mit Friederike ZörnerDas war Montag, der 02. November 2026
In die USA hat morgen die Stunde geschlagen. Bei den Zwischenwahlen entscheidet sich, ob die Demokraten tatsächlich im Kongress die Oberhand gewinnen und US-Präsident Donald Trump das Regieren schwer(er) machen. Kurz vor dem mit Spannung erwarteten Votum versucht sich Trump, der selbst nicht auf dem Wahlzettel steht, schon einmal an einer gewissen Schadensbegrenzung. "Aus irgendeinem Grund gewinnt der amtierende Präsident die Midterms nicht", sagte er bei der Vorstellung des renovierten Reflecting Pools nahe dem Weißen Haus (siehe Eintrag um 20.56 Uhr). Das gelte üblicherweise, egal wer Präsident sei - "Republikaner oder Demokrat, gut oder schlecht". Zugleich bekräftigte Trump, dass seine Republikaner "alles" im Wahlkampf gegeben hätten. Ob sich das auszahlt, wird sich bald zeigen.
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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.
Viertes Kind von Brad Pitt legt Namen des Vaters ab
Maddox, Zahara, Shiloh und jetzt Vivienne: Die jüngste Tochter von Angelina Jolie und Brad Pitt hat als viertes Kind des ehemaligen Paars offiziell den Nachnamen "Pitt" aus ihrem Namen streichen lassen. Eine Richterin in Los Angeles gab dem Antrag auf Namensänderung statt, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Die 18-Jährige heißt nun rechtlich Vivienne Marcheline Jolie statt Vivienne Marcheline Jolie-Pitt. Sie hatte im vergangenen Juli, kurz nach ihrem 18. Geburtstag, entsprechende Papiere eingereicht. Laut der US-Zeitschrift "People" gab sie auf dem Formular "persönliche" Gründe für den Schritt an.
Angelina Jolie und Brad Pitt haben zusammen drei leibliche Kinder: Shiloh und die Zwillinge Vivienne und Knox. Zudem hat das ehemalige Paar drei gemeinsame Adoptivkinder: Maddox, Pax und Zahara. Die lange Beziehung der Hollywood-Stars nahm 2016 ein Ende, als Jolie die Scheidung einreichte. Sie warf Pitt Handgreiflichkeiten ihr und den Kindern gegenüber vor. Die Polizei untersuchte den angeblichen Vorfall, letztlich wurden die Ermittlungen gegen Pitt aber eingestellt. Es folgten jahrelange Streitigkeiten über Sorgerecht und Finanzen.
Tech-Millionär und Familie an Bord: Todesopfer nach Florida-Absturz identifiziert
Beim Absturz eines Privatflugzeugs auf ein Wohngebiet im US-Bundesstaat Florida sind alle neun Insassen ums Leben gekommen (wir berichteten). Nach und nach werden nun Details über die Menschen, die sich an Bord des Jets befanden, bekannt. Wie das Portal TMZ.com berichtet, starb der Tech-Unternehmer Adam Robinson bei dem Unglück. Er und seine Frau Helen waren demnach mit ihren zwei kleinen Kindern, zwei Freunden und ihrer Nanny auf dem Weg in die Bahamas. Sie lebten in Austin, im US-Bundesstaat Texas, von wo aus die Maschine auch gestartet war.
Der Unfall ereignete sich am Sonntagmittag (Ortszeit) am helllichten Tage im Bezirk Palm Beach County. Der Aufprall ließ einen Krater im Asphalt zurück. Trümmerteile seien laut Floridas Gouverneur Ron DeSantis über eine beträchtliche Distanz geschleudert worden. Im Cockpit saßen übereinstimmenden Medienberichten zufolge der 55-jährige Jeff Gregory und die erst 20-jährige Nathalia Gadelha. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt.
40-Jähriger durch Schüsse verletzt - Freundin in U-Haft
Nach den beinahe tödlichen Schüssen auf einen 40-Jährigen im schleswig-holsteinischen Heide hat die Polizei dessen Lebensgefährtin als Tatverdächtige festgenommen. Die 45-Jährige sitze inzwischen wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft, teilten Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Itzehoe mit. Zuvor hatte das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen die Frau einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung mittels einer Waffe erlassen.
Der 40-Jährige war am Samstagabend durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden, hatte es aber noch geschafft, selbst den Rettungsdienst zu verständigen. Aktuell befinde er sich noch in Behandlung, jedoch bestehe keine Lebensgefahr mehr. Weitere Menschen seien durch die Schüsse nicht verletzt oder gefährdet worden. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen zu dem Vorfall auf.
Wasserbecken statt Wahlkampf: Trump stellt renovierten Reflecting Pool vor
Am Tag vor den wichtigen US-Zwischenwahlen hat Präsident Donald Trump die verbleibende Zeit seinem Prestigeprojekt nahe dem Weißen Haus gewidmet. Überraschend detailliert erklärte der Republikaner, wie der "Reflecting Pool" am Lincoln Memorial renoviert wurde. Er könne sich auch vorstellen, den Pool in - Überraschung - "Trump Reflecting Pool" umzubenennen. Erst im weiteren Verlauf seines Auftritts nutzte der Republikaner die Bühne, um mit angeblichen Erfolgen zu prahlen - während viele seiner Landsleute infolge des Iran-Kriegs mit hohen Lebenshaltungskosten und Spritpreisen hadern.
Bei seinem Auftritt behauptete er erneut, dass der Pool mutwillig beschädigt worden sei, obwohl das US-Justizministerium dies längst widerlegt hat. Trump hatte vor Monaten kostspielige Renovierungsarbeiten für das rund 600 Meter lange Wasserbecken veranlasst, dem er einen blauen Schimmer verleihen wollte. Nur wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen das Wasser aber grün. Trump führte das auf Vandalismus zurück. Eine nachträgliche Untersuchung ergab aber, dass die Schäden an der Beckenauskleidung nicht auf Vandalismus zurückzuführen waren - sondern auf gravierende Baumängel, die das beauftragte Bauunternehmen zu verantworten habe.
Krise eskaliert: Libanon schaltet Behörden wegen Schulden Strom ab
Jahrzehntelange Misswirtschaft, fehlende Investitionen, politische Blockaden und seit Jahrzehnten verankerte Korruption: Das sind die Ursachen, warum sich der Libanon in einer chronischen Stromkrise befindet. Das staatliche Stromnetz des Versorgers Electricité du Liban (EDL) kann den Bedarf im Land nicht abdecken. Die Konsequenz: EDL schaltete heute Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Kommunen wegen ausstehender Rechnungen den Strom ab. Zahlreiche Stellen hätten ihre Rechnungen nicht beglichen, teilte der Versorger mit. Viele von ihnen hätten nach der Stromabschaltung erste Zahlungen geleistet, hieß es weiter. Einige Einrichtungen erhielten demnach die Versorgung wieder, nachdem sie Teilzahlungen geleistet und Ratenvereinbarungen für ihre Schulden getroffen hätten. Andere Stellen hätten dagegen bislang keine Zahlungen vorgenommen.
Betroffen waren laut Recherchen libanesischer Medien unter anderem das Parlamentsgebäude, der Grand Serail, der Amtssitz des libanesischen Ministerpräsidenten in Beirut und das Finanzministerium. Das Ministerium für Telekommunikation gab unterdessen bekannt, Stromrechnungen in Höhe von rund 5,2 Millionen US-Dollar (ca. 4,6 Millionen Euro) bezahlt zu haben. Weitere Rechnungen über 1,275 Millionen Dollar seien zur Zahlung aus einem staatlichen Vorschuss eingereicht worden. EDL warnte, die Stromversorgung erneut zu unterbrechen, sollten Einrichtungen ihre Ratenvereinbarungen nicht einhalten oder laufende Rechnungen nicht begleichen.
Röttgen: Verliert Trump die Midterms, "werden sie ihn jagen"
CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erwartet nach einer möglichen Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen eine weitere Eskalation im Machtkampf mit US-Präsident Donald Trump. "Wenn die Demokraten auch nur in einem der beiden Häuser eine Mehrheit bekommen, dann werden sie ihn jagen", sagte Röttgen in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". Zwar stehe Trump formal nicht selbst zur Wahl, "aber es wird über ihn abgestimmt. Über seine Politik".
Röttgen rechnet sogar mit einem Amtsenthebungsverfahren. Die Demokraten könnten dieses im Repräsentantenhaus vorbereiten und beschließen. Das wäre "ein großer Eklat". Für eine tatsächliche Absetzung fehle allerdings die nötige Zweidrittelmehrheit im Senat. Trotzdem werde es diesen Kampf geben. "Die Demokraten werden zum Angriff blasen", sagte Röttgen. Er erwarte "zwei Jahre lang eine Kampfarena". Zugleich werde Trump sich vermutlich noch stärker auf die Außenpolitik konzentrieren und dort verfolgen, "was er nun für sein Bild in der Geschichte für bedeutsam hält", ohne Rücksicht auf andere. "Das wird dann auch Konsequenzen für uns haben."
Die ntv Sendung "Pinar Atalay" wird heute Abend um 20.15 Uhr und 23.30 Uhr auf ntv ausgestrahlt und ist auf Youtube sowie auf der Streamingplattform RTL+ verfügbar.
Hotel-Teil auf 4400 Metern explodiert am Everest - über 50 Betten brennen
Auf dem Weg zum Everest-Basislager brennt im nepalesischen Dingboche das bei Bergsteigern beliebte Good Luck Hotel. Augenzeugen filmen eine Explosion und wie das Feuer binnen Minuten um sich greift. Dutzende Schlafplätze werden zerstört, verletzt wird offenbar niemand. Starker Schneefall erschwert die Rettungsarbeiten.
18 Tote bei russischem Luftangriff auf Dorf in Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach ersten Angaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Die Attacke sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram sowie auf der Plattform X mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde nach weiteren Opfern gesucht. 27 Personen gelten als vermisst, teilte der regionale Militärverwalter Mychajlo Semikin auf Telegram mit.
Aktuelle Informationen entnehmen Sie unserem Ukraine-Liveticker.
Droht Abbruch? Experte begutachtet Eisblock über Schweizer Dorf
Erinnerungen an den verheerenden Felssturz von Blatten im vergangenen Jahr werden wach, doch ein Experte gibt glücklicherweise Entwarnung: Ein gewaltiger Eisblock oberhalb des Schweizer Dorfes Randa ist demnach keine Gefahr für die Einwohnerinnen und Einwohner. Selbst wenn der noch etwa 300.000 Kubikmeter große Eisblock des Gletschers am 4500 Meter hohen Weisshorn in Gänze abbrechen sollte, würde er die Häuser des Dorfes nicht erreichen, sagte der Experte für Naturgefahren des Kantons Wallis, Norbert Carlen. "Zunächst würde er auf ein etwa zehn Fußballfelder großes Hochplateau stürzen." Nur ein Teil des Eisblocks werde über die Kante auch ins Tal fallen. Aktuell deuteten Risse im Eis darauf hin, dass es ohnehin nur zu Teilabbrüchen des Eisblocks kommen werde.
Schon im Sommer und Spätsommer habe sich die Masse des Eisblocks durch folgenlose Teilabbrüche fast halbiert, sagte Carlen. Auch die Bewegung des Eisblocks habe sich verlangsamt. Statt 20 Zentimeter am Tag wie im Sommer betrage sie an manchen Tagen nun weniger als zehn Zentimeter, so der Experte. Die Gemeinde Randa mit ihren knapp 500 Einwohnerinnen und Einwohnern hat seit Wochen für die Gefahrenzone, die außerhalb des eigentlichen Orts liegt, die Gefahrenstufe 3 zuletzt verlängert. Diese zweithöchste Gefahrenstufe bedeutet, dass sich innerhalb des Areals keine Personen aufhalten dürfen. Das eigentliche Siedlungsgebiet sei allerdings nicht betroffen, betonte die Gemeinde.
Nach Söder, Merkel & Co.: Auch Merz spricht sich für Frau als Bundespräsidentin aus
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, dass eine Frau auf Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier folgen soll. "Ich werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen, eine Kandidatin der politischen Mitte. Ich bin festgelegt, in der Frage, dass es eine Frau werden muss", sagte er bei der nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr.
SPD-Ministerin legt Gesetz gegen sexuelle Belästigung vor - Kritik aus CDU folgt prompt
"Sexuelle Belästigungen und sexualisierte Gewalt sind ein massives Problem und gehören für zu viele Frauen zum Alltag", sagt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig. Es brauche "rote Linien und Strafen, die die Täter spüren lassen: Sexuelle Übergriffe sind inakzeptabel". Das gelte für körperliche Gewalt genauso wie für verbale Belästigungen und Bedrohungen. "Egal, ob im eigenen Zuhause, im Netz oder auf Straßen und Plätzen - Frauen müssen sicher sein vor Übergriffen", betont die SPD-Politikerin. Ihr Ministerium legte zum Wochenstart einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, wonach sich künftig strafbar macht, "wer eine andere Person durch eine sexuell bestimmte Äußerung oder Geste belästigt, die geeignet ist, sie einzuschüchtern oder zu bedrängen". Für verbale und nonverbale sexuelle Belästigungen soll demnach ein neuer Tatbestand im Strafgesetzbuch geschaffen werden. Solche Taten sollen künftig mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe bestraft werden können.
Ausgerechnet vom Koalitionspartner folgt daran prompt Kritik: "Nicht jede Geschmacklosigkeit muss gleich eine Straftat sein", sagte Sachsens christdemokratische Justizministerin Constanze Geiert der "Welt". Das Strafrecht sei "das schärfste Schwert des Rechtsstaats und keine Supermoralinstanz". Das SPD-geführte Bundesjustizministerium plane hier einen "Tatbestand mit unklaren rechtlichen Grenzen", kritisierte Geiert. Dadurch würden Erwartungen geweckt, die das Strafverfahren in der Praxis kaum erfüllen könne.
Vierjährige vor 40 Jahren tot neben Autobahn gefunden - jetzt stehen die Eltern vor Gericht
Achtung, dieser Fall ist nichts für schwache Nerven. Fast 40 Jahre ist es her, dass ein vierjähriges Mädchen tot und misshandelt neben der Autobahn in Frankreich gefunden wurde - nun stehen die Eltern des Kindes vor Gericht. Der Mutter wirft die Staatsanwaltschaft Blois vor, ihr Kind so schwer gefoltert oder barbarisch behandelt zu haben, dass es gestorben ist. Dem Vater legt die Anklage zur Last, nicht eingeschritten zu sein und sich so zum Komplizen gemacht zu haben. Den beiden Senioren droht in dem Verfahren lebenslange Haft.
Die Leiche des Mädchens war im August 1987, mitten in den Schulferien, zwischen Orléans und Tours in eine Decke gewickelt am Rande der Autobahn gefunden worden. Medienberichten zufolge wies der Körper der Kleinen unbehandelte Brüche, Verbrennungen und Bissspuren auf. Trotz intensiver Ermittlungen blieb über Jahrzehnte unklar, wer das Kind war. Mehrfach legten die Ermittler den Fall ungeklärt zu den Akten. Über die Jahre hatten sie mehrere DNA-Spuren an Decke und Kleidung der Kleinen aufspüren können. Doch zu wem sie gehörten, wussten sie noch immer nicht. Der Durchbruch gelang 30 Jahre nach dem Tod des Kindes, als eine der DNA-Spuren einem Mittdreißiger zugeordnet werden konnte, der wegen einer Schlägerei festgenommen und in eine Datenbank aufgenommen worden war. Die Ermittler stellten fest, dass es sich um den Bruder des Kindes handeln musste, nahmen die Eltern fest und konnten der Leiche schließlich einen Namen zuordnen.
Bürgermeister Mamdani überrascht beim New-York-Marathon
In den sozialen Medien ist er ausgesprochen beliebt. Seine zahlreichen Fans wünschen sich ihn als Bürgermeister auch in ihrer Stadt. Doch viele New Yorkerinnen und New Yorker dürften Zohran Mamdani nicht freiwillig abgeben. Denn der Demokrat gibt sich volksnah und bewegt etwas in der Metropole. Nun ist Mamdani als Helfer in Erscheinung getreten, als Tausende Läuferinnen und Läufer anlässlich des Marathons durch die Metropole liefen. Er verteilte rettende Drinks am Straßenrand und eine Portion motivierende Worte.
Meghans Vater Thomas Markle in Heim für Demenzkranke verlegt
Thomas Markle, der Vater von Herzogin Meghan, soll in ein Pflegeheim für Demenzkranke verlegt worden sein. Der 82-Jährige wurde nach Angaben der Zeitung "The Sun" am Freitag in die Einrichtung in Florida gebracht, die auf die Betreuung von Menschen mit Gedächtnisstörungen spezialisiert ist. Der Umzug könnte Medienberichten zufolge die Ermittlungen des FBI gegen ihn wegen des Verdachts auf Sexualstraftaten erschweren. Die US-Bundespolizei ermittelt, nachdem Markles Sohn Thomas Markle Jr. behauptet hatte, im Haus seines Vaters auf den Philippinen Lagerboxen mit zahlreichen Bildern von angeblichem Kindesmissbrauch gefunden zu haben. Vergangene Woche soll zudem weiteres Material in einem Lagerraum entdeckt worden sein, den Thomas Markle Sr. angeblich in Rosarito in Mexiko angemietet hatte. Er weist alle Anschuldigungen zurück. Die Vorwürfe bezeichnete er als "Lügen".
Medienberichten zufolge dürfte eine Auslieferung auf die Philippinen unwahrscheinlich sein, da Markle schon seit dem Frühjahr in einer Reha-Einrichtung in Florida lebte. Ihm war nach einer Erkrankung ein Bein amputiert worden. Eine Demenzdiagnose und damit verbundene kognitive Einschränkungen würden für die Polizei nun auch in den USA zusätzliche rechtliche Hürden bei einer Befragung darstellen. Scotland Yard bestätigte unterdessen, dass die britischen Behörden damit begonnen haben, das FBI über Anschuldigungen zu informieren, die in einem Brief von Roslyn Loveless, der ersten Ehefrau von Thomas Markle Sr., vom Januar 2019 erhoben worden waren. In dem Brief wird ihm laut Medienberichten ebenfalls Kindesmissbrauch vorgeworfen.
Passagierflugzeug muss nach Bombendrohung in Budapest landen
Schrecksekunde über den Wolken: Nach einer Bombendrohung gegen einen Wizz Air-Flug aus London hat die betroffene Maschine einen ungeplanten Zwischenstopp in Budapest eingelegt. Das Flugzeug, das nach Sofia unterwegs war, wurde am Flughafen der ungarischen Hauptstadt durchsucht, wie Wizz Air dem ungarischen Nachrichtenportal "24.hu" mitteilte. Die Bombendrohung habe das Cockpit der Maschine beim Durchfliegen des bosnischen Luftraums erreicht, hieß es in den Medienberichten weiter. Der Pilot habe sich infolgedessen für eine außerplanmäßige Landung in Budapest entschieden. In welcher Weise die Bombendrohung übermittelt wurde, ist derzeit unklar. Zwei Kampfflugzeuge der ungarischen Luftwaffe stiegen auf, um das Flugzeug vom Eintritt in den ungarischen Luftraum bis zur Landung zu eskortieren, teilte Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi auf seiner Facebook-Seite mit.
Kind durch manipulierte Süßigkeit verletzt
Was geht nur in den Köpfen von manchen Menschen vor sich? Durch einen von Unbekannten manipulierten Schokoriegel ist ein Mädchen in Niedersachsen verletzt worden. Die Neunjährige erlitt durch eine gut fünf Zentimeter lange Stecknadel in dem Riegel eine Verletzung an der Zunge, als sie die Süßigkeit naschen wollte, wie die Polizei mitteilte. Demnach handelte es sich bei dem Schokoriegel um eine Halloween-Süßigkeit, die von einem Unbekannten in Bremervörde zwischen Bremerhaven und Hamburg verteilt wurde. Zur Schwere der Verletzung konnte die Polizei nichts sagen.
Auch im Landkreis Gifhorn entdeckte ein Kind im Grundschulalter gefährliche Fremdkörper in Halloween-Süßigkeiten. Laut Polizei hatte der Junge über die Medien von den Vorfällen erfahren, bei denen Nadeln oder andere gefährliche Gegenstände in Süßigkeiten gefunden worden waren. Daraufhin habe er seine gesammelten Süßigkeiten überprüft und in Weingummis und Schokoriegeln Fremdkörper entdeckt. Er habe davon nichts verzehrt und sei unverletzt geblieben, hieß es. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Bundesweit sind bereits zahlreiche ähnliche Fälle von manipulierten Süßigkeiten bekannt geworden, etwa auch in der Region Hannover, in Salzgitter oder Bremen.
50 Grad im Kühlschrank: Cyberangriffe auf Supermärkte in mehreren europäischen Ländern
Es klingt wie in einem dystopischen Science-Fiction-Film, ist aber längst Realität: Erneut haben Cyberkriminelle Kühlanlagen in europäischen Supermärkten angegriffen. Die Angreifer sorgten in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland und den Niederlanden dafür, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden. Das berichteten die Nachrichtenagenturen Belga und TT sowie mehrere Medien. In Belgien sind demnach unter anderem Supermärkte von Delhaize, Carrefour und Spar betroffen. Belga berichtet unter Berufung auf den Kühltechnik-Dienstleister Sabcobel von bislang rund zwanzig betroffenen Anlagen.
Damit ist das Ausmaß in Belgien nach bisherigem Stand deutlich geringer als bei einem ähnlichen Angriff in Frankreich Mitte vergangenen Monats. Dort waren etwa 150 Geschäfte betroffen. Nach Angaben von Sabcobel wurden die Anlagen aus der Ferne in den Abtaumodus versetzt. "Wir haben heute Nacht ab 1 Uhr damit begonnen, Techniker zu mobilisieren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen", sagte Sabcobel-Vorstandschef Stephan Moelans der Nachrichtenagentur Belga. Auch in den anderen Ländern war eine begrenzte Zahl von Geschäften betroffen. Der Supermarkt ICA Kvantum in dem schwedischen Ort Sjöbo schrieb auf Facebook, die Temperatur in den Kühl- und Gefrierschränken sei auf bis zu 50 Grad gestiegen, die Probleme seien einem Hackerangriff geschuldet. Man habe die betroffenen Lebensmittel weggeschmissen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, mein geschätzter Kollege Tobias Hauser hat sich in den Feierabend verabschiedet und verläuft sich hoffentlich nicht (Stichwort Abenteuer, letzter Eintrag). Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Abenteurer kehrt nach 28-jähriger Odysee zurück und lernt Enkelin kennen
Ich komme mir ja schon abenteuerlich vor, wenn ich mal eine halbtägige Wanderung mache. Ganz anders ist da Karl Bushby. Nach 28 Jahren und einer 50.000 Kilometer langen Wanderung über vier Kontinente ist der britische Abenteurer in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Hunderte jubelnde Menschen nahmen den 57-jährigen Bushby in Hull im Nordosten Englands in Empfang. "Ich habe das nicht allein geschafft", sagte Bushby in einer kurzen Ansprache vor dem Rathaus. Zahlreiche Menschen in aller Welt hätten ihn bei seinem Abenteuer unterstützt. Der frühere Fallschirmjäger war im November 1998 nach der Trennung von seiner Frau von Chile aus losgewandert, damals war er 29 Jahre alt. Bei einer Odyssee durch Süd-, Mittel- und Nordamerika, der Überquerung der Beringstraße zwischen Alaska und Russland und der weiteren Wanderung durch Zentralasien und Europa setzte er sich selbst zwei Regeln: Keinerlei Transportmittel zum Vorankommen zu benutzen und nur zu Fuß nach Hause zurückzukehren.
Fast drei Jahrzehnte und 29 Länder später erreichte Bushby nun am Montag das Stadtzentrum von Hull, um seine Mutter und seinen Sohn wiederzusehen - und seine zwölfjährige Enkelin kennenzulernen, die er bisher noch nie getroffen hatte. Schon am Sonntag hatten ihm viele Menschen zugejubelt, als er auf dem Weg nach Hull in dichtem Nebel die Humber-Brücke überquerte. Im BBC Radio sagte Bushby, der Empfang habe ihn "absolut überwältigt".
Bizarres Ritter-Turnier auf Leih-Fahrrädern lockt Massen
In einem Londoner Park treffen sich Ritter in voller Rüstung zum Turnier. Statt auf Pferden sitzen die Kämpfer allerdings auf Leihfahrrädern. Der Anbieter Lime sieht das Spektakel gar nicht gern, im Gegensatz zu den Besuchern, die in Massen zur zweiten Austragung strömen.
Eralp ist vor Koalitionsverhandlungen zuversichtlich - Grüne auch
In Berlin haben am Montag die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer rot-grün-roten Regierung begonnen. Dazu kamen Spitzenvertreter von Linken, Grünen und SPD im Abgeordnetenhaus der Hauptstadt zusammen. Zu den Verhandlungsdelegationen gehören unter anderem die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.
Eralp gab sich vor Beginn der Verhandlungen optimistisch. Linke, Grüne und SPD seien sich in vielen Punkten bereits einig, sagte sie vor Journalisten. Sie verwies unter anderem auf die Themen Vergesellschaftung, Mieten, Wirtschaft und Klima. Es gehe um eine "gemeinsame Vision" für Berlin. Rot-Grün-Rot habe ein "klares Votum" der Menschen für die Regierungsbildung, sagte Eralp. Auch Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr zeigte sich zuversichtlich. "Diese Regierung kann ein Aufbruch sein", sagte sie vor Beginn der Gespräche.
Airbus kippt knapp über dem Boden plötzlich zur Seite
Ein Airbus A350 der Singapore Airlines setzt zur Landung im australischen Perth an. Kurz über dem Boden erfasst die Maschine ein plötzlicher Seitenwind, das Flugzeug kippt, ein Flügel ist nur noch knapp über dem Boden. In letzter Sekunde brechen die Piloten den ersten Landeversuch ab.
Merkel soll für CDU zur Bundespräsidenten-Wahl
Die CDU in Schleswig-Holstein will die frühere Kanzlerin Angela Merkel zur Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Jahr entsenden. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Die CDU-Politikerin war 2022 noch von Mecklenburg-Vorpommern ins Rennen geschickt worden. "Nach dem Ausscheiden der CDU-Fraktion aus dem Schweriner Landtag haben wir als Nachbarn die Benennung von Frau Merkel daher gerne und aus voller Überzeugung übernommen", hatte Schleswig-Holsteins CDU-Fraktionschef Tobias Koch die Entscheidung begründet.
Daneben sollen für die CDU unter anderem Bundesbildungsministerin Karin Prien und Ministerpräsident Daniel Günther sowie Ex-Handballstar Patrick Wiencek das nächste Staatsoberhaupt wählen. Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.
Teheran stellt Öffnung von Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran die Öffnung der Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht gestellt, falls die USA den iranischen Bedingungen zustimmen. Über Vermittler sei Washington mitgeteilt worden, dass es möglich wäre, "die Sicherheit in der Straße von Hormus wiederherzustellen und den Verhandlungsprozess innerhalb kurzer Zeit wieder aufzunehmen", sagte Außenministeriumssprecher Esmail Bakaei am Montag.
Ursprünglich hatte der Iran einen Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der strategisch wichtige Meerenge vorgeschlagen. Die mögliche Umsetzung innerhalb von 48 Stunden sei "ein weiterer Hinweis auf den guten Willen Irans", betonte Bakaei. Zu den iranischen Forderungen zählen ein Ende der Kämpfe, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie die Aufhebung der Sanktionen gegen den Ölsektor sowie der US-Seeblockade.
Häuser weitgehend zerstört: Israels Armee zieht aus Hebron ab
Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Militäreinsatzes im Raum Hebron zieht die Armee nach Angaben des Gouverneurs aus der Stadt im Westjordanland ab. Palästinensische Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle in dem Gebiet, sagte Gouverneur Chalid Dudin vor Journalisten. Rund 3.300 Anwohner, die durch den Einsatz vertrieben wurden, könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren. Ihre Häuser seien weitgehend zerstört, sagte Dudin, und kündigte schnelle Schritte zum Wiederaufbau an.
Vor anderthalb Wochen hatten zwei Angreifer aus Hebron zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Auch die beiden mutmaßlich palästinensischen Angreifer wurden getötet. Israels Militär begann daraufhin nach eigenen Angaben einen Anti-Terror-Einsatz, bei dem die Stadt dem Bürgermeister zufolge abgeriegelt wurde.
Luisa Neubauer hat einen Rat für Gen-Z-Demonstranten
Es wird viel darüber geredet, was in Folge der Gen-Z-Proteste am Wochenende geschehen ist. Worüber wenig geredet wird: die Forderungen der Demonstranten und Demonstrantinnen. Das sieht auch Luisa Neubauer so. Den Initiatoren der Gen-Z-Demonstrationen rät die Aktivistin dazu, ihre Themen stärker einzugrenzen. "Es ist einfach leichter, Druck aufzubauen, wenn man Forderungen fokussieren kann", sagte Neubauer im RBB-"Inforadio". Sie könne nachvollziehen, dass die Bewegung sich angesichts der vielen Krisen und Baustellen zerrissen fühle. "Das führt natürlich schnell dazu, dass man sagt, wir müssen das alles angehen." Strategisch gesehen mache es aber Sinn, die Forderungen genauer zu schärfen, auch um sich von anderen abgrenzen zu können. Die Bewegung sei aber eben ein Kind der Zeit. "Und diese Zeit sagt uns, überall sind Krisen, wir wissen gar nicht, wo man anfangen soll."
Auf die Frage, ob es sie nerve, dass mehr über die Gewalt als über die Sorgen der jungen Menschen gesprochen werde, antwortete Neubauer: Ja, sie habe den Eindruck, es sei für einige, die von Anfang an kein Interesse daran gehabt hätten, sich ernsthaft mit den Bedürfnissen junger Menschen auseinanderzusetzen, "so eine Art gefundenes Fressen". Die Art und Weise, wie über die Proteste geredet werde, und dass die Gewalt von wenigen genutzt werde, um eine ganze Bewegung zu diskreditieren, symbolisiere eigentlich schon alles, was schieflaufe. "Junge Leute tun sich zusammen und man behandelt die wie so einen Fremdkörper, vor dem man erst mal Angst haben muss."
Medien: Erster Entwurf für Spritpreisdeckel enthält diverse Ausnahmen
Das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche hat Medienberichten zufolge einen ersten Entwurf für den geplanten Spritpreisdeckel vorgelegt, der demnach diverse Ausnahmen vorsieht. Ein staatlicher Höchstpreis müsse "zeitlich eng begrenzt bleiben", zitierte am Montag das Portal Politico aus dem Entwurf. Das Gesetz führe nicht automatisch einen Preisdeckel ein, sondern schaffe zunächst die rechtliche Möglichkeit dazu, berichteten Politico und "Handelsblatt".
Ein Preisdeckel würde demnach erst gelten, wenn Benzin und Diesel in drei aufeinanderfolgenden Wochen jeweils um mehr als fünf Prozentpunkte über den durchschnittlichen Preissteigerungen der übrigen EU-Staaten liegen. Die Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt prüfe die Voraussetzungen wöchentlich, zitierte Politico aus dem Entwurf - erstmals mit Daten der zweiten vollständigen Januarwoche. Bund und Länder können den Berichten zufolge den Preisdeckel aussetzen, wenn Versorgungsprobleme drohen.
Sanitäter melden Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörden mindestens drei Palästinenser getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, teilen Sanitäter mit. Demnach kamen bei zwei separaten Luftangriffen in Chan Junis im Süden des Küstengebiets zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Eine dritte Person sei bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Al-Mussadar getötet worden. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.
Seit Oktober 2025 gilt formell eine Waffenruhe, Israel fliegt aber immer wieder Angriffe. Seither wurden mehr als 1500 weitere Menschen im Gazastreifen getötet.
Barbra Streisand trauert um ihren Entdecker
Marty Erlichman (1929-2026), der langjährige Manager von Barbra Streisand, ist tot. Er starb im Alter von 97 Jahren. Erlichman hatte die Sängerin im Alter von 19 Jahren entdeckt und begleitete ihre Karriere mehr als sechs Jahrzehnte lang. "Für die Welt war er eine Größe in Hollywood. Für uns war er ein zutiefst hingebungsvoller und liebevoller Vater, Ehemann, Großvater und Fels in der Brandung", erklärte seine Familie laut US-Medienberichten. "Wir empfinden seinen Verlust als großen Schmerz, sind aber unendlich stolz auf das Leben, das er geführt hat, und auf die unauslöschlichen Spuren, die er in der Welt hinterlassen hat."
Auch Barbra Streisand äußerte sich zum Tod ihres Entdeckers. Auf Instagram schrieb sie zu einem gemeinsamen Bild: "Obwohl Marty ein langes und erfülltes Leben hatte, kann einen nichts auf die Realität vorbereiten, einen so geliebten Menschen zu verlieren." Sie fügte hinzu: "Ich habe wirklich geglaubt, dass er ewig leben würde. In meinen Augen war er einfach unverwüstlich - immer an meiner Seite, durch alles hindurch.
"Geld für Kriegsindustrie statt Bildung": Demonstranten blockieren Hamburger Uni-Gebäude
Mehrere junge Demonstranten haben am frühen Morgen Zugänge eines Gebäudes der Universität Hamburg blockiert. Unter anderem Bauzäune und Müllcontainer wurden vor Eingänge der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gestellt.
Auf englischsprachigen Bannern forderten die Demonstranten etwa die Befreiung unterdrückter Menschen oder riefen zu Boykott und Widerstand auf. Man blockiere die Fakultät unter anderem, weil mittlerweile jeder dritte Euro in die Kriegsindustrie fließe anstatt in die Bildung, sagte eine vermummte Aktivistin der Deutschen Presse-Agentur. Man solidarisiere sich mit den Streikenden überall in Europa.
Das wird heute wichtig
Reibung in der Regierung: Verteidigungsminister Boris Pistorius ist auf Distanz zu Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gegangen, der gewaltbereite linke Gruppen und "migrantische Chaoten" für die Krawalle nach Jugend-Demonstrationen verantwortlich gemacht hat. "Was sind denn migrantische Gruppen? Sind das Menschen, die in dritter Generation in Deutschland leben und deutsche Staatsangehörige sind? Wo hören wir auf, das zu differenzieren? Ich glaube, das führt in die falsche Richtung", sagte Pistorius in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".
Außerdem stehen heute folgende Termine an:
Gut sechs Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus starten um 10.00 Uhr Koalitionsverhandlungen zwischen Linke, Grünen und SPD. Die Dreiergespräche dürften einige Wochen dauern.
In Berlin treffen sich heute und morgen Regierungsvertreter, Experten und Tech-Unternehmer aus zahlreichen Ländern zu Beratungen über Chancen, Risiken und Auswirkungen von KI.
Ein halbes Jahr nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Fußgängerzone muss sich ein 34-Jähriger ab 8.00 Uhr vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen.
In Frankfurt wird ab 10.30 Uhr die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Zu dem Festakt werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein erwartet.
Apple warnt Abgeordnete und Regierungsmitglieder vor Hackerangriff
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat einen Hackerangriff auf Geräte von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern bestätigt. Wildberger sagte am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", es handle sich um "eine Meldung von Apple, dass bestimmte Geräte gegebenenfalls kompromittiert wurden mit sogenannter Spyware". Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und alle Betroffenen schriftlich informiert. Konkretere Details nannte der Minister nicht.
Das ARD-Hauptstadtstudio berichtete unter Berufung auf das BSI-Schreiben, iPhones hätten seit Donnerstag eine Bedrohungsbenachrichtigung von Apple erhalten, wonach ein Angriff mit sogenannter Mercenary Spyware erkannt worden sei. "Über den konkreten Anlass und die Hintergründe der Benachrichtigungen liegen uns derzeit keine näheren Informationen vor", schreibt das BSI.
Friedrich Merz erwartet heute Alarmstufe "dunkelrot"
Demütigende Wahlniederlagen, miserable Umfragewerte und Dauerstreit in der Koalition: Das ist die Ausgangslage, wenn der Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz am Nachmittag in Berlin auf die Kreisvorsitzenden seiner Partei trifft. An der Basis hat sich in den letzten Monaten viel Frust über die Bundespolitik angestaut. Schon vor dem Treffen machten viele Kreisvorsitzende ihrem Ärger Luft. In der Diskussion mit dem Kanzler dürfte es zur Sache gehen.
Die Alarmlampe leuchte "dunkelrot", sagt die CDU-Kreisvorsitzende Désirée Schrade aus Frankfurt (Oder). Es gebe Parteiaustritte in "spürbarem" Umfang, die alle mit der Unzufriedenheit mit der Bundespolitik begründet würden. "Da kann man nicht den Deckmantel des Schweigens drüber werfen." Das meint auch der Dresdner Kreisvorsitzende Ingo Flemming. "Die Bürger haben eben nicht den Eindruck, dass Berlin den Schuss gehört hat", sagt er. "Und das ist das, was natürlich hier an der Basis zur Verhärtung führt, was natürlich auch zu einer Diskussion über den Bundeskanzler führt."





