Der Tag
9. Oktober 2026
imageHeute mit Leah Nowak und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:39 Uhr

Das war Freitag, der 9. Oktober 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die wohl absurdeste und zugleich auch verstörendste Schlagzeile des Tages kommt heute unangefochten aus den USA: Dort will die Trump-Regierung einen Mann öffentlich hinrichten lassen - per Livestream. Saudi-Arabien trifft auf Silicon Valley auf die denkbar zynischste Art. Fehlt eigentlich nur noch, dass vorher per Online-Auktion versteigert wird, wer den Abzug betätigen darf. Warum stellt die US-Regierung so eine Barbarei auch noch zur Schau? Angeblich zur Abschreckung, mein US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Stattfinden soll die groteske "Veranstaltung" am 3. Dezember. Todeskandidat ist Nidal Hasan, der 2009 ein Massaker mit 13 Toten und mehr als 30 Verletzten auf einem Militärstützpunkt verübt hatte. Die US-Regierung schafft es tatsächlich, dass man fast auf die Idee kommt, Mitleid mit einem Attentäter zu empfinden. Menschenrechtlerinnen und -rechtler sind mehr als entsetzt. Trump katapultiert mit dieser öffentlichen Hinrichtung ein ganzes Land zurück in die Vergangenheit und stellt einmal mehr unter Beweis, wie sehr er die Menschenwürde mit Füßen tritt. Ja, auch ein Attentäter hat es verdient, nicht als Experiment und Teil einer barbarischen Show herhalten zu müssen.

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Was fällt Pete Hegseth als Nächstes ein? Menschen-Versuche wie zu Zeiten der Nazis? (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Zudem möchte ich Sie noch auf folgende Geschichten vom Tag aufmerksam machen - keine Sorge, es sind auch nicht nur negative Nachrichten darunter:

"Äußerst erfolgreiches Gespräch": Trump: Putin liefert Millionen Tonnen Diesel für USA und Weltmarkt

AfD feixt vor Glück: Der Deutsche Bundestag erlebt seine düsterste Stunde

Bei Wahl von AfD-Mann Rausch: Berichte widerlegen Aussagen von CDU-Abgeordneten in Sachsen-Anhalt

Rausch bald ohne Auto? BMW zieht Dienstwagen für AfD-Landtagspräsidenten zurück

Grabung in Berlin: Archäologen legen DDR-Grenzübergang am Checkpoint Charlie frei

Mäusejäger der Downing Street: Kultkater Larry erholt sich von kleinerer Operation

Peter Thiel greift Pontifex an: Bei KI wird der Papst zum "Antichristen"

Im Wert von fünf Millionen Euro: 30.000 Flaschen Wein: Diebe räumen Lagerhalle leer

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Freitag, der 9. Oktober 2026
21:16 Uhr

Erdbeben der Stärke 7,6 erschüttert Panama - folgt ein Tsunami?

Panama ist von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,6 erschüttert worden. Wie AFP-Reporter berichten, brach in der Hauptstadt Panama-Stadt Panik aus, Hunderte Menschen liefen auf die Straßen, um sich in Sicherheit zu bringen. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben des geologischen Dienstes der USA (USGS) nahe der Stadt Pitaloza Arriba im Zentrum des Landes. Zeit zum Verschnauben haben die Menschen insbesondere an der Küste nicht: Die Behörde gab eine Tsunami-Warnung für den östlichen Pazifik aus.

Erdbeben der Stärke 7,6 erschüttert Panama - folgt ein Tsunami?
20:53 Uhr

US-Sanktionen gegen Weltstrafgericht - was sind die Folgen?

Donald Trump ist der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) schon länger ein Dorn im Auge - lässt das Weltstrafgericht in Den Haag doch seinen Verbündeten, Israels Noch-Premier Benjamin Netanjahu, per Haftbefehl suchen. Trumps Reaktion? Gegen ihm unliebsame Organisationen und Institutionen geht der US-Präsident gern mal mit Sanktionen vor. So finden sich auf Trumps "Schwarzen Listen" auch etwa die Geschäftsführerinnen der Organisation HateAid aus Berlin, die Opfern digitaler Gewalt Hilfe und Rechtsbeistand anbieten. Und nun wagt es auch noch das Nobelkomitee in Schweden, die frühere IStGH-Richterin Navi Pillay mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen - und nicht etwa ihn selbst? (Ironie Ende) Schon an dem skandalösen Gebaren der US-Regierung gegenüber HateAid wurde Anfang des Jahres deutlich, was es für die betroffene Person bedeuten kann, wenn Washington die Daumenschrauben anlegt. Ein lebenslanges Einreiseverbot in die USA - inzwischen von einem US-Gericht für verfassungswidrig erklärt - war da wohl das kleinste Übel:

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Sie hat, was Trump gern hätte: Die südafrikanische Juristin Navanethem "Navi" Pillay (Mitte) wurde gestern mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. (Foto: picture alliance/dpa)
  • Laut US-Außenministerium werden durch die Sanktionen jegliche Vermögenswerte des Internationalen Strafgerichtshofs in den USA gesperrt und müssen dem US-Finanzministerium gemeldet werden.

  • Die rund 900 Mitarbeiter des Gerichts könnten etwa keine Kreditkarten mehr nutzen oder in die USA reisen.

  • US-Bürgern sind sämtliche Transaktionen mit dem Weltstrafgericht verboten. 

  • Schwacher Trost: Die Sanktionen treten nicht sofort in Kraft, sondern erst nach einer Schonfrist von 180 Tagen. Doch das Weltstrafgericht ohnehin schon angeschlagen durch die andauernden Attacken von Trump. Er hatte alle Vertragsstaaten aufgefordert, das Gericht zu verlassen. Und einige, wie etwa Venezuela, haben dem Druck nachgegeben.  

US-Sanktionen gegen Weltstrafgericht - was sind die Folgen?
20:31 Uhr

Schüsse fallen in Berlin - zwei Männer im Krankenhaus

Die Umstände der Tat sind noch unklar, sagte ein Polizeisprecher, aber zwei Männer sind in Berlin wohl heute mit Schutzengeln unterwegs gewesen: Am späten Nachmittag fallen in Berlin-Schöneberg Schüsse, zwei Männer werden verletzt. Den Schüssen soll eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen vorausgegangen sein, schilderten mehrere Augenzeugen. Laut Polizei sind die Schussverletzungen nicht lebensbedrohlich. Die Tatverdächtigen sollen mit einem Fahrzeug geflüchtet sein. Informationen dazu, wie viele es waren und welchen Hintergrund die Tat hat, liegen noch nicht vor. Die Polizei ist nach eigener Aussage gerade dabei, Zeugen zu verhören und Videoaufnahmen auszuwerten. "Wir sind wirklich erst ganz am Anfang", sagte ein Sprecher.

Schüsse fallen in Berlin - zwei Männer im Krankenhaus
19:50 Uhr

In eine Frau verlieben? Bei Maite Kelly "nur zufällig alles Männer"

Wo die Liebe hinfällt ... bei Maite Kelly ist das wohl unabhängig vom Geschlecht: "Ich habe mich immer in Menschen verliebt", sagte die 46-Jährige im Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Bis jetzt waren es zufällig alles Männer. Es kann aber sein, dass ich mich morgen in einen Menschen verliebe, der einen weiblichen Körper hat." Grundsätzlich sei Kelly nach eigener Aussage auch offen für eine Beziehung mit einer Frau. Die Sängerin "schaue Frauen auch manchmal hinterher". Genau das sei "das Schöne am Leben. Es steckt voller Überraschungen".

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Maite Kelly hat auch Augen für schöne Frauen. (Foto: picture alliance / ABBfoto)
In eine Frau verlieben? Bei Maite Kelly "nur zufällig alles Männer"
19:03 Uhr

Vermisster Surfer übersteht Stunden nachts auf der stürmischen Nordsee

Hier mal eine kleine Dosis Good News: Ein vermisster Surfer ist wohlbehalten zurück an Land. Der Mann musste wohl stundenlang nachts mit seinem Surfbrett auf der stürmischen Nordsee ausharren. Die Seenotretterinnen und -retter schwärmten aus, um nach dem 69-Jährigen zu suchen, aber mussten den Einsatz in der Nacht abbrechen. Während sie das Schlimmste befürchteten, kam dann am Morgen die überraschende Nachricht: Der Mann lebt und ist sicher auf der Insel Borkum, meldeten Verwandte des Surfers. Zu dem Zeitpunkt war der Mann bereits 19 Stunden vermisst, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilt. "Er hat großes Glück gehabt", sagte Tilman Hellberg, Vormann des Seenotrettungskreuzers "Hamburg" in einer Mitteilung. "Wir freuen uns sehr, dass dieser Einsatz ein glückliches Ende genommen hat."

Bei der Gelegenheit: Wissen Sie, dass die Seenotrettung in Deutschland komplett aus Spenden finanziert wird? Wer in Norddeutschland unterwegs ist, kennt vielleicht die kleinen Schiffs-Spardosen beim Bäcker oder im Café - dieses Geld kommt der Rettung Schiffsbrüchiger zugute.

Vermisster Surfer übersteht Stunden nachts auf der stürmischen Nordsee
18:49 Uhr

Ermittler: Flydubai-Copilot plante Anschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der vereitelte Absturz eines Passagierflugzeugs der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Weg nach Tel Aviv Ende September war den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zufolge als Selbstmordanschlag geplant. Der Copilot aus dem Oman habe vorgehabt, die Maschine in ein Terminal des Flughafens Ben Gurion in Israel zu steuern, teilte der Generalstaatsanwalt der VAE der Nachrichtenagentur WAM zufolge mit. Der Plan sei von den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 inspiriert gewesen.

Ermittler: Flydubai-Copilot plante Anschlag auf Flughafen Tel Aviv
18:13 Uhr

In Bad Nauheim stinkt's gewaltig - Bahnhof gesperrt

Bad Nauheim in Hessen ist mit seinen 33.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eher ein beschaulicher Ort. Doch schön ist es dort - zumindest am Bahnhof - momentan nicht: Dort hat sich ein übler Geruch breit gemacht. Da die Ursache noch unklar ist, musste der Bahnhof gesperrt und Züge umgeleitet werden. Laut Bundespolizei wird überprüft, ob es Lecks an abgestellten Güterwaggons gibt, die Feuerwehr ist seit dem Nachmittag im Einsatz. Die Angelegenheit könnte also nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sein. Nicht nur der Zugverkehr steht still beziehungsweise macht einen Bogen um Bad Nauheim, sondern auch umliegende Straßen sind laut Polizeiangaben gesperrt.

Update um 20:15 Uhr: Seit 19:30 Uhr können Züge den Bahnhof wieder ansteuern. Laut Bundespolizei wurden keine Lecks an abgestellten Güterwaggons festgestellt. Die genaue Ursache des Geruchs ist immer noch nicht klar.

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Gesperrt wegen Gestank: der Bahnhof in Bad Nauheim. (Foto: Carolin Eckenfels/dpa)
In Bad Nauheim stinkt's gewaltig - Bahnhof gesperrt
17:34 Uhr

Tornado wütet heftig auf Sizilien - mehrere Verletzte

Sizilien ist für viele deutsche Touris ein "Place to be", aber momentan gilt das nicht so: Auf der italienischen Mittelmeerinsel wüteten heftige Unwetter. Nach Angaben der Feuerwehr wurde sogar ein Tornado nahe der Hafenstadt Marsala gesichtet und richtete Schäden an Gebäuden und setzte Autos aufs Dach. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Tornado wütet heftig auf Sizilien - mehrere Verletzte
17:07 Uhr

Vom Kino in die Kneipe? James Bond ist jetzt Pub-Besitzer

"Geschüttelt, nicht gerührt" - bei der wohl bekanntesten Drink-Bestellung der Welt könnte "James Bond" bald auf der anderen Seite des Tresens stehen: Daniel Craig wird Kneipenbesitzer. Der ehemalige 007-Darsteller hat sich an einem traditionsreichen Londoner Pub beteiligt. Zusammen mit drei Geschäftspartnern gehört ihm jetzt das rund 250 Jahre alte Lokal namens "The Horseshoe" im Stadtteil Clerkenwell. Doch bei einem Meeting wären wohl nicht nur die vier Geschäftspartner anwesend: Dort soll auch ein ungewöhnlicher Bewohner sein Unwesen treiben: ein Geist. Die britische "Times" hat sogar mehr Details zu dem übernatürlichen Geschöpf: Im Keller der Kneipe soll der Geist eines ehemaligen Henkers namens Gilbert herumspuken. Der 58-jährige Hollywoodstar nimmt die Geschichte mit Humor: "Ich weiß nicht, was er trinkt, aber vielleicht müssen wir ihm dort unten ein Bier hinstellen", scherzte der Schauspieler und richtete sich gedanklich gleich an den Geist: "Hier, bitte schön, Gilbert."

Und nicht nur den Geist können Sie dort treffen: Nach der Renovierung soll der Pub 2027 wieder öffnen und "007" will auch mal vor Ort sein. Am Freitagabend sei die Chance am größten, ihn dort zu treffen, verrät der Neuling im Pub-Business. Doch seine Familie ist in der Branche ganz und gar nicht neu: Seine Eltern betrieben einst einen Pub im englischen Frodsham, auch seine Großeltern führten eine Kneipe in Chester. 

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Daniel Craig (Foto: picture alliance / ipa-agency)
Vom Kino in die Kneipe? James Bond ist jetzt Pub-Besitzer
16:25 Uhr

Autofahrer rast vor der Polizei davon - mit Kindern im Auto

Die Polizei will ein Auto in Hamm kontrollieren, aber plötzlich gibt der Fahrer Gas und rast über die A2 davon - mit zwei minderjährigen Kindern im Wagen. Später in Dortmund können die Beamten das Auto ausfindig machen und dann stellt sich wohl auch heraus, warum der 35-Jährige die Flucht ergriff: Der Mann war zum einen für zwei Verkehrsunfälle verantwortlich, nach denen er flüchtete, wie die Polizei mitteilt Zudem gehörten die an den Wagen angebrachten Kennzeichen nicht zu dem Fahrzeug. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet.

Autofahrer rast vor der Polizei davon - mit Kindern im Auto
15:50 Uhr

Schlammlawine reißt Autos mit - Fahrer holt Handy raus

Was tut man in einem Moment der Todesangst? Immer wieder greifen Menschen in solch brenzligen Situationen zum Handy. So auch ein Autofahrer in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile. Als Starkregen die Flüsse über die Ufer steigen lässt und eine Schlammlawine erzeugt, wird er mit seinem Wagen plötzlich mitgerissen und es wird ziemlich dunkel im Fahrzeug. Überall ist Schlamm, das Auto dreht sich in den Massen: 

Schlammlawine reißt Autos mit - Fahrer holt Handy raus
15:16 Uhr

Gegen rund 150.000 Menschen liegen Haftbefehle vor

148.311 Menschen versuchen wohl gerade, eine Begegnung mit der Polizei zu vermeiden - gegen so viele Menschen lag zum Stichtag am 1. Juli ein Haftbefehl vor. Die meisten von ihnen sind Deutsche sowie Staatsangehörige aus Rumänien und Polen. Das teilt die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des AfD-Abgeordneten Sebastian Münzenmaier hin mit. Daraus geht auch hervor, dass von den rund 150.000 Menschen 11,2 Prozent ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen, 1,5 Prozent waren demnach deutsche Doppelstaatler. 87,9 Prozent der Gesuchten besaßen nur eine oder mehrere ausländische Staatsbürgerschaften oder die Staatsangehörigkeit war unbekannt. Bei den Neuerfassungen zu offenen Haftbefehlen ist der Anteil Deutscher den Angaben zufolge größer. 2025 lag er bei 38,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl nur minimal verändert (148.515).

Gegen rund 150.000 Menschen liegen Haftbefehle vor
14:35 Uhr

Hurrikan "Isaias" nimmt Kurs auf US-Küste - mit Gewitter im Gepäck

Da kommt was zu auf die USA: Wie Satelliten-Aufnahmen zeigen, rollt ein Hurrikan auf der Atlantik-Seite auf die US-Küste zu. Und "Isaias" ist nicht allein - er bringt auch Gewitter mit, wie die Aufnahmen aus dem All zeigen. Modelle sagen voraus, dass er bis tief ins Landesinnere vordringen könnte.

Hurrikan "Isaias" nimmt Kurs auf US-Küste - mit Gewitter im Gepäck
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Leah Nowak kann den Feierabend einläuten, aber für "Der Tag" geht es natürlich noch weiter und zwar mit mir im Endspurt bis zum späten Abend. Mein Name ist Johanna Ohlau und ich halte Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Sie haben Fragen, Hinweisen und Kritik? Dann schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
13:55 Uhr

Suche nach vermisster Frau in Bayern: Menschliche Überreste gefunden

Bei Grabungsarbeiten in einem fast 20 Jahre alten Vermisstenfall sind in Bayern menschliche Überreste gefunden worden. Ob diese von der vor mehreren Jahren verschwundenen Kerstin Lee Langley stammten, müsse eine rechtsmedizinische Untersuchung aber noch klären, teilte die Polizei in Regensburg mit.

Die Polizei hatte die Grabungsarbeiten nach neuen Hinweisen in einem Wiesen- und Waldbereich in Kadenzhofen im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz am Donnerstag begonnen. Die Beamten sprachen von einem neuen konkreten Hinweis, der bei ihnen eingegangen sei.

Der Bruder der damals 39 Jahre alten Kerstin Lee Langley hatte sie im Sommer 2007 als vermisst gemeldet. Ihr damaliger Lebensgefährte gab laut den Ermittlern an, sie habe sich von ihm getrennt und sei mit einem alten Freund in einem dunklen Auto mit Deggendorfer Kennzeichen davongefahren. Bisher gelang es der Polizei nicht, diesen "alten Freund" ausfindig zu machen. Das bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise eine Belohnung von 10.000 Euro ausgeschrieben.

Suche nach vermisster Frau in Bayern: Menschliche Überreste gefunden
13:24 Uhr

Menschenkette hindert AfD-Politiker an Teilnahme an Gedenken in Halle

Der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Tillschneider ist bei einer Gedenkveranstaltung zum antisemitischen Anschlag von Halle am Zutritt gehindert worden. Wie die Polizei mitteilte, bildeten mehrere Anwesende kurz vor Beginn eine Menschenkette vor dem Eingang zum Synagogengelände. Nach längerer Diskussion verließ Tillschneider den Ort.

Die Polizei sprach von einer spontanen Versammlung. Die Situation sei ruhig geblieben, Einsatzkräfte hätten zwischen dem Politiker und den Demonstrierenden vermittelt. In Halle wird an den Anschlag vom 9. Oktober 2019 erinnert. Damals hatte ein Rechtsextremist versucht, in die Synagoge einzudringen. Anschließend erschoss er zwei Menschen und verletzte weitere. Die AfD wird in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuft.

Menschenkette hindert AfD-Politiker an Teilnahme an Gedenken in Halle
12:40 Uhr

Catherine Zeta-Jones hat "keine Lust" auf Memoiren ihres Mannes

Catherine Zeta-Jones hat die Memoiren ihres Ehemanns Michael Douglas bislang nicht gelesen. In der US-Sendung "Today" erklärte die Schauspielerin, dass ihr nach langen Drehtagen schlicht die Zeit fehle. Allerdings liege es nicht nur daran: "So sehr ich meinen Mann auch liebe: Wenn ich abends müde bin, habe ich nicht die geringste Lust, über ihn zu lesen."

In seinem Buch "One Helluva Ride" erzählt Douglas, wie er sich 1998 beim Anblick von Zeta-Jones im Film "Die Maske des Zorro" in sie verliebte. Bei ihrem ersten persönlichen Treffen in Frankreich habe er ihr gesagt: "Ich werde der Vater deiner Kinder sein." Das Paar ist seit 2000 verheiratet und hat zwei gemeinsame Kinder. In einem eigenen Kapitel beschreibt Douglas seine Frau als "klug, witzig, bodenständig und ja, atemberaubend schön". Trotz ihrer fehlenden Lektüre empfiehlt Zeta-Jones die Memoiren anderen - und warnt, man solle sich dabei gut festhalten.

Catherine Zeta-Jones hat "keine Lust" auf Memoiren ihres Mannes
12:03 Uhr

Spektakel vor BGH: Kunstfälscher will seine Millionenfälschung zurück

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe befasst sich mit einem besonderen Streit um ein gefälschtes Millionen-Gemälde: Der Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi will das Bild zurückhaben, das er als Werk des Malers Heinrich Campendonk ausgegeben hatte. Es galt als das lange verschollene Werk "Rotes Bild mit Pferden" und war 2006 für fast 2,9 Millionen Euro versteigert worden. 2010 flog die Fälschung auf, nachdem Untersuchungen ein Pigment nachwiesen, das es zur angeblichen Entstehungszeit noch nicht gab.

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Sogar die Holzwurmlöcher waren unecht. (Foto: picture alliance / dpa)

Der damalige Käufer gab das Bild gegen Rückerstattung des Kaufpreises an das Auktionshaus zurück. Dieses verkaufte es später als Werk Beltracchis weiter. Vor dem BGH geht es nun um die Frage, ob dieser rechtlich Eigentum an dem Bild zurückerlangen konnte. In den Vorinstanzen war seine Klage erfolglos. Der BGH will sein Urteil am 15. Januar verkünden.

Spektakel vor BGH: Kunstfälscher will seine Millionenfälschung zurück
11:04 Uhr

Königin fliegt Kampfjet - und fällt ihrem Mann zu Füßen

Die thailändische Königin Suthida wagt ihren ersten Alleinflug in einem Gripen-Jet. Ihr Ehemann, König Maha Vajiralongkorn, wartet am Boden auf sie. Auf dem Luftwaffenstützpunkt im Süden des Landes geht sie plötzlich auf die Knie.

Königin fliegt Kampfjet - und fällt ihrem Mann zu Füßen
10:31 Uhr

Schreckmoment in Paris: Céline Dion stürzt auf der Bühne

Schreckmoment für Céline Dion und ihre Fans: Die Sängerin ist bei einem Konzert in Paris gestürzt. Wie Videos in sozialen Medien zeigen, rutschte die 58-Jährige bei einem Tanzschritt während des Songs "Dans un autre mode" aus und stürzte zu Boden. Dion stand jedoch sofort wieder auf, gab mit einem Daumen nach oben Entwarnung und setzte ihren Auftritt fort. Augenscheinlich blieb sie unverletzt.

Für Dion ist es das erste große Konzert-Comeback seit rund sechs Jahren. Die Sängerin leidet am Stiff-Person-Syndrom, einer neurologischen Erkrankung, die unter anderem zu Muskelversteifungen führt. Ihre insgesamt 16 Konzerte in Paris waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Für Mai 2027 kündigte sie eine weitere Konzertreihe an.

Schreckmoment in Paris: Céline Dion stürzt auf der Bühne
09:49 Uhr

Routenplan mit KI: 16-Jähriger muss per Hubschrauber gerettet werden

Ein 16-Jähriger ist nach einer missglückten Routenplanung mit einem KI-Chatbot an einer gefährlichen Felswand bei Vancouver gestrandet. Wie die "New York Times" berichtet, hatte Bryce Vincent Gowryluk den Chatbot Claude genutzt, um seinen Weg auf den Crown Mountain zu planen. Dabei landete er versehentlich an einer steilen Felswand, für die eine Kletterausrüstung nötig ist.

Der Jugendliche saß auf einem schmalen Felsvorsprung fest und alarmierte die Polizei. Ein Rettungsteam brachte ihn schließlich per Hubschrauber in Sicherheit. Ein Rettungsmanager warnte, KI ersetze beim Wandern weder Ortskenntnis noch Erfahrung und gesunden Menschenverstand.

Routenplan mit KI: 16-Jähriger muss per Hubschrauber gerettet werden
09:32 Uhr

Airbnb bietet Versicherung gegen Regen im Urlaub an

Die Unterkunftsplattform Airbnb bietet Gästen künftig einen kostenpflichtigen Wetterschutz an. Wie das Unternehmen mitteilte, erhalten Versicherte automatisch Geld zurück, wenn während ihres Aufenthalts bestimmte Regenmengen erreicht werden. Die Höhe der Auszahlung liegt je nach Vertrag zwischen 50 und 1000 Euro pro Tag.

Die Versicherung läuft über den Anbieter Chubb und kann von Gästen mit Wohnsitz in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern bei der Buchung hinzugefügt werden. Sie kostet im Schnitt 4,9 Prozent des Reisepreises, maximal zehn Prozent.

Airbnb bietet Versicherung gegen Regen im Urlaub an
09:01 Uhr

Zehn Tote nach Prügelei in mexikanischem Gefängnis - Kleinkind darunter

Bei einem Gewaltausbruch in einem Gefängnis im Westen Mexikos sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und 16 weitere verletzt worden. Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten, waren am Donnerstag (Ortszeit) während der Besuchszeit in der Haftanstalt in Mazatlán Schüsse gefallen. 

Auslöser soll nach ersten Erkenntnissen ein Streit unter Häftlingen gewesen sein. Das Sicherheitspersonal habe daraufhin eingegriffen und die Situation unter Kontrolle gebracht. Auch schwer bewaffnete Polizeieinheiten kamen zu Hilfe. Bei den Todesopfern handelt es sich den Behörden zufolge um neun Gefangene sowie ein Kleinkind, das mit Angehörigen zu Besuch gekommen war. 

Zehn Tote nach Prügelei in mexikanischem Gefängnis - Kleinkind darunter
08:13 Uhr

23-Jähriger Bundeswehr-Rekrut stirbt bei Sportübung

Ein 23 Jahre alter Bundeswehr-Rekrut ist wenige Tage nach Dienstantritt bei den Mittenwalder Gebirgsjägern während einer Sportausbildung zusammengebrochen und gestorben. Nach Angaben der Bundeswehr erlitt der junge Mann einen Schwächeanfall und wurde zunächst erstversorgt und später in einem Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen reanimiert. Dort starb er im Beisein seiner Angehörigen.

Die Ausbildung bei den Gebirgsjägern gilt als körperlich besonders anspruchsvoll, häufig haben Rekruten den höchstmöglichen Tauglichkeitsgrad T1. Die Bundeswehr kündigte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls an. Das psychosoziale Netzwerk der Streitkräfte stehe den Angehörigen und betroffenen Soldaten zur Unterstützung bereit.

23-Jähriger Bundeswehr-Rekrut stirbt bei Sportübung
07:56 Uhr

Hunderte Menschen gedenken in Bernau jugendlichen Unfallopfern

Der Ort Bernau trauert um vier tote Jugendliche. Hunderte Menschen nehmen an einer Andacht teil, Dutzende stellen später auch Kerzen am Unfallort auf. Die Verstorbenen waren zwischen 14 und 19 Jahre alt. Sie waren am Mittwochabend mit ihren Mopeds auf einer Landstraße unterwegs, als ein 61-jähriger auf der Gegenfahrbahn überholen wollte und in die Gruppe fuhr. Der Autofahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung. Gegen den Mann, der beim Überholen in die Mopeds der vier Jugendlichen gefahren ist, wird ermittelt.

Hunderte Menschen gedenken in Bernau jugendlichen Unfallopfern
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

in Oslo wird der diesjährige Träger des Friedensnobelpreises bekannt gegeben. Angesichts der angespannten Weltlage steht das norwegische Komitee vor der Erwartung, ein Zeichen für die Verteidigung von Demokratie, Völkerrecht und Menschenrechten zu setzen. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderem Papst Leo, der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) sowie lokale Hilfsgruppen im Sudan. US-Präsident Donald Trump, der in der Vergangenheit intensiv für sich selbst als Preisträger geworben hatte, werden angesichts des Iran-Kriegs kaum Chancen auf die Auszeichnung eingeräumt.

 Das wird heute außerdem wichtig: 

  • Die Wirtschafts- und Finanzminister der Europäischen Union treffen sich in Luxemburg. 

  • Linke, Grüne und SPD setzen in Berlin ihre Sondierungsgespräche fort. Heute soll es um den Landeshaushalt gehen.

  • Der russische Präsident Wladimir Putin und der iranische Präsident Massud Peseschkian kommen in Turkmenistan zu einem bilateralen Gespräch zusammen.

  • In Berlin findet die mündliche Verhandlung über die Klage gegen das Bundeskanzleramt zur "Zeitenwende"-Rede von Olaf Scholz statt.

  • Das Statistische Bundesamt verkündet Zahlen zu Baupreisen für Wohngebäude, Insolvenzen und Todesursachen.

  • 120 Millionen Euro: Gegen 21.00 Uhr werden in Helsinki die Gewinnzahlen für den Eurojackpot gezogen. Sollte ein Spieler aus Deutschland den Jackpot knacken, wäre der deutsche Lottogewinnrekord eingestellt.

  • Borussia Dortmund trifft zum Start des fünften Bundesliga-Spieltags im Traditionsduell auf den SV Werder Bremen. 

Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de. 

Das wird heute wichtig
07:27 Uhr

Beschmierte Bibeln: Republikaner setzten im US-Wahlkampf auf KI-Werbung

Vor den US-Kongresswahlen am 3. November setzen Kandidaten auf täuschend echte KI-Videos, um politische Gegner anzugreifen. Besonders republikanische Bewerber verbreiten solche Deepfakes. In Texas verbreitete der Republikaner Ken Paxton ein KI-Video, in dem sein demokratischer Konkurrent James Talarico scheinbar eine Bibel beschmiert und sich abfällig über das Christentum äußert. In Wisconsin veröffentlichte der Republikaner Derrick Van Orden ein nicht gekennzeichnetes KI-Video seiner Herausforderin Rebecca Cooke, in dem diese Wähler beschimpft. Auch in Ohio kam KI-Wahlwerbung gegen den Demokraten Sherrod Brown zum Einsatz.

Eine Studie der Wesleyan University identifizierte mindestens 164 politische Werbeanzeigen, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet wurden. Rund 80 Prozent davon stammten von Republikanern oder republikanernahen Gruppen. Experten warnen, die Flut gefälschter Inhalte könne das Vertrauen in politische Informationen untergraben – weil Menschen zunehmend auch echte Aufnahmen für manipuliert halten könnten.

Beschmierte Bibeln: Republikaner setzten im US-Wahlkampf auf KI-Werbung
06:39 Uhr

BMW zieht Angebot zurück: Kein neues Auto für AfD-Landtagspräsidenten

BMW will dem Landtag Sachsen-Anhalt kein Fahrzeug mehr für den Landtagspräsidenten zur Verfügung stellen. Wie die "Zeit" unter Berufung auf die Landtagsverwaltung berichtet, zog der Münchner Autokonzern am 6. Oktober ein zuvor unterbreitetes Leasingangebot zurück – am selben Tag war der AfD-Politiker Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten gewählt worden.

BMW wollte den Fall nicht kommentieren. Der bisherige Dienstwagen, ein 7er-BMW, kann nur noch bis November genutzt werden. Bislang liegt dem Landtag nach eigenen Angaben kein Ersatzangebot eines anderen großen deutschen Autoherstellers vor.

BMW zieht Angebot zurück: Kein neues Auto für AfD-Landtagspräsidenten
05:59 Uhr

ICE-Beamter schießt auf Mann in New York - Kind im Auto

Ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat bei einem Einsatz in New York einen Mann angeschossen und verletzt. Der Mann sei am Leben und werde im Krankenhaus behandelt, teilte das US-Heimatschutzministerium auf X mit.

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FBI-Agenten versammelten sich am Tatort. (Foto: Seth Wenig/AP/dpa)

Nach Angaben von Bürgermeister Zohran Mamdani umringten Einsatzkräfte das Auto des Mannes, in dem sich auch ein fünfjähriges Kind befand. Dann seien mehrere Schüsse gefallen. Das Kind blieb körperlich unverletzt. Nach Angaben des Heimatschutzministeriums ist der Mann wegen schweren Diebstahls verurteilt und in der Vergangenheit mehrfach festgenommen worden. Mamdani bezeichnete den Vorfall als "nicht zu rechtfertigen" und forderte US-Präsident Donald Trump auf, alle ICE-Einsätze in New York einzustellen.

ICE-Beamter schießt auf Mann in New York - Kind im Auto