrationsarbeit Kronsberg geschrieben zu haben, berichtete der NDR. Die Vereinsvorsitzende Hülya Iri steht laut dem Medienbericht im Verdacht, über eine Million Euro Fördergelder zweckentfremdet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover soll dazu ermitteln. Schröder-Köpf hatte bereits vor längerer Zeit erklärt, bei der Wahl 2027 nicht wieder antreten zu wollen. Die Kommunalpolitikerin Tatjana Bautsch aus dem Heidekreis rückt nun für die SPD in den Landtag.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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