Wirtschaft

Experten bezweifeln NutzenUSA wollen Sanktionen gegen Schattenflotten-Tanker lockern

15.10.2026, 04:28 Uhr
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An den hohen Frachtkosten dürften die Pläne nicht viel ändern. (Foto: dpa)

Der Irankrieg treibt die weltweiten Frachtkosten nach oben. Washington denkt darüber nach, bislang sanktionierte Tanker wieder für Transporte freizugeben. Russland soll davon ausdrücklich nicht profitieren.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt, Sanktionen gegen Schiffe der sogenannten Schattenflotte zu lockern. Dabei geht es um Tanker, die Öl und Ölprodukte unter anderem aus Russland, dem Iran und Venezuela transportiert haben. Laut einem US-Regierungsvertreter sollen so die extrem hohen weltweiten Frachtkosten gesenkt werden.

Im Gespräch sei, dass die USA den Transport von Öl und Ölprodukten, die nicht US-Sanktionen unterliegen, auf bislang sanktionierten Schiffen erlauben könnten, sagte der Insider. Ziel sei, mehr Rohöl und Raffinerieprodukte aus der Golfregion auf den Markt zu bringen.

Vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump bereits Sanktionen gegen russischen Diesel bis zum 7. April aufgehoben. Der Schritt stieß auf heftige Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie europäischer Länder. Auch einige US-Senatoren von Trumps eigener republikanischen Partei legten Protest ein.

Ziel: Mehr Öltransporte

In einer Videobotschaft an den Weltenergiekongress in Riad sagte US-Energieminister Chris Wright nach Angaben der Forschungsgruppe Energy Aspects, die Regierung erwäge eine Lockerung der Sanktionen gegen Schiffe der Schattenflotte. Das US-Energieministerium erklärte dazu, ein solcher Schritt werde Russland nicht helfen, Öl oder Ölprodukte zu transportieren. US-Unternehmen, die die betroffenen Schiffe nutzen wollten, müssten dem Regierungsvertreter zufolge beim Finanzministerium eine Genehmigung beantragen.

Energy Aspects erklärte in einer Kundenmitteilung, eine Lockerung der Sanktionen gegen die Schattenflotte werde die Frachtraten wohl nicht stark beeinflussen, könne jedoch mehr Öltransporte im Nahen Osten ermöglichen: "Eine kleine Zahl zusätzlicher Tanker für bestimmte Pendelfahrten durch die Straße von Hormus könnten verfügbar werden." Aus der Schifffahrtsbranche hieß es dazu, eine Aufhebung der Maßnahmen dürfte nicht zu einer breiten Entspannung der Frachtraten führen, da Schiffsversicherer weiterhin an EU- und britische Vorschriften gebunden seien.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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