HessenKeltereien starten Saison: Jeder Apfel zählt

Es ist wieder so weit: Die hessische Keltersaison ist offiziell eröffnet. Mehr noch als sonst benötigen die Keltereien Äpfel von Streuobstwiesen.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Fruchtsaft-Kelterer in Hessen rechnen angesichts des heißen und trockenen Sommers mit Einbußen bei der Apfelernte. Die diesjährige Ernte sei tatsächlich alarmierend, sagt Martin Heil, Vorsitzender des Verbands der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien. Der Verband hat die neue Keltersaison offiziell eröffnet.
"Äpfel brauchen zwar Sonnenschein, aber in diesem Jahr war es zu viel Sonne und zu wenig Regen", erläutert Heil. Dadurch hätten viele Äpfel Schäden wie Sonnenbrand davongetragen oder seien zu früh vom Baum gefallen. Die Früchte seien dieses Jahr außerdem sehr klein.
Hoffnung liegt auf Streuobstwiesenbesitzern
Noch mehr als sonst seien die Keltereien daher auf private Streuobstwiesenbesitzer angewiesen: "Die Keltereien können jeden Apfel gebrauchen, auch das Fallobst und die vielleicht nicht so schönen Exemplare", sagt der Vorsitzende. Wichtig sei aber, dass die späten Sorten noch etwas an den Bäumen hängen bleiben, bis sie wirklich reif sind. Denn dadurch würden die Äpfel größer und zuckerhaltiger.
Spätestens am Wochenende würden alle Keltereien anfangen, die Äpfel zu verarbeiten. Neben dem klassischen Apfelwein seien alkoholfreie Varianten sehr beliebt. Streuobstwiesenbesitzer könnten ab dann ihre Äpfel für die Saftgewinnung abgeben. In dem Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien sind mehr als 30 Keltereien organisiert.