ThüringenKunstfest-Bilanz: "Vieles ist aufgegangen"

Warum das neue Leitungsduo zufrieden auf die erste Auflage unter eigener Regie schaut.
Weimar (dpa/th) - Nach mehr als zwei Wochen Dauer hat die neue Leitung des Kunstfests Weimar ein positives Fazit gezogen. "Vieles, was wir uns im stillen Kämmerchen überlegt hatten, ist aufgegangen: Gerade für das Eröffnungswochenende, das Tanzprogramm und das Programm im Festivalzentrum haben wir positive Rückmeldungen bekommen", sagte Katharina Germo.
Sie hat zusammen mit Juliane Hahn erstmals die Leitung für das Kunstfest in diesem Jahr übernommen, das als eines der wichtigsten für zeitgenössische Künste in Ostdeutschland gilt.
Es sei gelungen, in Weimar noch nicht allzu etablierte Positionen und Namen zu setzen und Neugierde zu wecken. Sehr gefragt gewesen seien Tanzveranstaltungen im Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters. "Aber auch ein kleines Format mit jungen Tanzschaffenden war sehr begehrt", so Germo.
Verschiedene Generationen angesprochen
Als Erfolg werte sie, dass es mit einigen Veranstaltungen gelungen sei, jüngere und ältere Besuchergruppen zusammenzubringen und Raum für internationale Begegnungen zu schaffen. Sie verwies als Beispiel auf ein internationales Projekt, bei dem Künstler aus Japan mit Vertretern der hiesigen Auto-Tuner-Szene zusammengearbeitet hätten.
Zahlen zu den Besuchern und verkauften Tickets nannte Germo noch nicht. Unter anderem fehlten noch Rückmeldungen von Kooperationspartnern. Bei den eigenen Veranstaltungen habe die Ticketauslastung bei durchschnittlich 80 Prozent gelegen.
Seit dem 21. August standen rund 100 Veranstaltungen auf dem Programm des Festivals. 2025, dem letzten unter der künstlerischen Leitung von Rolf C. Hemke, kamen rund 40.000 Besucher.