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Berlin & BrandenburgNach Hackerangriff erneut Einschränkungen für die Verwaltung

01.09.2026, 11:48 Uhr
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Bei einer Cyberattacke auf die Berliner Verwaltung haben Hacker unter anderem Passwörter erbeutet. Für einige Mitarbeiter gibt es aus Sicherheitsgründen erneut Einschränkungen.

Berlin (dpa/bb) - Zwei Wochen nach Bekanntwerden des Hackerangriffs auf das Datennetz der Berliner Verkehrs- und Bauverwaltung dürfen die Mitarbeiter erneut nicht mehr vom Homeoffice aus auf das Netz zugreifen. Nach Angaben einer Senatssprecherin sei kein Zugriff mehr von außen "über eine bestimmte Software auf die IT-Infrastruktur" möglich. Im Homeoffice erlaubt sei aber das Senden und Empfangen von E-Mails.

Die Arbeit mit den entsprechenden Fachanwendungen könne derzeit nur an den Arbeitsplätzen im Büro erledigt werden. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Beide Senatsverwaltungen hätten sich zu den Sicherheitsmaßnahmen entschieden und die Beschäftigten am Montagmorgen darüber informiert, teilte die Senatssprecherin auf dpa-Anfrage mit.

Grund seien Erkenntnisse dazu, dass durch den Cyberangriff einzelne Passwörter für Fachverfahren veröffentlicht worden seien. Nach der Mitte August bekanntgewordenen Cyberattacke war der Zugriff aus dem Homeoffice zunächst eingeschränkt, danach aber wieder zugelassen worden.

Die Cyberkriminellen seien bei ihrem Angriff an Daten in großem Umfang gekommen, darunter auch an personenbezogene. Nach Recherchen des "Tagesspiegel" gehören dazu auch persönliche und unverschlüsselte Zugangsdaten von Verwaltungsmitarbeitern.

Senat berät über den Hackerangriff

Die Senatskanzlei machte zum genauen Umfang und Inhalt der Daten bisher keine Angaben. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte am Freitag bekanntgegeben, dass das Land Berlin nach dem Hackerangriff erpresst werde, äußerte sich aber nicht dazu, womit die Täter gedroht hätten und was sie vom Senat verlangten.

Wegner betonte: "Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen." Das Berliner Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ermitteln zu dem Vorgang. Bei seiner Sitzung am Vormittag beschäftigt sich der Senat erneut mit dem Thema.

Wie zuerst der "Spiegel" berichtete, verlangten die Hacker ein Lösegeld von 30 Bitcoin, wenn ihrer Forderung bis zum nächsten Freitag nicht entsprochen wird und drohen damit, die Daten in dem Darknet genannten Teil des Internets zugänglich zu machen. Aktuell entsprechen 30 Bitcoin etwa zwei Millionen Euro.

Quelle: dpa

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