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"Wo andere auf KI setzen [...]"Auch RND will Reporter stärker als eigene Marken aufbauen

06.11.2026, 15:12 Uhr
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Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) der Madsack Mediengruppe will Journalistinnen und Journalisten seiner Partnerredaktionen künftig stärker als eigenständige Persönlichkeiten etablieren. (Foto: dpa)

Immer mehr Medienhäuser setzen auf die Bekanntheit einzelner journalistischer Persönlichkeiten. Nun baut auch das RedaktionsNetzwerk Deutschland seine Reporter stärker als eigene Marken auf.

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) will Journalistinnen und Journalisten seiner Partnerredaktionen künftig stärker als eigenständige Persönlichkeiten etablieren. Dafür startet das Netzwerk im November das Schulungsprogramm "RND Voices", wie die Madsack Mediengruppe mitteilte. Bei der Entwicklung des mehrmonatigen Programms arbeitet das RND mit der Journalistin und Moderatorin Victoria Reichelt zusammen.

Ziel ist es, ausgewählte Reporterinnen und Reporter mit ihrer fachlichen Expertise und Persönlichkeit sichtbarer zu machen. Sie sollen künftig verstärkt in Video- und Audioformaten sowie bei Live-Auftritten von ihren Recherchen berichten. Die Chefredaktionen der RND-Partnerredaktionen nominieren dafür jeweils Kandidatinnen und Kandidaten, die das Programm durchlaufen.

"Wo andere auf KI setzen, sind wir mit echten Reportern vor Ort, die die Themen der Menschen aus erster Hand kennen", sagte RND-Chefredakteur Sven Clausen in der Mitteilung. Diese Stärke wolle das Netzwerk mit dem neuen Programm stärker hervorheben. Gemeinsam mit der Chefredakteurin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", Dany Schrader, und RND-Video-Chefin Sophie Peschke verantwortet Clausen das Projekt.

Auch andere Medienhäuser setzen inzwischen verstärkt auf journalistische Medienmarken. So fördert etwa das "Handelsblatt" mit seinem Programm "Editorial Voices" gezielt journalistische Persönlichkeiten. Auch die Deutsche Welle unterstützt Reporter dabei, sich auf sozialen Plattformen ein eigenes Publikum aufzubauen. Der Medienkonzern Axel Springer hat erst im Oktober ein ähnliches Programm gestartet. Zu den ersten Teilnehmern gehört der bisherige "Bild"-Vizechefredakteur Paul Ronzheimer.

Quelle: ntv.de, dpa

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