Sachsen-AnhaltGrundstein für neue LKA-Zentrale gelegt

Das LKA Sachsen-Anhalt ist bislang auf vier Standorte verteilt, im alten Magdeburger Gebäude wurden gesundheitsgefährdende Fasern entdeckt. Was der Neubau für die Ermittler bereithalten soll.
Barleben (dpa/sa) - Im Norden von Magdeburg ist der Grundstein für das neue Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) gelegt worden. Das Land investiert nach Angaben von Finanzminister Michael Richter (CDU) rund 415 Millionen Euro in den Neubau. Es sei die derzeit größte Baumaßnahme des Landes.
Das LKA ist bislang auf vier verschiedene Standorte in Magdeburg und Schönebeck verteilt. Im alten Gebäude in Magdeburg waren gesundheitsgefährdende Fasern in den Deckenplatten entdeckt worden. Im Sommer 2017 beschloss das Land eine Sanierung, doch die zunächst auf etwa zwei Millionen Euro geschätzten Kosten vervielfachten sich schnell. Das Land verwarf 2021 eine Sanierung und entschied sich für einen Neubau.
Einzug ab Ende 2028
Auf dem Gelände im Technologiepark Ostfalen (Landkreis Börde) sollen rund 700 Beschäftigte arbeiten, unter anderem in Büros, Laboren etwa für DNA-Analysen, einer modernen Schießanlage und Sportmöglichkeiten für die im LKA stationierten Spezialeinsatzkräfte. Der Geschäftsführer der landeseigenen Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft IPS, Thomas Poege, sagte, es handele sich um das modernste LKA in ganz Deutschland.
Erste Abteilungen sollen Ende 2028 einziehen, die übrigen Teile im Jahr 2029.