Berlin & BrandenburgSegel-Freund in Schweden ertränkt - Urteil rechtskräftig

Zwei Freunde sind auf dem Rückweg von einer Segel-Regatta in Norwegen. Vor der schwedischen Küste kommt es zu einem Streit. Dann treibt einer leblos im offenen Meer.
Berlin/Leipzig (dpa/bb) - Mehr als zwei Jahre nach einem tödlichen Segelausflug vor der schwedischen Küste ist das Mord-Urteil gegen einen Berliner Segler rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des Mannes verworfen. Er muss damit eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen.
Das Landgericht Berlin hatte im Januar den damals 66-Jährigen wegen heimtückischen Mordes verurteilt. Die Überprüfung der Entscheidung habe keinen Rechtsfehler zu seinem Nachteil ergeben, hieß es vom in Leipzig ansässigen 5. Senats des BGH.
Nach dem Urteil hat der 66-Jährige seinen langjährigen Freund, mit dem er in Norwegen an einer Segel-Regatta teilgenommen hatte, nach einem Streit "bewusst und gewollt ertränkt". Die Männer hatten rund zwei Wochen in der Enge auf einem acht Meter langen Trimaran verbracht, als die Situation am 1. August 2024 eskalierte.
Was der genaue Anlass für den Streit der beiden Deutschen war, steht nicht fest, hieß es weiter im Urteil. Das Berliner Gericht folgte seinerzeit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger hatten dagegen auf Freispruch plädiert. Nach ihrer Schilderung wollte der Angeklagte seinen Freund retten, der Versuch sei "tragisch fehlgeschlagen".