Der Tag
3. November 2026
imageHeute mit Tobias Hauser und Heidi Ulrich
Zum Archiv
19:46 Uhr

Autofahrer brettert bei wilder Flucht über Gehweg

Die Berliner Polizei hat einen Mann und eine Frau festgenommen, gegen die Haftbefehle vorlagen. Doch bis zu diesem Punkt ist viel passiert: Der Polizei zufolge flüchteten die beiden Autoinsassen am frühen Nachmittag vor einer Zivilstreife mit Blaulicht auf dem Dach, die sie kontrollieren wollte. Dabei soll der flüchtende Fahrer in der Uhlandstraße in Berlin-Charlottenburg über den Gehweg gefahren sein. Außerdem soll er versucht haben, die Beamten durch Wendemanöver anzufahren. Einem Polizeisprecher zufolge schoss ein Polizist auf einen Reifen des Autos, um es zu stoppen. Das Auto fuhr demnach parkende Fahrzeuge an und brach auf dem Gehweg durch Poller. Es sei lebensgefährlich gewesen für Passanten, sagt der Polizeisprecher. "Die sind zur Seite gesprungen." Es sei aber niemand verletzt worden. Mit dem Schuss auf einen Reifen sei das Auto gewissermaßen "aus dem Rennen genommen" worden, so der Sprecher. Schließlich sei der Wagen stecken geblieben. Die Festgenommenen haben laut Polizei offene Freiheitsstrafen. Außerdem sollen sie falsche Papiere bei sich gehabt haben.

Autofahrer brettert bei wilder Flucht über Gehweg
19:01 Uhr

Trump: Neuer US-Angriff auf Iran ist "kein Krieg" 

Der Krieg gegen den Iran ist in den USA unbeliebt, doch er hält an. Das US-Militär hat den Iran erneut angegriffen. Präsident Donald Trump bestätigt einen "kleineren Angriff" in der vergangenen Nacht. "Es war kein Krieg", behauptet er beim Sender Fox News. Das US-Militär habe eine iranische Luftabwehreinrichtung direkt nach ihrem Aufbau attackiert, erklärt er. Zuvor hatten mehrere US-Medien über begrenzte Angriffe auf die Insel Keschm in der Straße von Hormus berichtet. Die iranische Nachrichtenagentur Irna sprach von fünf kurz aufeinander folgenden Explosionen auf der Insel. Der Angriff erfolgte kurz vor den Zwischenwahlen in den USA, in denen Trumps Republikanern auch wegen des Iran-Kriegs Stimmverluste drohen. Noch Anfang Oktober hatte Trump angekündigt, bis zu den Parlamentswahlen auf Angriffe zu verzichten. Mehr dazu hier.

Trump: Neuer US-Angriff auf Iran ist "kein Krieg" 
18:21 Uhr

Unterwäsche-Fotos von Bellingham lassen Netz durchdrehen

Jude Bellingham begeistert normalerweise mit seinen Leistungen auf dem Fußballplatz. Jetzt sorgt der englische Nationalspieler auch abseits des Rasens für Aufsehen – und zwar ziemlich freizügig. Für Calvin Klein zeigt er sich in Unterwäsche. Die Bilder sorgen im Netz bereits für reichlich Begeisterung.

Unterwäsche-Fotos von Bellingham lassen Netz durchdrehen
17:34 Uhr

Paris Jackson will 600 Millionen Dollar aus dem Nachlass ihres Vaters

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Die drei Kinder des King of Pop: Prince, Paris und Blanket Jackson (Foto: picture alliance / Mike Raison/dmg media Licensing)

Paris Jackson streitet mit der Nachlassverwaltung ihres verstorbenen Vaters um die Auszahlung sehr hoher Summen. Dabei geht es um Geld für einen Treuhandfonds, der Michael Jacksons drei Kindern zugutekommen soll. Laut US-Medien erklärt die 28-Jährige in Gerichtsdokumenten, dass mit dem Nachlass seit dem Tod ihres Vaters Milliarden von Dollar erwirtschaftet worden seien. Der Fonds habe allerdings nicht wie von ihrem Vater beabsichtigt Gelder erhalten. Den Berichten zufolge beantragt sie deswegen eine Teilauszahlung an den Fonds von 600 Millionen Dollar oder eine Summe, die das Gericht für angemessen hält.  

  • Die Nachlassverwaltung behauptet hingegen, dass der Fonds nicht voll finanziert werden könne, bis mehrere rechtliche Angelegenheiten geklärt seien, darunter eine Forderung der US-Steuerbehörde, die zunächst 700 Millionen Dollar umfasste. Mehr als 200 Millionen Dollar seien bereits an Paris Jackson und weitere Begünstigte gezahlt worden. Laut Testament erhalte "keines seiner Kinder eine Ausschüttung, bevor es in seinen Dreißigern ist". 

  • Der Fonds war laut Berichten ursprünglich so eingerichtet worden, dass die Geschwister ab ihrem jeweiligen 21. Geburtstag Geld aus Einnahmen erhalten sollten. An ihren 30., 35. und 40. Geburtstagen sollten sie zudem in Teilen Ausschüttungen aus dem eigentlichen Vermögen bekommen.

Paris Jackson will 600 Millionen Dollar aus dem Nachlass ihres Vaters
16:56 Uhr

Wirbelsturm zerlegt Strandrestaurant binnen Sekunden

In Süditalien trifft eine Windhose auf die Küste, zerlegt dort ein Strandrestaurant innerhalb von wenigen Sekunden. Eine Überwachungskamera hält den Moment fest. Bereits am Sonntag filmen Augenzeugen einen anderen Wirbelsturm vor der Küste der Insel Ponza.

Wirbelsturm zerlegt Strandrestaurant binnen Sekunden
16:25 Uhr

Noch zwei Flugzeuge wegen Bombendrohung durchsucht 

Seit Tagen häufen sich in Europa Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge. Heute trifft es nicht nur zwei Maschinen nach Warschau, sondern auch noch zwei Flieger mit dem Ziel Rom-Fiumicino: Die Maschinen, die aus Lissabon und Dublin gekommen waren, wurden nach anonymen Hinweisen auf mögliche Bomben an Bord überprüft. Nach den Landungen kontrollierten Einsatzkräfte Flugzeuge, Passagiere und Gepäckstücket. Dabei wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Beim Landeanflug einer der Maschinen stiegen Kampfjets der Luftwaffe auf, um das Flugzeug zu eskortieren. Auch in Warschau wurden nach Behördenangaben keine Sprengsätze gefunden. Ob die Vorfälle in Italien, Polen, Bulgarien und Ungarn zusammenhängen, ist unklar.  

Noch zwei Flugzeuge wegen Bombendrohung durchsucht 
16:16 Uhr

Renten sollen deutlich steigen

Die über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können zum 1. Juli auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge hoffen. In vorläufigen Berechnungen gehe das Bundesarbeitsministerium von einer Erhöhung um 4,09 Prozent aus, berichten mehrere Medien. Dies gehe aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2026 hervor. Festgelegt wird das Plus aber erst im Frühjahr, wenn alle notwendigen Daten zur Lohnentwicklung vorliegen.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll demnach bis Ende 2027 stabil bei 18,6 Prozent bleiben. 2028 dürfte er kräftig steigen auf 19,7 Prozent. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 20,0 Prozent erwartet. Mehr dazu hier.

Renten sollen deutlich steigen
15:57 Uhr

Trump kündigt vorzeitiges Ende milliardenschwerer Hilfen an Israel an 

Während in den USA die Kongress-Wahlen laufen, kündigt Präsident Donald Trump an, milliardenschwere Hilfen an Israel zum Jahresende einzustellen. Er und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seien übereingekommen, dass Israel nicht mehr auf die Zuschüsse in Höhe von vier Milliarden US-Dollar angewiesen seien, sagt Trump dem Sender Fox News. Trump behauptet, dass die Idee dazu von Netanjahu gekommen sei, um die seit Jahren andauernde "Verschwendung" an Geldern zu unterbinden. Von israelischer Seite ist dies bisher nicht bestätigt. Netanjahu hatte in Interviews in diesem Jahr bereits angekündigt, er wolle die jährliche US-Militärhilfe von derzeit rund 3,8 Milliarden Dollar innerhalb eines Jahrzehnts vollständig auslaufen lassen. Die Zusammenarbeit mit Washington, insbesondere bei der Raketenabwehr, solle jedoch fortgesetzt werden. Vor zehn Jahren waren für die Zeit von 2019 bis 2028 Hilfen von insgesamt 38 Milliarden Dollar vereinbart worden. Ziel war damals unter anderem gewesen, Handlungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der vom Iran unterstützten schiitischen Hisbollah-Miliz zu stoppen. 

Trump kündigt vorzeitiges Ende milliardenschwerer Hilfen an Israel an 
15:28 Uhr

Empörung über Modechef: Schauspielerin vor Kameras berührt

Nach einem Luxus-Event in Shanghai steht Modeunternehmer Brunello Cucinelli in der Kritik. Ein Video zeigt, wie der 73-Jährige die Schauspielerin Liu Tao offenbar an der Brust berührt. Bislang haben sich weder Cucinelli noch sein Unternehmen dazu geäußert.

Empörung über Modechef: Schauspielerin vor Kameras berührt
15:10 Uhr

Hacker drehen wohl auch an deutschen Kühltheken die Temperatur hoch

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Leergeräumte Kühltheken in einem Supermarkt im nordrhein-westfälischen Wetter: Alles muss entsorgt werden. (Foto: dpa)

Auch hier in Deutschland sind in den letzten Tagen mehrere Supermärkte mutmaßlich Opfer eines Hackerangriffs auf Kühlanlagen geworden. In Wuppertal, in Wetter bei Hagen, im Münsterland und in Lilienthal bei Bremen wurden Kühlanlagen laut Polizeiangaben vermutlich durch einen Hackerangriff lahmgelegt. Die Temperatur sei so hoch eingestellt worden, dass Lebensmittel verdorben seien und entsorgt werden mussten, sagen Polizeisprecher. 

In dem Lilienthaler Supermarkt zum Beispiel fielen in der Nacht auf Montag Bedientheken, Kühlhäuser und Tiefkühltruhen aus, wie der Inhaber mitteilt. Die Anlagen heizten sich demnach auf 30 Grad auf. Es hätten Waren im Wert von 360.000 Euro weggeworfen werden müssen. Betroffen ist auch ein von der Arbeiterwohlfahrt betriebener Supermarkt in Wetter-Volmarstein im Ennepe-Ruhr-Kreis. Der eigentliche Angriff sei auf die Firma erfolgt, die die Kühlanlagen aus der Ferne warte, heißt es dort. Cyberkriminelle hatten in den vergangenen Tagen unter anderem in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden dafür gesorgt, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden. Mehr dazu hier.

Hacker drehen wohl auch an deutschen Kühltheken die Temperatur hoch
14:41 Uhr

Zwei Flieger unterwegs nach Warschau mit Bombe bedroht

Gegen zwei Flugzeuge, die auf dem Weg zum Warschauer Chopin-Flughafen waren, hat es Bombendrohungen gegeben. Betroffen waren eine Maschine der polnischen Airline Lot aus London-Heathrow und eine Maschine der skandinavischen Airline Sas aus Kopenhagen, wie der Flughafen mitteilt. Demnach wurde die Maschine aus London zum kleineren Flughafen Modlin umgeleitet, da es während des Fluges einen Alarm gab, wonach sich an Bord eine Bombe befinden soll. Die Maschine sei gelandet und werde nun von Spezialisten untersucht, sagt ein Flughafensprecher. Die Maschine aus Kopenhagen sei planmäßig in Warschau gelandet, heißt es von Sas. Auch sie wird untersucht. Der Betrieb am Chopin-Flughafen war vorübergehend unterbrochen. Mehr dazu hier.

Zwei Flieger unterwegs nach Warschau mit Bombe bedroht
14:34 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Tobias Hauser hat für heute Schluss. Dafür halte ich Sie weiter auf dem Laufenden. Bei Fragen rund um den "Tag" erreichen Sie mich via heidi.ulrich(at)ntv.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmitag!

Schichtwechsel
14:10 Uhr

74-Jähriger soll Ehefrau mit Handykabeln erdrosselt haben

Ein 74-Jähriger muss sich vor dem Landgericht Lüneburg verantworten, weil er seine Ehefrau mit zwei Handykabeln erdrosselt haben soll. Der Tat am 6. Mai in seiner Wohnung in Lachendorf im Landkreis Celle sei ein wiederholter Streit vorausgegangen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Sie wirft ihm heimtückischen Mord vor. Der Angeklagte schwieg zu Prozessbeginn. 

Die damalige Auseinandersetzung mit der 68 Jahre alten Frau soll sich wieder beruhigt haben, sie telefonierte mit ihrer Tochter. Da nahm der Senior die Kabel, näherte sich der arg- und wehrlosen Gattin von hinten und würgte sie, wie es in der Anklageschrift heißt. Er strangulierte sie so lange, bis sie tot war. Kurz nach der Tat habe der Angeklagte der Polizei selbst Hinweise gegeben.

74-Jähriger soll Ehefrau mit Handykabeln erdrosselt haben
13:46 Uhr

Neues SPD-Verfahren gegen Gerhard Schröder beantragt

Altkanzler Gerhard Schröder droht nach seinem Geburtstagsbesuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin ein neues Parteiordnungsverfahren in der SPD. Es seien zwei Anträge dazu eingegangen, deren Formwirksamkeit noch überprüft werde, sagte der Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hannover, Christoph Matterne. Zuständig sei wegen Schröders Wohnort der SPD-Unterbezirk Region Hannover. Welche zwei Parteigliederungen die Anträge stellten, sagte Matterne mit Blick auf die SPD-Schiedsordnung nicht. Zuerst hatten die "Badischen Neuesten Nachrichten" über die beiden Anträge berichtet.

Vor wenigen Jahren hatte es schon einmal Anträge auf Parteisanktionen gegen Schröder wegen dessen Nähe zu Russland gegeben. Damals hatten 17 SPD-Gliederungen das Verfahren ins Rollen gebracht. In erster Instanz entschied der SPD-Unterbezirk Region Hannover im Sommer 2022, dass Schröder nicht gegen die Parteiordnung verstoßen habe. Dagegen legten sieben SPD-Gliederungen Berufung ein - erfolglos. 

Neues SPD-Verfahren gegen Gerhard Schröder beantragt
13:01 Uhr

Sozialverbände warnen vor Millionenkosten bei Asylberatungs-Kürzungen

Mehrere Sozialverbände haben eindringlich vor den negativen Folgen der geplanten drastischen Mittelkürzung bei der unabhängigen Asylberatung gewarnt. In einer am Dienstag vorgelegten Analyse sprachen sie von "Folgekosten in Millionenhöhe", denn jeder investierte Euro rechne sich etwa durch Minderausgaben an anderer Stelle und Arbeitsmarkteffekte "um das Vierfache". Die Analyse wurde beauftragt unter anderem von der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Paritätischen Gesamtverband.

Die sogenannten behördenunabhängigen Asylverfahrensberatungen waren 2023 von der damaligen Ampel-Koalition eingeführt worden. Laut Paragraf 12a des Asylgesetzes fördert der Bund demnach eine "behördenunabhängige, ergebnisoffene, unentgeltliche, individuelle und freiwillige Asylverfahrensberatung". Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, dieses Beratungsangebot ergebnisoffen zu evaluieren. Nun ist im Zuge des Haushalts für 2027 geplant, die Mittel von 24,5 Millionen Euro auf nur noch fünf Millionen Euro im kommenden Jahr zu reduzieren.

Sozialverbände warnen vor Millionenkosten bei Asylberatungs-Kürzungen
12:18 Uhr

Kritik an Verhalten der Polizei bei Gen-Z-Demonstration in Köln

Nach den Gen-Z-Demonstrationen am Wochenende wird in sozialen Medien über das Verhalten der Kölner Polizei diskutiert. Wie mehrere Medien berichten, wurden rund 1000 Demonstratinnen und Demonstranten über sieben bis acht Stunden eingekesselt. Ein 19-jähriger Schüler schilderte der "Frankfurter Rundschau", er habe das Verhalten der Polizei als "ziemlich unverhältnismäßig" wahrgenommen. Er sei nicht gewaltbereit und vermummt gewesen, sagte er. Auch andere Berichte von Menschen, die eigenen Aussagen nach friedlich demonstrieren wollten, und von Beamten über Stunden hinweg festgehalten wurden, häufen sich.

Der Polizei zufolge seien die später eingekesselten Gruppen zuvor aufgefordert worden, den Ort des Geschehens zu verlassen. Betroffene Personen berichten in sozialen Medien jedoch, das diese Aufforderungen akustisch nicht überall zu hören waren, weshalb Gruppen von Demonstranten und Demonstrantinnen, die friedlich protestieren wollten, von den polizeilichen Maßnahmen überrascht wurden. In einem Beitrag, den die offizielle Seite von "Gen-Z regelt" teilte, berichtet eine Demoteilnehmerin davon, sie habe erst spät von der Auflösung der Demonstration mitbekommen und den Ort der Demonstration nicht mehr verlassen können. Wasserwerfer und Tränengas seien eingesetzt worden, viele Teilnehmer hätten erst um 1 Uhr nachts nach Hause gedurft. Nach drei Stunden seien Dixie-Klos aufgestellt worden, die man nur einzeln von zwei Polizisten begleitet betreten durfte. Man habe sie behandelt, wie eine Schwerverbrecherin, schildert die Demonstrantin.

Kölns Polizeipräsident Johannes Hermann sagte dem WDR im Nachgang der Demonstration, die Einkesselung habe sich nicht gegen friedliche Demonstrierende gerichtet. Dennoch habe die Polizei diese Maßnahme für notwendig gesehen, da die Proteste, "aus dem Ruder gelaufen" seien. Gleiches gelte für den Einsatz von Wasserwerfern. Die Polizei berichtet von "Waffen, Vermummungsmaterial und einem Molotowcocktail", die sie gefunden habe. Laut "taz" wurde ein Polizist im Rahmen der Demonstration verletzt. Bis zum späten Nachmittag habe es eine Festnahme gegeben.

Kritik an Verhalten der Polizei bei Gen-Z-Demonstration in Köln
11:34 Uhr

Zwei an Protesten im Iran beteiligte Männer hingerichtet

 Im Iran sind zwei Männer hingerichtet worden, die nach Justizangaben wegen einer Beteiligung an der Tötung von vier Polizisten bei den regierungskritischen Protesten zum Jahreswechsel verurteilt worden waren. Sie seien am Dienstag gehängt worden, teilte die Justiz auf ihrer Website Misan Online mit. Demnach gehörten die beiden nun Hingerichteten zu den "Haupttätern des Verbrechens" im Januar im zentraliranischen Isfahan.

Die beiden Männer seien bewaffnet am Tatort gewesen und hätten "mehrere Straftaten begangen", behauptete die iranische Justiz weiter. Ihre Taten hätten sich gegen die nationale Sicherheit gerichtet. Die Todesstrafe sei vollstreckt worden, nachdem das Oberste Gericht die Urteile aus der unteren Instanz bestätigt habe. Anfang Oktober waren im Zusammenhang mit demselben Vorfall bereits zwei Männer hingerichtet worden.

Ende Dezember hatten sich Proteste wegen der schlechten Wirtschaftslage im Iran zu Massenprotesten gegen die Führung in Teheran ausgeweitet, die am 8. und 9. Januar ihren Höhepunkt erreichten. Teheran erklärte danach, dass es mehr als 3000 Tote gegeben habe, und führte die Gewalt auf von den USA und Israel gesteuerte "Terrorakte" zurück. Menschenrechtsorganisationen im Ausland sprachen dagegen von einer staatlichen Niederschlagung der Proteste mit tausenden Toten.

Zwei an Protesten im Iran beteiligte Männer hingerichtet
10:54 Uhr

Hubschrauber kollidieren am Mount Everest - Tourist stirbt

In den Bergen Nepals kollidieren zwei Hubschrauber beim Anflug auf einen Landeplatz unweit des Basislagers am Mount Everest. Ein Tourist stirbt, die beiden Piloten erleiden Verletzungen. Trümmerteile fliegen bedrohlich in Richtung weiterer wartender Reisender.

Hubschrauber kollidieren am Mount Everest - Tourist stirbt
10:10 Uhr

Merz: Anti-Enteignungsgesetz ist fast fertig - ein Streitpunkt existiert noch

Die Arbeit der Bundesregierung am Enteignungsverbot von Wohnungsgesellschaften kommt nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz gut voran. "Der Gesetzentwurf ist fertig", sagte der CDU-Politiker bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Berlin. Es müsse einzig noch geklärt werden, ob - wenn es denn eine Enteignung geben sollte - 100 oder 80 Prozent des Verkehrswerts ersetzt werden müssten. "Dass wir für 100 Prozent Verkehrswert sind, brauche ich, glaube ich, nicht zu erläutern." Der Schutz des Eigentums gehöre zu den Grundprinzipien unserer Wirtschaftsordnung. "Nur wer Eigentum verlässlich schützt, bewahrt Vertrauen und ohne Vertrauen gibt es keine Investitionen." 

Vor rund einer Woche hatte sich die mögliche künftige Bürgermeisterin Berlins Elif Eralp, gegen deren Vorhaben das Gesetz abzielt, kritisch zum Gesetzesvorstoß geäußert. "Man kann nicht durch ein Bundesgesetz unmöglich machen, was das Grundgesetz vorsieht und wofür die Berlinerinnen und Berliner gestimmt haben", sagte Eralp. "Dieses Gesetz hat aus meiner Sicht nichts mit Investitionsschutz zu tun", so Eralp weiter. Es sei ein Gesetz gegen die Berliner Mieterinnen und Mieter. "Das werden wir natürlich nicht hinnehmen." Die Bundesregierung zeige mit ihrem Vorgehen, dass ihr "die Aktionäre von Vonovia wichtiger sind als die Mieterinnen und Mieter in Berlin", betonte der Linken Ko-Chef Pantisano. Ein solches Gesetz werde vor dem Bundesverfassungsgericht "keinen Bestand haben".

Merz: Anti-Enteignungsgesetz ist fast fertig - ein Streitpunkt existiert noch
09:28 Uhr

Pünktlichkeitsquote im DB-Fernverkehr steigt wieder

Für mich steht bald wieder eine Bahnreise an. Mal sehen, ob das was wird. Die Statistik gibt mir zumindest ein kleines Fünkchen Hoffnung, denn die Pünktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn hat sich im Oktober etwas verbessert. Verglichen mit September stieg die Pünktlichkeitsquote um knapp vier Prozentpunkte auf 56,2 Prozent, wie die Bahn mitteilte. "Das hohe Baupensum in Verkehrsknoten und auf Hauptrouten sowie eine weiter hohe Zahl von Anlagenstörungen belasten die Pünktlichkeit, insbesondere im langlaufenden Fernverkehr", erklärte der Konzern.

Die Pünktlichkeitswerte im DB-Fernverkehr waren mit der ersten Hitzewelle im Juni auf 52,6 Prozent eingebrochen und seitdem in etwa auf diesem Niveau geblieben. Zuvor hatte die Quote noch über 60 Prozent gelegen. Als pünktlich gilt ein ICE oder IC, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat. Bahn-Chefin Evelyn Palla hat sich seit ihrem Antritt im vergangenen Jahr von ambitionierten Pünktlichkeitszielen verabschiedet - zu groß seien die Probleme in der Infrastruktur. Für 2026 hatte sie aber immerhin erhofft, den Abwärtstrend bei der Pünktlichkeit stoppen zu können, wonach es aktuell nicht aussieht.

Pünktlichkeitsquote im DB-Fernverkehr steigt wieder
09:08 Uhr | BREAKING NEWS

Selenskyj kommt heute überraschend nach Berlin - Treffen mit Merz

Der ukrainische Präsident Selenskyj kommt heute nach Berlin. Das kündigt Bundeskanzler Merz an.

Selenskyj kommt heute überraschend nach Berlin - Treffen mit Merz
08:50 Uhr

"System Trump" hat Angriff auf Wahl "lange vorbereitet"

Die US-Zwischenwahlen entscheiden maßgeblich über den weiteren Einfluss von Präsident Donald Trump. USA-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook erklärt bei "Pinar Atalay", wie das "System Trump" bereits von langer Hand geplant daran arbeitet, Zweifel an den Wahlergebnissen zu senden.

"System Trump" hat Angriff auf Wahl "lange vorbereitet"
08:14 Uhr

"Provokation": Nordkorea äußert sich zu Binance-Raub-Vorwürfen

Nordkorea hat den Vorwurf der USA zurückgewiesen, für den Diebstahl von mehreren Milliarden Dollar bei der Handelsplattform Binance verantwortlich zu sein. Die Anschuldigung sei "absurd" und eine "schwerwiegende politische Provokation", erklärte Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Jong Un, in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Stellungnahme.

Beim Binance-Raub handelt es sich gemessen an der Schadenssumme von mutmaßlich mehr als sechs Milliarden Dollar (rund 5,4 Milliarden Euro) um den bisher größten Hackerangriff auf eine Kryptobörse überhaupt. Zum Vergleich: Die südkoreanische Zentralbank schätzt, dass Nordkoreas gesamter Außenhandel im vergangenen Jahr etwa 3,1 Milliarden US-Dollar betragen hat - also nur rund die Hälfte der mutmaßlich erbeuteten Krypto-Raubsumme.

"Provokation": Nordkorea äußert sich zu Binance-Raub-Vorwürfen
07:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Kann US-Präsident Donald Trump nach den Midterms weiter auf einen ihm wohlgesonnenen Kongress setzen, oder muss er in den kommenden gut zwei Jahren mit mehr Gegenwind rechnen? Ein Großteil des Parlaments wird heute neu gewählt, Trumps Republikaner könnten ihre knappe Mehrheit in beiden Kammern verlieren - oder sie verteidigen. Mit ersten Ergebnissen wird am frühen Mittwochmorgen unserer Zeit gerechnet. Die Midterms in der Mitte der Amtszeit eines US-Präsidenten gelten immer auch als eine Art Zwischenabstimmung über dessen Politik. Trump befeuerte dies noch und rief fast täglich in seinen Wahlkampfreden vor seinen Anhängern: "Stellt euch vor, ich stünde auf dem Stimmzettel."

  • Linke, Grüne und SPD in Berlin sind sich einig, ihre gerade gestarteten Koalitionsverhandlungen zügig fortzusetzen. 

  • Nach Tumulten um das Verfassungsgericht in Polen will die Generalversammlung der Verfassungsrichter um 15.30 Uhr zusammentreten. 

  • Der FC Bayern München ist um 21.00 Uhr in der Champions League in einem sehr schweren Auswärtsspiel gefordert. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gastiert am vierten Spieltag der Ligaphase beim heimstarken spanischen Spitzenclub Atlético Madrid.

  • Bundeskanzler Friederich Merz ist ab 8.30 Uhr zum wirtschaftspolitischen Frühstück der IHK Berlin geladen.

Das wird heute wichtig
07:38 Uhr

Kind im Bundesstaat New York an Masern gestorben

Ein trauriger, vermeidbarer Tod: Im US-Bundesstaat New York ist nach offiziellen Angaben ein Kind an den Masern gestorben. Laut Gouverneurin Kathy Hochul handelt es sich um den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der hochansteckenden Virusinfektion in New York seit 30 Jahren. "Es bricht mir das Herz, zu erfahren, dass ein Kind in Lewis County nach einer Maserninfektion gestorben ist", teilte Hochul am Montag (Ortszeit) mit. Als Mutter und Großmutter könne sie sich kaum vorstellen, was die Familie durchmache. Jener Todesfall sei eine "erschütternde Mahnung, was auf dem Spiel steht, wenn Washington gezielt jahrzehntelange Fortschritte beim Schutz der US-Bevölkerung vor vermeidbaren Krankheiten zunichtemacht", erklärte die Politikerin der Demokraten weiter. In New York halte man weiter fest an bewährten Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit.

In den USA hatte die Zahl der Maserninfektionen bereits im Sommer den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC gab es bis Ende Oktober dieses Jahres 4.852 bestätigte Masernfälle in den USA - schon jetzt mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Für 2026 wurden bis dahin drei Todesfälle gemeldet. Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht wegen der steigenden Zahlen der Maserninfektionen schon seit geraumer Zeit in der Kritik. Er hatte immer wieder Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäußert.

Kind im Bundesstaat New York an Masern gestorben
06:50 Uhr

Dieb schickt gestohlene Luxusuhr zurück - mit Entschuldigung

Unerwartete Wendung nach Diebstahl von Luxusuhr in Japan: Eine gestohlene Schweizer Uhr im Wert von 290.000 Dollar (rund 259.000 Euro) ist dem betroffenen Laden laut Medienberichten per Post wieder zurückgeschickt worden - samt handgeschriebenem Entschuldigungszettel. Wie die japanische Zeitung "Asahi Shimbun" und weitere Medien am Montag zudem unter Berufung auf Ermittlungskreise berichteten, konnte die Uhr anhand der Seriennummer identifiziert werden.

Die Uhr war vergangene Woche in Tokio gestohlen worden. Ein vermeintlicher Kunde probierte die Uhr der Marke Audemars Piguet zunächst an, anschließend nahm er Reißaus - mit der Uhr am Handgelenk. Laut der "Asahi Shimbun" fahndet Tokios Polizei weiterhin nach dem Mann wegen mutmaßlichen Diebstahls. 

Dieb schickt gestohlene Luxusuhr zurück - mit Entschuldigung
05:56 Uhr

Supreme Court lehnt Trumps Last-Minute-Antrag mit nur einem Satz ab

Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Montag einen Eilantrag der Regierung von Präsident Donald Trump abgewiesen, mit dem die Auszählung von 20.000 Briefwahlstimmen in Kalifornien vorerst gestoppt werden sollte. Nach Ansicht von US-Bundesbeamten waren die registrierten Wähler wahrscheinlich keine US-Staatsbürger. Die Richter wiesen den Antrag des Justizministeriums nur wenige Stunden nach dessen Einreichung zurück. Die kurze, nur einen Satz umfassende Anordnung des Gerichts enthielt keine Begründung. Dies ist bei der Behandlung von Eilanträgen üblich. Zudem äußerte keiner der Richter öffentlich eine abweichende Meinung. Bereits am Freitag hatte ein Bundesberufungsgericht einen entsprechenden Antrag der Trump-Regierung abgelehnt.

Die Entscheidung ist eine Niederlage für Trump am Vortag der wichtigen Zwischenwahlen, bei denen seine Republikaner um die Mehrheit im Kongress kämpfen. Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, nannte die Entscheidung "ein erfreuliches Zeichen für alle Amerikaner angesichts der empörenden und gefährlichen Angriffe der Bundesregierung auf unsere Demokratie". Die Trump-Regierung hatte ihren Fokus im Vorfeld der Wahlen verstärkt auf angebliche Stimmabgaben durch Nicht-Staatsbürger gelegt. Mehrere Studien zeigen jedoch, dass dies selten vorkommt.

Supreme Court lehnt Trumps Last-Minute-Antrag mit nur einem Satz ab