HessenNagel in Halloween-Süßigkeit: Polizei prüft mögliche Serie

Rund um Halloween tauchten auch in Hessen Süßigkeiten mit Nadeln oder Metallteilen auf. Die Polizei prüft mögliche Verbindungen – und schaut dabei auch auf Soziale Medien.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Zusammenhang mit mutmaßlich manipulierten Halloween-Süßigkeiten ist in Hessen nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes (LKA) bislang ein Mann verletzt worden. Wie die Behörde auf Anfrage mitteilte, nehme die hessische Polizei die Vorfälle sehr ernst. Das LKA unterstütze die Ermittlungen der einzelnen Dienststellen und führe die Erkenntnisse zusammen, um mögliche Zusammenhänge zu erkennen.
"Die bislang bekanntgewordenen Sachverhalte wurden zunächst als versuchte gefährliche Körperverletzung aufgenommen", hieß es. Auch Tage nach Halloween waren zuletzt deutschlandweit neue Fälle von mit Nadeln oder Metallgegenständen bestückten Süßigkeiten registriert worden, unter anderem in Mittelhessen. Dort hatte ein Kind eine Stecknadel in einem Kaubonbon entdeckt.
Hängen die Taten zusammen?
"Bei den gemeldeten Vorfällen handelt es sich um eine besonders perfide Vorgehensweise", erklärte das LKA in Wiesbaden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehe deshalb insbesondere die Frage, ob zwischen den einzelnen Taten ein Zusammenhang bestehe. "Darüber hinaus wird geprüft, ob die Taten möglicherweise im Zusammenhang mit Verabredungen oder Aufrufen in sozialen Medien beziehungsweise Chatgruppen stehen."
Dass sich Tatverdächtige über solche Plattformen ausgetauscht oder zu solchen Handlungen verabredet haben könnten, könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, erklärten die Ermittler. "Belastbare Erkenntnisse hierzu liegen bislang jedoch nicht vor."