SachsenVW-Sparpaket: Zwickau hofft auf neue Chancen für Autobauer

122 Jahre Automobil-Tradition: Warum Zwickau trotz VW-Sparpaket auf die Innovationskraft der Region setzt und welche Hoffnungen Oberbürgermeisterin Arndt macht.
Dresden (dpa/sn) - Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Bürger für Zwickau) hofft trotz des angekündigten Sparpakets bei VW auf einen Erhalt der Automobilstadt. "Immerhin werden hier seit 122 Jahren Fahrzeuge erfolgreich entwickelt und produziert, von Horch, Audi und der Auto-Union über den Trabant bis hin zu VW", sagte sie einer Mitteilung zufolge. Die Zwickauer Autobauer hätten ihre Kompetenz und Innovationsfähigkeit bereits bewiesen, "nicht zuletzt durch die Transformation zu einem reinen E-Mobilitätswerk".
Der Volkswagen-Konzern hatte zuvor angekündigt, in den kommenden Jahren 50.000 weitere Stellen streichen zu wollen. Zudem stünden vier Werke auf der Kippe. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne "aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden". Man prüfe für diese Werke "parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten".
Man sei zunächst erleichtert, dass keine Werksschließungen beschlossen wurden, betonte Arndt. Dies hätte gerade in der Region "fatale Folgen für den gesamten Standort und die hier lebenden Menschen gehabt. Bereits die letzten Wochen schürten nicht nur bei den Beschäftigten des Zwickauer Werks erhebliche Sorgen und Ängste." Nun biete sich die Chance, den Standort weiterzuentwickeln.