Beteiligung am Menschenhandel Lieferant kleiner Boote für Ärmelkanal-Querung von Migranten festgenommen

In den Niederlanden ist ein mutmaßlicher Lieferant kleiner Boote festgenommen worden, in denen Migranten den Ärmelkanal überquert haben sollen. Der 44-jährige Türke sei bei seiner Ankunft im Amsterdamer Flughafen am Mittwoch in Gewahrsam genommen worden, teilte die europäische Justizbehörde Eurojust mit. Dem Mann werde in Belgien Beteiligung am Menschenhandel in einer kriminellen Bande zur Last gelegt.
Er solle dorthin ausgeliefert werden. Er soll mit Motoren ausgestattete kleine Boote an Menschenschmuggler geliefert haben. Diese Boote nutzen Migranten und Flüchtlinge für die Passage von Belgien oder Frankreich nach Großbritannien.
Der Ärmelkanal ist eine der am meisten befahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. Starke Strömungen machen die Überfahrt mit kleinen Booten gefährlich. Allein in diesem Jahr sind über 50 Menschen bei dem Versuch der Überfahrt ums Leben gekommen. Nach Angaben der britischen Regierung sind in den letzten sieben Tagen mehr als 1300 Menschen in kleinen Booten nach Großbritannien gelangt.