Nordrhein-WestfalenStahlbrücke sackt ab - Ruhr-Sieg-Strecke bleibt gesperrt

In Kirchhundem sollte eine neue tonnenschwere Stahlbrücke an der wichtigen Ruhr-Sieg-Strecke eingesetzt werden. Das scheiterte vorerst. Laut DB verzögert sich damit die Freigabe der Bahnstrecke.
Kirchhundem (dpa/lnw) - An der wichtigen Ruhr-Sieg-Bahnstrecke ist die Montage einer neuen tonnenschweren Stahlbrücke in Kirchhundem vorerst gescheitert. Die laut Deutscher Bahn 330 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke sollte am Mittwoch in ihre endgültige Lage geschoben werden, sackte aber ab. "Wie es zu dem Unfall kommen konnte, werden wir jetzt gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen gründlich analysieren", sagte ein DB-Sprecher auf Anfrage.
Die Ruhr-Sieg-Strecke ist zentral für den Personen- und Güterverkehr zwischen Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland und wird derzeit zwischen Hagen und Siegen an mehreren Stellen bis Jahresende aufwendig saniert. Dazu gehört auch die Erneuerung der Eisenbahnbrücke "Hundem", deren Einschub nun aber misslang. "Wir sind erleichtert, dass bei dem Vorfall in Kirchhundem keine Menschen zu Schaden gekommen sind", betonte der Bahnsprecher.
Zur Streckenfreigabe hieß es: "Den bisherigen Zeitplan können wir nicht einhalten." Konkrete Angaben könne man aktuell nicht machen. "Wir wissen, dass Reisende auf der Ruhr-Sieg-Strecke derzeit große Einschränkungen hinnehmen müssen. Wir bedauern, dass diese Einschränkungen bis auf weiteres bestehen bleiben müssen."
Mehrere Medien berichteten über den Vorfall. Danach sollte der Abschnitt zwischen Siegen und Altenhundem nach Einsetzen der neuen Brücke eigentlich am 15. September freigegeben werden.