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SachsenKöpping: Bundesregierung muss Lehren aus Wahlergebnis ziehen

07.09.2026, 10:17 Uhr
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Die politische Mitte steckt nach Ansicht von SPD-Politikerin Petra Köpping in einer Vertrauenskrise. Sie empfindet den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt als Weckruf.

Dresden (dpa/sn) - Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) empfindet den Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Weckruf für die Bundespolitik. "Der Blick geht nun nach Berlin: Die Bundesregierung muss deutlich machen, dass sie die richtigen Lehren aus diesem Ergebnis zieht", sagte die 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Köpping: Wahlabend hat mich persönlich mitgenommen

"Der Wahlabend in Sachsen-Anhalt war einschneidend und hat mich persönlich mitgenommen: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass eine in Teilen rechtsextreme Partei in einem Bundesland die mit Abstand stärkste Kraft wird", betonte Köpping. Das Ergebnis zeige, dass die Parteien der politischen Mitte in einer tiefen Vertrauenskrise sind. Köpping ist Mitglied des SPD-Bundesvorstandes und Sozialministerin in Sachsen.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war die AfD am Sonntag mit 43,8 Prozent der Stimmen mit Abstand stärkste Kraft geworden. Die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab. Die AfD kann allerdings mangels absoluter Mehrheit nicht allein regieren. Die SPD kam auf 9,3 Prozent, die Grünen auf 8,9 Prozent und die Linken auf 8,6 Prozent. Das BSW zieht mit 5,3 Prozent in das Parlament ein. Für eine Mehrheit sind 42 Sitze im Parlament erforderlich, die AfD hat 39.

Quelle: dpa

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