Der Börsen-Tag
3. November 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:38 Uhr

Dax grenzt Verluste ein

Die Furcht vor einer neuen militärischen Eskalation im Iran-Krieg und der ungewisse Ausgang der US-Zwischenwahlen haben den Dax ausgebremst. Der deutsche Leitindex verlor in der Spitze 1,2 Prozent auf 25.678 Zähler, baute dann aber einen Teil seiner Verluste ab. Den Handel verließ der Dax 0,5 Prozent leichter mit 25.865 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 6151 Stellen. Für Nervosität sorgten zwischenzeitlich wieder steigende Ölpreise, die dann am Nachmittag wieder runtergingen.

Mit Spannung erwarteten die Anleger die Ergebnisse der "Midterms" in den USA. Die Börse schaue genau hin, wie viel politischen Spielraum Donald Trump nach den Kongresswahlen noch habe, sagte Jürgen Molnar von RoboMarkets. "Die neuen Mehrheitsverhältnisse entscheiden mit darüber, was bei Steuern, Staatsausgaben und Wirtschaftspolitik künftig möglich ist."

Auf der Unternehmensseite hielten zahlreiche Bilanzen die Investoren auf Trab. Bayer gewannen im Dax 3,6 Prozent. Ein starkes Pharmageschäft hat dem Konzern im dritten Quartal überraschend viel Rückenwind verliehen. An der Verliererfront rückte Zalando in den Fokus. Trotz einer Steigerung von Umsatz und Gewinn gaben die Aktien 6,3 Prozent nach.

Im MDax erlebten Teamviewer einen rabenschwarzen Tag und brachen um 26,8 Prozent ein. Der Spezialist für Fernwartungssoftware gab einen weiteren Umsatz- und Gewinnrückgang bekannt. Auch andere Softwaretitel notierten schwächer: SAP gaben im Dax um 1,8 Prozent nach, Nemetschek verloren im MDax 3,5 Prozent. Auf der Gewinnerseite fanden sich im MDax dagegen Lufthansa wieder. Sie legten um 3,9 Prozent zu, nachdem der Konzern im dritten Quartal trotz stark gestiegener Treibstoffkosten besser abgeschnitten hatte als erwartet.

Dax grenzt Verluste ein
17:20 Uhr

Megatrend KI: Trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen?

Die Erwartungen an den Tech-Sektor und den Megatrend KI sind mittlerweile enorm. Wer die extrem hohen Erwartungen nicht erfüllen kann, der wird abgestraft so wie jüngst die Google-Mutter Alphabet. Über Gewinner und Verlierer und Chancen und Risiken für Trader spricht Friedhelm Tilgen mit Jens Klatt von XTB.

Megatrend KI: Trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen?
16:56 Uhr

So viel Gold braucht ein gutes Depot wirklich

Sicherer Hafen Gold? Der Preis ist in diesem Jahr bisher deutlich gesunken. Zeit für die Frage: Wie viel Gold im Depot ist denn nun sinnvoll? Raimund Brichta hat das mit Carolin Tsalkas besprochen, Geschäftsführerin von Honestas Finanzmanagement.

So viel Gold braucht ein gutes Depot wirklich
16:47 Uhr

Neugeschäft der US-Industrie zieht stärker an als erwartet

Die US-Industrie hat im September mehr Aufträge an Land gezogen. Die Bestellungen langlebiger Güter von Flugzeugen bis hin zu Baumaschinen stiegen um rund 1,8 Prozent zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet. Im August hatte es einen Anstieg von revidiert 0,3 (ursprünglich plus 0,1) Prozent gegeben. Klammert man den schwankungsanfälligen Verkehrsbereich aus, legte das Neugeschäft im September um 1,3 Prozent zu. Das Verarbeitende Gewerbe macht rund zehn Prozent der US-Wirtschaft aus.

Neugeschäft der US-Industrie zieht stärker an als erwartet
16:34 Uhr

VW-Ladetochter Elli stellt Geschäft neu auf - Jobs in Gefahr

Die VW-Tochter Elli stellt sich neu auf - und zieht sich unter anderem aus dem Geschäft mit Ladehardware für Elektroautos zurück. Dazu zählen unter anderem Wallboxen für zu Hause, aber auch der Bau von Ladeinfrastruktur für Unternehmen. "Wir richten unser Portfolio neu aus, und konzentrieren uns auf digitale und skalierbare Geschäftsmodelle, mit denen wir mehr Kunden in mehr Märkten erreichen und kontinuierliche Umsätze erzielen können", sagte Elli-Chef Giovanni Palazzo. 

Für Kunden hat der Schritt Palazzo zufolge keine Auswirkungen. Software-Updates, Service und Ersatzteile blieben gesichert. Die Restbestände an Wandladestationen will die Firma noch verkaufen. Wie viele der rund 400 Elli-Beschäftigten wegen der Neuaufstellung ihren Job verlieren könnten, ließ Palazzo offen. Dem Manager zufolge laufen aber bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern.

VW-Ladetochter Elli stellt Geschäft neu auf - Jobs in Gefahr
16:10 Uhr

Blockbuster-Medikamente beflügeln Pfizer

Pfizer hat dank einer starken Nachfrage nach Krebsmedikamenten und seinem Blutverdünner Eliquis seine Jahresprognose angehoben. Zudem übertraf der US-Pharmakonzern im dritten Quartal die Erwartungen von Analysten. Der Vorstand rechne 2026 nun mit einem Umsatz zwischen 62 und 64 Milliarden Dollar, teilte Pfizer mit. Zuvor war das Unternehmen von 60,5 bis 62,5 Milliarden Dollar ausgegangen. Der bereinigte Gewinn je Aktie solle bei 2,95 bis 3,05 Dollar liegen, statt bei 2,80 bis 3,00 Dollar.

Der Konzern wolle mit Zukäufen und Lizenzvereinbarungen seine Produktpipeline auffüllen und somit drohende Umsatzeinbußen durch auslaufende Patente bei einigen seiner umsatzstärksten Medikamente ausgleichen. Zudem sollen bis 2029 durch Kostensenkungen insgesamt 9,7 Milliarden Dollar eingespart werden. Im abgelaufenen dritten Quartal erzielte Pfizer einen bereinigten Gewinn von 87 Cent je Aktie und übertraf damit die Schätzungen der Analysten.

Blockbuster-Medikamente beflügeln Pfizer
15:47 Uhr

US-Börsen uneinheitlich

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Indizes an der Wall Street haben am Tag der US-Zwischenwahlen keine gemeinsame Richtung gefunden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung ein halbes Prozent tiefer bei 51.751 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,2 Prozent auf 7559 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann gut ein halbes Prozent auf 25.315 Stellen.

Auf die Stimmung drückte ein Kursrutsch bei Apple. Die Aktie fiel um drei Prozent, nachdem der Konzern vor steigenden Kosten für Speicherchips gewarnt hatte. Für einen Ausgleich sorgte jedoch eine Erholung bei den meisten Chipwerten. Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Montag mehr als zehn Prozent unter seinem Rekordhoch geschlossen und war damit in eine Korrektur eingetreten. Unter Anlegern wächst die Sorge über die hohen Ausgaben der großen Technologiekonzerne für Künstliche Intelligenz (KI), ohne dass sich entsprechende Gewinne abzeichnen.

US-Börsen uneinheitlich
15:25 Uhr

Trump-Äußerung sorgt für sinkende Ölpreise

Brent-Rohöl liegt 1,3 Prozent im Minus, nachdem Präsident Donald Trump in der Sendung "Fox and Friends" erklärt hatte, dass die USA die Militärhilfe für Israel in Höhe von vier Milliarden Dollar bis Ende dieses Jahres einstellen würden. WTI-Öl verbilligt sich um 0,8 Prozent. Die Äußerungen des 80-Jährigen führten zu einer Kehrtwende bei den Ölpreisen. Zuvor waren sie leicht gestiegen, nachdem berichtet wurde, dass die USA am Montag heimlich die iranische Insel Qeschm angegriffen hätten.

Trump-Äußerung sorgt für sinkende Ölpreise
15:13 Uhr

US-Schuldenpolitik nach Zwischenwahlen beschäftigt Geldmarkt

Auch der Frankfurter Euro-Geldmarkt blickt fast nur auf die anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Das Zustandekommen bestimmter Mehrheiten für Demokraten oder Republikaner dürfte konkrete Auswirkungen auf die US-Schuldenpolitik haben, heißt es von Disponenten. Dazu käme bei einem Frieden zwischen den USA und Iran ein Rückgang der Inflations-Risikoprämie über die gesamte Zinskurve. Am kurzfristigen Geldmarkt spiegele sich das noch nicht wider. Allerdings tendierten die Geld-Brief-Spannen am kurzen Ende nun eher nach unten. An der Ansicht der Mehrheit der Marktteilnehmer, die EZB müsse nun im Dezember noch einmal den Leitzins erhöhen habe sich aber nichts geändert.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,38 - 2,58 (2,42 - 2,62), Wochengeld: 2,34 - 2,64 (2,39 - 2,64), 1-Monats-Geld: 2,55 - 2,62 (2,55 - 2,62), 3-Monats-Geld: 2,80 - 2,85 (2,61 - 2,86), 6-Monats-Geld: 2,96 - 3,07 (2,92 - 3,10), 12-Monats-Geld: 3,02 - 3,19 (3,01 - 3,18), Euribors: 02.11. 30.10. 3 Monate: 2,714 2,676, 6 Monate: 2,994 2,992, 12 Monate: 3,304 3,306 

US-Schuldenpolitik nach Zwischenwahlen beschäftigt Geldmarkt
14:48 Uhr

Gewinnen, wenn die Kurse fallen

In den USA stehen die Zwischenwahlen bevor. Wird das Ergebnis die bislang sehr robusten Börsenkurse auf Achterbahnfahrt schicken? Warum jetzt eine Absicherung sinnvoll sein kann und wie das funktioniert, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kay-Peter Tönnes von Antecedo.

Gewinnen, wenn die Kurse fallen
14:21 Uhr

Biontech wittert wieder Morgenluft

Biontech ist nun optimistischer beim Umsatz für das Gesamtjahr, obwohl der Absatz von Covid-19-Impfstoffen im dritten Quartal rückläufig war. Das Biotech-Unternehmen teilte mit, dass es im Gesamtjahr nun einen Umsatz zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro erwartet. Zuvor hatte die Erwartung bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro gelegen. Im dritten Quartal wies das Unternehmen einen Umsatz von 1,29 Milliarden Euro aus, nach 1,52 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Grund hierfür war die erwartungsgemäß schwächere Nachfrage nach seinen Covid-19-Vakzinen. Analysten hatten für das Quartal einen Umsatz von 1,01 Milliarden Euro prognostiziert.

"Unsere Geschäftsentwicklung im dritten Quartal hat es uns ermöglicht, unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an das obere Ende der vorherigen Spanne einzugrenzen", sagte Finanzvorstand Ramon Zapata. Unter dem Strich erzielte Biontech einen Gewinn nach Steuern von 184,5 Millionen Euro, verglichen mit einem Verlust von 28,7 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Biontech wittert wieder Morgenluft
13:52 Uhr

Angespannte Wettbewerbslage in der Chemie

Das Geschäftsklima der Chemieindustrie in Deutschland hat sich im Oktober verschlechtert. Der Index dazu fiel auf minus 5,9 Punkte, nach plus 3,0 Punkten im September, wie das Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. "Umstrukturierungen und Standortschließungen in der Chemie bereiten den Unternehmen Sorgen", sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf. Die Chemiebetriebe bewerten dabei ihre aktuelle Geschäftslage weniger positiv. Vor allem ihre Geschäftserwartungen verschlechterten sich deutlich auf minus 13,8 Punkte, nach minus 1,5 Zählern.

Angespannte Wettbewerbslage in der Chemie
13:28 Uhr

Palantir-Aktie schmiert ab

Kräftig bergab geht es vorbörslich mit der Aktie von Palantir, sie gibt um mehr als sieben Prozent ab. Sorgen über die Fähigkeit von Palantir, sein atemberaubendes Wachstumstempo beizubehalten und seine Bewertung von über 400 Milliarden US-Dollar zu rechtfertigen. Palantir teilte mit, es habe im Quartal Verträge im Wert von 2,9 Milliarden Dollar abgeschlossen, nach 3,4 Milliarden Dollar im Vorquartal.

Palantir-Aktie schmiert ab
13:06 Uhr

Schaeffler-Vorstand verzichtet auf zehn Prozent seines Gehalts

Der Vorstand des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler will angesichts des angekündigten Stellenabbaus einen Teil seines Gehalts verzichten. Das kündigte Vorstandschef Klaus Rosenfeld bei ntv an. "Der Vorstand hat heute Morgen beschlossen, dass er auf zehn Prozent seines Gehaltes verzichtet", sagte Rosenfeld.. Der Beitrag solle Teil eines umfassenderen Solidaritätsbeitrags sein, der sich über die verschiedenen Führungsebenen nach unten fortsetze. "Wir wollen nicht nur die Zahl der Beschäftigten anschauen, sondern auch die Personalkosten pro Kopf. Und das beginnt im Vorstand", sagte Rosenfeld. Die Einschnitte seien notwendig, um auf die schwierige Lage der europäischen Automobilindustrie zu reagieren.

Schaeffler hatte am Morgen angekündigt, in Europa weitere 3460 Stellen abzubauen, davon 2660 in Deutschland. Das Unternehmen plant zudem die Schließung von vier deutschen Standorten.

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Klaus Rosenfeld (Foto: picture alliance / dpa)
Schaeffler-Vorstand verzichtet auf zehn Prozent seines Gehalts
12:44 Uhr

Gaspreise steigen

Die europäischen Erdgaspreise erholen sich, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung mehr als acht Prozent niedriger geschlossen hatten. Im Handel steigt der als Benchmark dienende niederländische TTF-Kontrakt um 3,6 Prozent auf 98,25 Euro je Megawattstunde, während die Anleger neue US-Angriffe auf den Iran gegen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Konflikts abwägen. Für den Gasmarkt sei eine Deeskalation von entscheidender Bedeutung, da sich die LNG-Ströme aus der Region nicht so stark erholt hätten wie auf der Ölseite, meinen die Analysten von ING. Dies mache den Markt anfällig, während er sich tiefer in die europäische Heizperiode bewege.

Gaspreise steigen
12:25 Uhr

Türkischer Finanzskandal: Börsenchef in Untersuchungshaft

Mit der Verhaftung des abgesetzten Istanbuler Börsenchefs Korkmaz Enes Ergun schlägt der milliardenschwere Börsenskandal in der Türkei weiter hohe Wellen. Gegen Ergun werde wegen "Mitgliedschaft in einer zur Begehung von Straftaten gegründeten Vereinigung» und "Bestechung" ermittelt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Justizminister Akin Gürlek erklärte kurz darauf, Ermittlungen rund um den Börsenskandal hätten ergeben, dass es sich nicht nur um einen einfachen Börsenbetrug, sondern um "eine umfassende kriminelle Vereinigung" handele. 

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(Foto: picture alliance / AA)

Zum Börsenskandal Mitte September kam es mutmaßlich, weil Investmentfonds Aktienkurse manipuliert haben sollen. Die türkische Finanzaufsichtsbehörde ordnete daraufhin die Liquidation von 131 Fonds an, rund 455.000 Anleger sind betroffen. Es folgten Ermittlungen, zahlreiche Festnahmen und Entlassungen bei der Finanzaufsicht und im Finanzministerium. Ein Ende Oktober verabschiedetes Gesetz soll die Abwicklung der betroffenen Fonds und schrittweise Rückzahlungen an die Anleger regeln, eine vollständige Erstattung ist bislang nicht garantiert.

Türkischer Finanzskandal: Börsenchef in Untersuchungshaft
12:13 Uhr

Dax in der Verlustzone

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bis zum Mittag seine Verluste etwas verringern können. Der deutsche Leitindex notierte 0,6 Prozent tiefer bei 25.821 Punkten, zuvor war er bis auf 25.678 Zähler abgesackt. Der EuroStoxx50 verlor 0,5 Prozent auf 6144 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1181 US-Dollar.

Dax in der Verlustzone
11:49 Uhr

EU genehmigt Übernahme von MediaMarktSaturn-Mutter durch Chinesen

Die Übernahme von Ceconomy durch die chinesische JD.com ist in trockenen Tüchern. Wie Ceconomy, die Mutter von MediaMarkt und Saturn, mitteilte, hat JD.com die Freigabe durch die EU erhalten, somit seien alle Angebotsbedingungen erfüllt. "Ceconomy wurde von JD.com darüber informiert, dass JD.com heute die Freigabe durch die EU-Kommission gemäß der europäischen Verordnung über den Binnenmarkt verzerrende drittstaatliche Subventionen erhalten hat. Damit sind nunmehr alle Vollzugsbedingungen für das laufende öffentliche Übernahmeangebot eingetreten", teilte Ceconomy mit.

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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Im Zuge des Übernahmeangebots hatte sich der chinesische Online-Gigant JD.com 85,2 Prozent an Ceconomy gesichert. Der Abschluss der Transaktion wird nach früheren Ceconomy-Angaben noch im zweiten Halbjahr 2026 erwartet. Für die EU-Genehmigung hatte JD.com der EU-Kommission Ende August Zugeständnisse angeboten. CEO Remko Rijnders hatte im Sommer gesagt, es könne mit einem Rückzug von der Börse Anfang 2027 gerechnet werden.

EU genehmigt Übernahme von MediaMarktSaturn-Mutter durch Chinesen
11:18 Uhr

Apple-Aussicht für die Zukunft "ist weniger rosig"

Apple präsentiert seine Zahlen. Vermögensverwalter Martin Herrmann sieht in dem Konzern den stärksten Tech-Wert des Jahres - ist für die Zukunft aber dennoch nicht grenzenlos optimistisch.

Apple-Aussicht für die Zukunft "ist weniger rosig"
11:10 Uhr

Evonik mit Ergebnissprung - und verlust

Der von BASF umworbene Spezialchemiekonzern Evonik geht mit einem deutlichen Zuwachs im Rücken in das Ringen um seine Übernahme durch den deutschen Branchenprimus. Für 2026 werden die Essener optimistischer, denen Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber durch die Nahost-Krise in die Karten spielen. "Wir sind stark und robust", betonte Evonik-Interimschef Claus Rettig.

Evonik schraubte im dritten Quartal den bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro in die Höhe, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebitda von 633 Millionen Euro gerechnet. Sondereffekte und Kosten für Sparprogramme sorgten unter dem Strich für einen Verlust von 53 Millionen Euro, nach einem Minus von 106 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Rettig baut Evonik um und streicht Stellen, um den Konzern auf Gewinn zu trimmen.

Evonik mit Ergebnissprung - und verlust
10:53 Uhr

An Europas Börsen dominiert die rote Farbe

Die europäischen Aktienindizes verzeichnen auf breiter Front Verluste, nachdem die US-Börsen kräftige Einbußen erlitten haben und sich die Ölpreise nur moderat erholen. Aktien aus dem KI- und Bankensektor tendieren schwächer, während defensive Branchen zulegen. Der Stoxx600 notiert 0,7 Prozent niedriger. Der Londoner FTSE 100 sinkt um 0,5 Prozent, belastet von schwächelnden Minenwerten. Auch in Paris geben die Tech-Werte nach, wo der CAC-40 um 0,5 Prozent im Minus liegt. Der italienische FTSE MIB rutscht um 1,1 Prozent ab, während der spanische IBEX 35 um 0,9 Prozent sinkt. Der niederländische AEX verliert 0,8 Prozent, wobei die Halbleiterschwergewichte ASML und ASM International um 3,2 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent nachgeben.

An Europas Börsen dominiert die rote Farbe
10:35 Uhr

Meyer: Bei Flugtickets droht "teurer Höhenflug"

Teureres Kerosin, höhere Ticketpreise - und trotzdem mehr Gewinn: Die Lufthansa zeigt, wie gut das Geschäft gerade läuft. Doch für Urlauber könnte Fliegen zum Luxus werden. ntv-Börsenreporter Frank Meyer erklärt die Hintergründe.

Meyer: Bei Flugtickets droht "teurer Höhenflug"
10:14 Uhr

China-Umbau drückt FMC-Gewinn

Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) hat nach einem deutlichen Gewinnrückgang im dritten Quartal seine Erwartungen für das Gesamtjahr gedämpft. Das operative Ergebnis werde 2026 voraussichtlich stagnieren oder um einen mittleren einstelligen Prozentwert zurückgehen, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte FMC auch ein Wachstum in dieser Größenordnung für möglich gehalten. Im abgelaufenen Jahresviertel sank das operative Ergebnis um 19 Prozent auf 384 Millionen Euro.

Unter dem Strich brach das Konzernergebnis um 42 Prozent auf 160 Millionen Euro ein. Als Gründe nannte der Konzern regulatorische Vorgaben, inflationsbedingte Kostensteigerungen sowie Einmalkosten von 108 Millionen Euro für den Umbau des China-Geschäfts. Der Umsatz stieg leicht um ein Prozent auf 4,94 Milliarden Euro.

China-Umbau drückt FMC-Gewinn
09:51 Uhr

Ölpreise verarbeiten Preisrutsch

Die Ölpreise stabilisieren sich nach einem deutlichen Rückgang. Am Rohstoffmarkt stagniert die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 104,81 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent fester bei 96,68 Dollar.

Gestern waren die Rohölpreise um mehr als sieben Prozent gefallen, nachdem Gespräche zwischen iranischen und katarischen Regierungsvertretern Hoffnungen auf ein Ende des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran geweckt hatten. Das "Wall Street Journal" berichtete dann jedoch unter Berufung auf US-Insider, das US-Militär habe die iranische Insel Keschm angegriffen.

Ölpreise verarbeiten Preisrutsch
09:30 Uhr

Bayer-Chef sieht "Wendepunkt"

Dank eines starken Pharmageschäfts hat Bayer im dritten Quartal überraschend gut abgeschnitten und Schwächen in der Agrarsparte ausgeglichen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg von Juli bis September um 6,9 Prozent auf 1,615 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Damit übertraf Bayer die Analystenerwartungen, die im Schnitt von einem Rückgang auf 1,425 Milliarden Euro ausgegangen waren. Der Konzernumsatz kletterte binnen Jahresfrist um gut vier Prozent auf über zehn Milliarden Euro.

Der Vorstand hob die Jahresziele an. Bayer rechnet nun mit einem bereinigten operativen Gewinn von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro, nachdem zuvor 9,6 bis 10,1 Milliarden in Aussicht gestellt worden waren. Auch beim Schuldenabbau und dem freien Barmittelzufluss (Free Cashflow) zeigte sich der Konzern optimistischer. "Wir haben bei der Wachstumsentwicklung von Pharmaceuticals inzwischen einen Wendepunkt erreicht, und wir sehen, dass es aufwärtsgeht", sagte Vorstandschef Bill Anderson.

Bayer-Chef sieht "Wendepunkt"
09:15 Uhr

Dax startet mit Abgaben

Der Dax kann vorerst nicht an den ordentlichen Wochenstart anknüpfen. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.750 Punkten, nachdem er gestern 0,6 Prozent auf 25.981 Zähler zugelegt hatte. Zwar ziehen die Ölpreise derzeit wieder an. Das Augenmerk der Anleger liegt aber auf den heutigen US-Zwischenwahlen. Da sei Vorsicht geboten, heißt es von Marktteilnehmern, die zum Teil von Gewinnmitnahmen sprechen. 

Dax startet mit Abgaben
09:02 Uhr

Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm und Tausenden Stellenstreichungen seinen Sparkurs erheblich. Das Unternehmen will in Europa weitere 3460 Stellen abbauen, davon 2660 in Deutschland, wie es in Herzogenaurach mitteilte. Zudem ist die Schließung von vier deutschen Standorten geplant. 

Der MDax-Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die weitere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere. 

Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke
08:58 Uhr

Diese Aktie wird vorbörslich abgestraft

Die Investitionszurückhaltung der Firmenkunden macht Teamviewer erneut zu schaffen. Der Spezialist für Fernwartungssoftware gab einen weiteren Umsatz- und Gewinnrückgang bekannt. Darüber hinaus senkte das Softwarehaus seine Gesamtjahresziele. Es rechnet nun mit einem Umsatzrückgang von ein bis zwei Prozent. Bisher hatte das Unternehmen ein Wachstum von bis zu drei Prozent prognostiziert. Die Teamviewer-Aktien brechen daraufhin vorbörslich um mehr als acht Prozent ein.

Im dritten Quartal schrumpften die Erlöse den Angaben zufolge währungsbereinigt um 2,2 Prozent auf 184,5 Millionen Euro. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze gingen um 0,6 Prozent auf 736,9 Millionen Euro zurück. Der bereinigte operative Gewinn fiel um zehn Prozent auf 78,9 Millionen Euro.

Diese Aktie wird vorbörslich abgestraft
08:41 Uhr

Kurse von Apple-Zulieferern unter Druck

Die ostasiatischen Aktienmärkte zeigen sich nach einer schwachen Vorgabe der Wall Street uneinheitlich. Hauptthemen sind die Quartalszahlen, vor allem aber der Ausblick von Apple und die Zwischenwahlen in den USA. Letztere könnten das Machtgefüge im Kongress verändern und Präsident Trump das Regieren schwerer machen. Daneben noch die Zinserhöhung in Australien. Die Reserve Bank of Australia hat wie mehrheitlich schon erwartet die Zinsen erhöht und zwar bereits das fünfte Mal in diesem Jahr, um die anhaltende Inflation einzudämmen.

Im koreanischen Seoul setzt sich das Hin und Her des technologielastigen Kospi fort. Nach dem deutlichen Plus am Vortag sackt der Index nun wieder um 3,9 Prozent ab. In Shanghai gibt der Composite-Index um 1,1 Prozent nach. Hier bremst, dass die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz für Deviseneinlagen von Finanzinstituten ab dem 15. November von 4 auf 6 Prozent anheben will. Besser hält sich der HSI in Hongkong, er liegt 0,5 Prozent im Plus.

Unter Druck stehen Aktien von Apple-Zulieferern. Largan Precision fallen um 9,3 Prozent, TSMC um 1,9, Hon Hai (Foxconn) um 2,4 oder LG Innotek um 7,6 Prozent. Der Kurs des Apple-Konkurrenten Samsung Electronics rutscht um 4,2 Prozent ab.

Kurse von Apple-Zulieferern unter Druck
08:24 Uhr

Vorsicht vor US-Zwischenwahlen 

Vorsicht und Zurückhaltung dürften das Geschäft an Europas Börsen prägen. Wie vom Handel erwartet lassen die Aktivitäten der Institutionellen Anleger im Vorfeld der US-Zwischenwahlen stark nach. Erst ab Mittwochmorgen dürften neue Positionierungen vorgenommen werden, wenn die künftigen Machtverhältnisse in den beiden US-Häusern bekannt sind. Das Kursminus der Dax-Futures von über 200 Punkten wird am Morgen nicht überbewertet, da es praktisch gegen das Hoch vom Vortag errechnet werde. Übergeordnet dürfte die volatile Seitwärtsbewegung weiter laufen. Kurzfristig im Fokus stehen daher Unternehmenszahln von Bayer, Lufthansa, FMC, Hugo Boss, Zalando und anderen.

Auch die vermeintlich schlechten Nachrichten aus der Nacht werden entspannt gesehen: So sei das erneute Kursminus der US-Tech-Werte mehr ein taktisches Geplänkel, um die Bewertung von Anthropic beim anstehenden Börsengang zu drücken. Der KI-Riese will Mitte November an die Börse gehen. Allerdings ist es kein echtes "going public", da über verwinkelte Rechtskonstrukte die Aktionäre keine Mitspracherechte haben. Die Macht verbleibt vollständig beim Management. Selbst der staatliche Rechnungsprüfer von New York (Comptroller) hat dies nun scharf kritisiert. Dazu kommen für den KI-Bereich wichtige Gouverneurs-Wahlen in drei Bundesstaaten, die den Ausbau der notwendigen Rechenzentren bestimmen werden.

Vorsicht vor US-Zwischenwahlen 
08:10 Uhr

Lufthansa fliegt zu höherem Gewinn

Die Lufthansa hat im dritten Quartal trotz stark gestiegener Treibstoffkosten besser abgeschnitten als erwartet. Das bereinigte Betriebsergebnis legte von Juli bis September um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, wie der Airline-Konzern erklärte. Analysten hatten im Schnitt mit 1,37 Milliarden Euro gerechnet. Auch der Umsatz fiel mit 12,2 Milliarden Euro - plus neun Prozent - etwas höher aus als von den Experten vorausgesagt. Die Treibstoffkosten stiegen wegen des Irankrieges um mehr als eine halbe Milliarde Euro im Quartal. Für das Gesamtjahr erwartet die Lufthansa jetzt einen Anstieg von zwei Milliarden Euro nach bisher rund 1,5 Milliarden Euro.

Die Nachfrage sei in allen Segmenten robust gewesen, was höhere Ticketpreise ermöglichte, erklärte der Konzern. Die Airlines der Lufthansa, zu der auch Swiss, Austrian und Brussels Airlines oder ITA Airways gehören, verkauften viele Premiumtickets und Langstreckenflüge. Alle Fluggesellschaften bis auf die Kernmarke Lufthansa Airlines steigerten ihre Ergebnisse. Die Frachttochter Lufthansa Cargo verdreifachte sogar den Betriebsgewinn, auch Lufthansa Technik verdiente deutlich besser mit der Flugzeugwartung. Neben starken operativen Erlösen halfen auch Einsparungen, den Kostenanstieg mehr als auszugleichen.

Lufthansa fliegt zu höherem Gewinn
07:56 Uhr

Hugo Boss kappt Jahresprognose

Hugo Boss kappt seine Jahresprognosen. Der Vorstand erwarte nun für das Gesamtjahr einen währungsbereinigten Rückgang des Konzernumsatzes im hohen einstelligen Prozentbereich nach zuvor einem Rückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, teilte der Modekonzern mit. Zudem werde das Ergebnis (Ebit) nur noch in einer Bandbreite von 250 bis 300 Millionen Euro erwartet, 50 Millionen Euro weniger als bislang. "Dies berücksichtigt sowohl höhere nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf IT-Assets infolge der sich rasch wandelnden Entwicklungen im Bereich KI und Technologie als auch vorsichtigere Annahmen hinsichtlich der Konsumnachfrage", hieß es.

Im dritten Quartal sei der Konzernumsatz währungsbereinigt um fünf Prozent gesunken, während er sich in Konzernwährung um vier Prozent auf 946 Millionen Euro verringert habe. Die Bruttomarge sei um 220 Basispunkte auf 63,3 Prozent gestiegen, unterstützt durch anhaltende Effizienzsteigerungen in der Beschaffung sowie eine optimierte Preisgestaltung. Das operative Ergebnis (Ebit) sei von 95 auf 81 Millionen Euro und die Ebit-Marge von 9,6 auf 8,6 Prozent gesunken.

Hugo Boss kappt Jahresprognose
07:24 Uhr

Jeder Euro zählt …

Die deutschen Einzelhändler legen heute ihre Prognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft vor. Die Erlöse im November und Dezember machen für viele Branchen mehr als 20 Prozent des gesamten Jahresumsatzes aus, bei Spielwaren sogar über 25 Prozent. Der Branchenverband HDE hat bereits zu seinem Konsumbarometer erklärt, dass sich die Ausgabenbereitschaft der Verbraucher positiv entwickele. Allerdings geht der HDE wegen der Inflation und der anhaltenden Unsicherheit davon aus, dass der private Konsum in den kommenden Monaten kein starker Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums sein wird.

Jeder Euro zählt …
07:07 Uhr

OpenAI holt Ex-Heeresminister ins Boot

OpenAI hat den ehemaligen US-Heeresminister Dan Driscoll auf einen neu geschaffenen Posten zur Modernisierung der nationalen Sicherheit berufen. Dies teilte der ChatGPT-Erfinder mit. Driscoll soll die OpenAI-Führungsebene beraten und mit externen Partnern daran arbeiten, wie fortschrittliche Künstliche Intelligenz (KI) die nationale Sicherheit und die Cybersicherheit verbessern kann. "Ich wechsle zu OpenAI, um den USA und unseren Verbündeten dabei zu helfen, diese Technologie verantwortungsvoll für die Menschen einzusetzen, die für unsere Sicherheit sorgen", erklärte Driscoll.

OpenAI holt Ex-Heeresminister ins Boot
06:50 Uhr

Asien-Augenmerk liegt auf dem Kospi

Die Anleger in Asien halten sich vor den US-Zwischenwahlen zurück. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert 0,9 Prozent, angeführt von einem Rückgang von bis zu 3,8 Prozent an der Börse in Südkorea. Die japanischen Märkte sind wegen eines Feiertags geschlossen. "Der Dienstag ist nicht mehr als der Tag vor einem viel wichtigeren Tag", erklären die Analysten der ING. Bis Mittwoch werde der Markt eine Orientierungshilfe für die Auswirkungen der Zwischenwahlen haben.

In Seoul drückt ein Ausverkauf von Technologiewerten an der Wall Street die Kurse. Der Leitindex Kospi verliert 2,72 Prozent auf 5699,97 Punkte. Die Aktien des Chip-Herstellers Samsung Electronics fallen um 3,17 Prozent, die des Konkurrenten SK Hynix um 4,14 Prozent.

Vorsicht herrscht auch an den chinesischen Börsen. Der Shanghai Composite verliert 0,7 Prozent auf 3612,09 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen bleibt fast unverändert bei 4013,89 Punkten. Die chinesischen Aufsichtsbehörden hatten am Montag eine Reihe von Maßnahmen zur Stabilisierung der Kapitalmärkte angekündigt, darunter Swap-Geschäfte und eine verbesserte Kreditfazilität für Aktienrückkäufe durch börsennotierte Unternehmen. "Diese Maßnahmen blieben hinter den Erwartungen zurück", sagt Chen Jiande, Fondsmanager bei Fujian Tianlang Asset Management Co. "Viele Anleger in den gebeutelten Tech-Aktien nutzen jede Erholung, um auszusteigen."

Asien-Augenmerk liegt auf dem Kospi
06:33 Uhr

iPhones lassen bei Apple die Kassen klingeln

Eine starke Nachfrage und Preiserhöhungen verleihen Apple Rückenwind. Der iPhone-Umsatz und die Konzernerlöse hätten Rekordwerte für ein September-Quartal erreicht, sagte der neue Konzernchef John Ternus. Daher übertreffe auch die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025/2026 alles bisher Dagewesene.

Der Konzernumsatz kletterte in den vergangenen drei Monaten überraschend deutlich um zwölf Prozent auf 114,48 Milliarden Dollar. Die Einnahmen aus Smartphone-Verkäufen hätten mit 57,58 Milliarden Dollar die Markterwartungen ebenfalls um rund eine Milliarde Dollar übertroffen. Der Gewinn legte um 13,5 Prozent auf 2,10 Dollar je Aktie zu. Im Gesamtjahr 2025/2026 erhöhten sich die Konzernerlöse um rund 15 Prozent auf 478,83 Milliarden Dollar und das Nettoergebnis um mehr als 20 Prozent auf 8,98 Dollar je Aktie.

iPhones lassen bei Apple die Kassen klingeln
06:13 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Chinas Zentralbank (PBOC) hebt den Mindestreservesatz für Fremdwährungseinlagen an. Der Satz für Finanzinstitute werde zum 15. November von vier auf sechs Prozent erhöht, teilt die People's Bank of China mit. Die Ankündigung schickt den Yuan auf Talfahrt. Der Onshore-Yuan schwächt sich um bis zu 0,37 Prozent auf 6,6728 zum Dollar ab und steuert damit auf den größten Tagesverlust seit sechs Monaten zu. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 157,88 Yen. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8185 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1187 Dollar und zieht leicht auf 0,9157 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Kriegt Trump die Quittung?

Der Dax kann auf die Vorwochengewinne aufbauen: Zum gestrigen Wochenstart legte der deutsche Börsenleitindex 0,6 Prozent auf 25.981 Punkte zu, nachdem er in der vergangenen Woche bereits rund 2,5 Prozent gewonnen hatte. Stützend wirkten deutlich nachgebende Ölpreise. Gleichzeitig verwiesen Marktteilnehmer aber auch auf eine gewisse Zurückhaltung der Anleger vor den US-Zwischenwahlen.

Diese stehen heute an. Für die Republikaner von Präsident Donald Trump geht es darum, ihre derzeit knappen Mehrheiten in beiden Parlamentskammern zu verteidigen. Umfragen zufolge haben die oppositionellen Demokraten gute Chancen, mindestens das Repräsentantenhaus zu erobern, in dem sämtliche 435 Abgeordnetenmandate zur Wahl stehen. Im Senat, in dem es um etwa ein Drittel der insgesamt 100 Sitze geht, wird ein enges Rennen erwartet. Der Ausgang bestimmt darüber, wie frei Trump in den nächsten beiden Jahren regieren kann. Neben dem Kongress finden in zahlreichen Bundesstaaten auch Gouverneurs- und Kommunalwahlen statt. Erste Ergebnisse der "Midterms" gibt es in der Nacht zu Mittwoch (MEZ).

Aber auch unternehmensseitig steht heute einiges an: So muss sich etwa der Agrar- und Pharmakonzern Bayer im dritten Quartal auf einen Ergebnisrückgang einstellen. Analysten erwarten im Schnitt ein Minus beim bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) auf 1,425 Milliarden Euro. Zuletzt hatte Bayer Ende Oktober im US-Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat den ersten wesentlichen Erfolg seit einem richtungsweisenden Urteil des Supreme Courts im Sommer erzielt. Konzernchef Bill Anderson will den juristischen Rückenwind nutzen, um einen milliardenschweren Sammelvergleich voranzutreiben und den Fokus wieder stärker auf das operative Geschäft zu lenken.

Der von BASF umworbene Spezialchemiekonzern Evonik dürfte im dritten Quartal Umsatz und operativen Gewinn in die Höhe geschraubt haben. Gestiegene Preise und eine höhere Nachfrage durch den Nahost-Konflikt spielen den Essenern in die Karten. Anleger dürften aber mit Spannung auf neue Aussagen zum Interesse des größeren Konkurrenten BASF warten. Der Vorstand der Essener hatte zuletzt eine erhöhte Übernahme-Offerte abgeschmettert. Zugleich hat Evonik ein Auge auf den US-Konkurrenten Ashland geworfen. Auch hier können sich die Essener auf Nachfragen durch Analysten einstellen.

Bei den nach US-Börsenschluss erscheinenden Quartalsergebnissen des Chipkonzerns AMD richten Börsianer ihr Augenmerk auf die PC-Sparte, nachdem sich der Konkurrent Intel pessimistisch zum Ausblick für diesen Geschäftsbereich geäußert hat. Die Nachfrage nach KI-Hochleistungsprozessoren ist jedoch ungebrochen. Daher will Konzernchefin Lisa Su die Produktionskapazitäten 2027 noch einmal deutlich erweitern. Für das abgelaufene Quartal hat AMD einen Umsatz zwischen 12,7 und 13,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

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