Berlin & BrandenburgMenschenschädel in Alufolie? Ungewöhnlicher Fund auf Grab

Bereits vor wenigen Wochen wurde ein menschlicher Schädel in Königs Wusterhausen gefunden. Nun machten Zeugen erneut einen Schädel auf einem Grab aus. Was war passiert.
Königs Wusterhausen (dpa/bb) - Auf einem durchwühlten Grab auf einem Friedhof in Königs Wusterhausen haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen ungewöhnlichen Fund gemacht. "Auf einem durch Wildtiere aufgewühlten Grab hatten sie einen Schädel entdeckt, der dem ersten Anschein nach menschlichen Ursprungs gewesen sein könnte", sagte ein Sprecher der Polizei. Der Knochen war teilweise in Alufolie verpackt.
Umgehend wurden Kriminaltechniker angefordert und der Fund nun rechtsmedizinisch begutachtet. Das Ergebnis der Untersuchung liegt vor: Demnach stammt der gefundene Schädel nicht von einem Menschen. "Vielmehr handelte es sich um einen Ziegenkopf mit fortgeschrittenen Fraßschäden."
Bereits vor wenigen Wochen war in dem Ort im Landkreis Dahme-Spreewald ein menschlicher Schädel abseits einer Straße entdeckt worden. Nun soll herausgefunden werden, woher der Kopf stammt. Weitere Skelett-Teile waren nicht auffindbar. Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei bei dem Verstorbenen um einen Mann um die 90 Jahre. Der Tod soll vor rund 20 bis 30 Jahren eingetreten sein.
"Auffallend war im Ergebnis der Untersuchung, dass der Schädel noch nie bestattet worden war, da typische und nachweisbare Spuren am Knochen fehlten", sagte der Sprecher Anfang September. Zudem waren keinerlei Spuren einer äußerlichen Gewaltanwendung sichtbar. Es gebe auch keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt.