Hamburg & Schleswig-HolsteinExplosion in Lübeck: Geldautomat gesprengt

Bei der Sprengung eines Geldautomaten in Lübeck entsteht Sachschaden. Zwei Tatverdächtige flüchten mit einem Auto. Die Polizei bittet um Hinweise.
Lübeck (dpa/lno) - Bei der Sprengung eines Geldautomaten im Eingangsbereich eines Einkaufszentrums in Lübeck ist in der Nacht Sachschaden entstanden. Nach ersten Erkenntnissen waren zwei Männer an der Tat im Stadtteil St. Gertrud beteiligt, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Sie flüchteten anschließend mit einem vermutlich dunklen Auto in Richtung Lüdersdorf in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet.
Eine Sprecherin des LKA konnte auf Anfrage noch keine Angaben dazu machen, ob die Täter durch die Sprengung an Bargeld gelangt sind. Die Fahndungsmaßnahmen nach den Tatverdächtigen blieben bislang erfolglos. Die Ermittler waren am Vormittag noch vor Ort, die Spurensicherung dauerte an.
Hinweise von Zeugen
Das Landeskriminalamt bittet Zeuginnen und Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Beobachtungen im Bereich der Wesloer Landstraße gemacht haben oder Hinweise zu dem flüchtigen Fahrzeug geben können, sich bei jeder örtlichen Polizeidienststelle zu melden.
Wie die Zeitung berichtete, war die Explosion so heftig, dass auch Nachbargeschäfte eines Supermarktes, darunter eine Apotheke und eine Bäckerei, beschädigt wurden.
Ein Sprecher des Betreibers erklärte auf Anfrage, nachdem zunächst das gesamte Warenhaus geschlossen geblieben sei, seien für die polizeilichen Ermittlungen und Reinigungs- beziehungsweise Aufräumarbeiten aktuell nur der Haupteingang und der betroffene Bereich gesperrt. Kundinnen und Kunden können das Warenhaus seit etwa 10.45 Uhr wieder durch den Getränkemarkt betreten und einkaufen. Im erweiterten Eingangsbereich des Gebäudes gebe es Beschädigungen. "Das genaue Ausmaß wird noch ermittelt. Verletzte sind uns nicht bekannt."