Berlin & BrandenburgTrotz Magdeburg-Pleite: Füchse Berlin mit gutem Gefühl

Im Gegensatz zur derben Supercup-Pleite sind die Füchse im Bundesliga-Duell bei Meister Magdeburg lange Zeit auf Augenhöhe. Zudem könnte ein französischer Neuzugang die Möglichkeiten erweitern.
Berlin/Magdeburg (dpa/bb) - Schon wieder war Meister Magdeburg für die Füchse zu stark. Doch bei den Berlinern war die Gemütslage nach der zweiten Niederlage in der zweiten Partie in der noch jungen Saison eine ganz andere als noch beim Supercup 13 Tage zuvor. Dort noch hoffnungslos unterlegen, agierte der Pokalsieger beim 32:36 am Donnerstagabend lange auf Augenhöhe. Lag in der ersten Hälfte zeitweise sogar mit drei Toren in Führung.
"Diese zwei Spiele sind gar nicht vergleichbar. Das war hier ein ganz anderes Auftreten", sagte deshalb auch Trainer Nicolej Krickau. Der Däne war trotz der neuerlichen Pleite hochzufrieden. "Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung und auf unsere Präsenz. Wir waren in der ersten Halbzeit in der Abwehr unfassbar gut und über 60 Minuten sehr kämpferisch", fuhr er fort.
Krickau sieht Füchse auf gutem Weg
Knackpunkt war wohl die rote Karte gegen Frederik Simak - kurz vor der Halbzeitsirene. "Das tat ein bisschen weh, denn er war superstark zusammen mit Mijailo Marsenic", sagte Krickau. Anschließend verlor die Abwehr die Stabilität, die Magdeburg zuvor vor einige Probleme gestellt hatte.
Krickau sieht deshalb sein aktuell personell dezimiertes Team auf einem guten Weg. Auch, wenn die Füchse jetzt erst nach zwei Spieltagen der Handball-Bundesliga schon zwei Minuspunkte auf dem Konto haben. "Ich bin superzufrieden mit unseren Auftritten und Leistungen. Vor allem der Einsatz stimmte", sagte er. Und das sei auch das, was das Team mitnehmen müsse, meinte Nationalspieler Matthes Langhoff. "Diesen Kampfgeist brauchen wir in den nächsten Spielen, sowohl vorne als auch hinten" ergänzte er.
Kommt doch ein Andersson-Ersatz?
Denn schon am Sonntag geht es beim TVB Stuttgart weiter (16.30 Uhr/Dyn). Die Berliner erwarten erneut eine knifflige Aufgabe. "Ein unangenehmer Gegner. Sie haben jetzt noch mehr Breite. Das wird ein intensives Spiel", warnte Kapitän Max Darj. Krickau traut den Schwaben in dieser Saison viel zu. "Ich erwarte, dass Stuttgart eine der Überraschungsmannschaften werden können", sagte er.
Die Füchse sollen zudem nun doch einen Ersatz von den im Sommer abgewanderten Welt- und Europameister Lasse Andersson gefunden haben. "Ich glaube, bei uns wird noch ein Spieler dazukommen", sagte Geschäftsführer Bob Hanning am Abend beim MDR. Laut "Bild" sollen die Füchse den französischen Nationalspieler Aymeric Zaepfel verpflichtet haben. Der 24-Jährige spielt bei Aix-en-Provence.