Hamburg & Schleswig-HolsteinVerfolgungsjagd in Hamburg: Radfahrer schwer verletzt

Mitten in Hamburg schleudert ein Auto nach einer Verfolgungsfahrt über eine Verkehrsinsel und erwischt einen wartenden Radfahrer – wie kam es dazu?
Hamburg (dpa/lno) - Bei einer Verfolgungsjagd durch Hamburg ist ein unbeteiligter Radfahrer lebensgefährlich verletzt worden. Ein 38-jähriger Autofahrer hatte am Montagabend zunächst versucht, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen, wie die Polizei mitteilte.
Eine Autofahrerin hatte zuvor im schleswig-holsteinischen Norderstedt vier mutmaßlich berauschte Menschen beobachtet, die in ein Auto stiegen, und alarmierte die Polizei. Als eine Streife das Auto an der Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen Nord entdeckte, reagierte der Fahrer nicht auf die Anhaltesignale und raste stattdessen mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn 7 weiter Richtung Süden. An der Anschlussstelle Hamburg-Volkspark verließ er die Autobahn und bog in die Schnackenburgallee ein.
Auto gerät ins Schleudern und erfasst Radfahrer
Die Polizei nahm die Verfolgung auf und holte sich Verstärkung von Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Polizei sowie dem Polizeihubschrauber "Libelle". Im Kreuzungsbereich Bornkampsweg/Holstenkamp im Stadtteil Bahrenfeld verlor der Fahrer dann offenbar die Kontrolle über seinen Wagen. Das Auto geriet ins Schleudern und überfuhr eine Verkehrsinsel - ausgerechnet dort, wo ein 42-jähriger Radfahrer gerade wartete.
Der Mann wurde von dem Auto erfasst und schwer verletzt. Ein Notarzt begleitete ihn ins Krankenhaus, sein Zustand konnte nach Angaben der Polizei inzwischen stabilisiert werden. Der Fahrer des Autos blieb unverletzt und wurde vorläufig festgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass er keinen Führerschein hat und unter Drogen am Steuer saß. Auch die Mitfahrenden im Auto blieben unverletzt.
Der 38-Jährige wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht, ein Haftbefehl steht noch aus.