Sachsen-AnhaltEinkommen in Sachsen-Anhalt steigt – bleibt aber zurück

Das verfügbare Einkommen in Sachsen-Anhalt legte 2024 etwas zu. Zum bundesweiten Durchschnitt bleibt dennoch eine deutliche Lücke – wie groß sie ist und was die Zahl tatsächlich misst.
Halle (dpa/sa) - Das verfügbare Einkommen pro Kopf in Sachsen-Anhalt ist gestiegen, lag 2024 aber weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Den Einwohnerinnen und Einwohnern standen im Schnitt 26.297 Euro für Konsum und Sparen zur Verfügung, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte. Bundesweit waren es 30.069 Euro. Im Vergleich zu 2023 stieg der Wert um 1.165 Euro oder 4,6 Prozent.
Der Wert ist kein durchschnittlicher Nettolohn. Er beschreibt, wie viel Geld den privaten Haushalten rechnerisch je Einwohner für Konsum und Sparen zur Verfügung steht. In die Berechnung fließen Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen ein. Davon werden etwa Steuern und Sozialbeiträge abgezogen, hinzugerechnet werden Sozialleistungen wie Renten, Sozialhilfe sowie Kinder- und Elterngeld. Die regionalen Werte werden laut Landesamt auch von Pendlerströmen und der demografischen Struktur beeinflusst.
Innerhalb Sachsen-Anhalts lag der Landkreis Börde mit 27.723 Euro pro Kopf vorn. Am niedrigsten war das verfügbare Einkommen in Magdeburg mit 24.244 Euro. Es stieg in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Die stärkste prozentuale Zunahme gab es im Jerichower Land mit 5,2 Prozent, die geringste in Magdeburg mit 4,0 Prozent.