SachsenGrabanlage aus der Jungsteinzeit bei Leipzig entdeckt

Vor dem Bau einer Fernwärmeleitung wird der Boden von Archäologen untersucht. Worauf die Forscher dabei gestoßen sind.
Markranstädt (dpa/sn) - Bei Ausgrabungen vor der Verlegung einer Fernwärmeleitung von Leuna nach Leipzig sind Archäologen auf eine Grabanlage aus der Jungsteinzeit gestoßen. Die trapezförmige Anlage sei bei dem Ort Döhlen im Landkreis Leipzig entdeckt worden, teilte das Landesamt für Archäologie mit. Sie habe eine Größe von 20 mal 25 Metern gehabt. Sie sei typisch für die Baalberger Kultur, einen Kulturkreis der Jungsteinzeit.
Innerhalb des Trapezes seien sieben kreisrunde Gruben gefunden worden. In einer seien die Überreste eines Menschen entdeckt worden, der in einer seitlichen Hockerposition bestattet worden sei. Die Forscher gehen davon aus, dass die Grabstätten für Personen mit einer besonderen Stellung in der Gemeinschaft errichtet wurden. Bereits in den vergangenen Jahren seien im Landkreis Leipzig ähnliche Funde gemacht worden.