HessenHessischer Filmpreis: "Tatort"-Duo wird ausgezeichnet

Im Oktober wird der Hessische Film- und Kinopreis verliehen – diesmal ohne die festliche Gala in der Alten Oper. Wer wird ausgezeichnet? Wer kann sich noch Hoffnung auf eine Trophäe machen?
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Einen Monat vor der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises sind die Nominierten sowie erste Gewinnerinnen und Gewinner bekanntgegeben worden. So geht der mit 5.000 Euro dotierte Newcomerpreis an den Regisseur und Drehbuchautor Joscha Bongard ("Babystar") aus Kassel, wie Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) verkündete. Zudem erhalten Melika Foroutan und Edin Hasanovic für ihre Rollen als Ermittler-Duo des Frankfurter "Tatort" den "Schauspielpreis des Hessischen Rundfunks".
Die Preisverleihung findet am 9. Oktober im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt statt. Anders als in den Vorjahren gibt es keine festliche Gala in der Alten Oper. Laut dem Ministerium kostete diese zuletzt 500.000 Euro. "Wir müssen als Land Hessen überall sparen", sagte Minister Gremmels. Man werde sich zwar räumlich verkleinern, aber nicht inhaltlich.
In mehreren Kategorien wurden die Nominierten bekanntgegeben:
Im Bereich Spielfilm schickt die Jury folgende drei Produktionen ins Rennen: "A Sad And Beautiful World" von Cyril Aris, "I'll be gone in June" von Katharina Rivilis sowie "Vaterland" von Paweł Pawlikowski
Bei den Dokumentarfilmen wurden ausgewählt: "10s Across the Borders (The Beauty of Ballroom)" von Sze-Wei Chan, "Haus 4" von Philipp Schaeffer sowie "Sieben Kreise der Hölle" von Andrzej Klamt
Buchmesse wieder mit eigenem Preis dabei
Die Frankfurter Buchmesse, die in der Woche der Verleihung stattfindet, ist auch wieder mit einer eigenen Auszeichnung dabei. Deren undotierter Preis für die beste Adaption geht laut den Angaben an den Film "Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte" von Regisseur und Drehbuchautor Volker Schlöndorff. Der Film basiert auf Jenny Erpenbecks gleichnamigem Roman aus dem Jahr 2007.
Der Film- und Kinopreis wird seit 1990 in zahlreichen Kategorien vom Land Hessen als Förderpreise und Auszeichnungen für Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber verliehen.
Kinopreis für 31 Kinos
Der Kinopreis ist wie auch im Vorjahr mit insgesamt 215.000 Euro dotiert. Er geht an 21 gewerbliche Kinos und zehn nicht-gewerbliche Kinos. Die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Hauptpreise gehen an das "Kino Traumstern" in Lich und das "Mal Seh'n Kino" in Frankfurt.
Der "QMS Respect Award" für queere Sichtbarkeit in der Filmbranche geht den Angaben zufolge an Karin Hanczewski und Godehard Giese.