Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgMärkisch-Oderland: Orte müssen weiter Wasser abkochen

11.09.2026, 13:39 Uhr
image

In einigen Kommunen im Kreis Märkisch-Oderland müssen die Menschen weiterhin ihr Trinkwasser abkochen. Maßnahmen vom Wasser- und Abwasserzweckverband zeigten aber eine erste Wirkung.

Seelow (dpa/bb) - Mehrere Ortschaften im Landkreis Märkisch-Oderland müssen weiterhin ihr Trinkwasser abkochen. Der Wasser- und Abwasserzweckverband Seelow spülte in dieser Woche die Netze durch, wie der Landkreis mitteilte. Außerdem habe eine Fachfirma mit technischen Maßnahmen geholfen.

Das zeigte demnach eine erste Wirkung, aber die Maßnahmen müssten noch weitergeführt werden, damit die Trinkwasserqualität wieder sichergestellt ist. Das Abkochgebot gilt laut Kreis für zwölf Ortschaften, darunter etwa Küstrin-Kietz, Podelzig, Alt Tucheband und Hackenow.

Abkochgebot seit Ende August

Zunächst konnte der Kreis nicht abschätzen, wann das Abkochgebot aufgehoben werden kann. Der Kreis hatte Ende August wegen des Fundes coliformer Bakterien im Trinkwasser das Abkochgebot herausgegeben. Coliforme Bakterien bedeuteten nicht zwangsläufig, dass Krankheitserreger im Trinkwasser vorhanden seien, wiesen aber auf eine mögliche mikrobiologische Beeinträchtigung hin, teilte der Kreis mit.

Coliforme Bakterien können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall verursachen. Zum Schutz der Bevölkerung empfiehlt das Gesundheitsamt, vorerst Leitungswasser nur abgekocht zu trinken und für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen, zum Reinigen offener Wunden sowie beim Kontakt mit Schleimhäuten nur abgekochtes Leitungswasser zu verwenden. Ältere Bürger, Säuglinge, Kinder und Schwangere sollten nicht duschen.

Quelle: dpa

Regionales