"Sache der Europäischen Union"Brüssel über Trump-Ankündigung zu Ukraine: EU entscheidet selbst über eigene Sicherheit

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump eines "sehr großen" Abkommens zur Ukraine hat die EU ihre Souveränität in Sicherheitsfragen betont.
"Es ist offensichtlich Sache der Europäischen Union, über Belange zu entscheiden, die ihre Sicherheit betreffen", sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Sie verwies auf einen Beschluss der europäischen Staats- und Regierungschefs.
Trump hatte am Donnerstag (Ortszeit) ein "sehr großes" Abkommen mit Moskau zur Ukraine und womöglich "ganz Europa" in Aussicht gestellt. Details nannte der US-Präsident nicht. Die Ankündigung folgte auf ein Treffen Trumps mit Kreml-Berater Kirill Dmitrijew im Weißen Haus in Washington.
"Wir wünschen uns alle, dass wir bald ein Friedensabkommen haben", sagte die Kommissionssprecherin weiter. Dafür müsse aber vor allem Russland Bereitschaft für ein Ende des Krieges in der Ukraine zeigen. "Der Weg dahin ist noch lang, weil wir von dieser Seite bisher nicht viel Bewegung gesehen haben", sagte sie.
Unterhändler Russlands, der Ukraine und der USA kommen am Dienstag und Mittwoch zu Dreiergesprächen über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs zusammen. Es ist das erste derartige Treffen seit Februar. Die Europäer sitzen bei den Dreiergesprächen nicht mit am Tisch und befürchten, Trump könnte über ihre Köpfe hinweg entscheiden.