Niedersachsen & BremenMehrere Tatverdächtige nach schwerer Raubserie festgenommen

Nach brutalen Überfällen hat die Polizei mehrere Männer und eine Frau geschnappt. Was wird den Beschuldigten vorgeworfen?
Hannover (dpa/lni) - Fahndungserfolg für die Polizei Hannover: Einsatzkräfte haben nach einer außergewöhnlich schweren Raubserie mehrere Tatverdächtige festgenommen. Bei den Durchsuchungen von insgesamt zehn Objekten in Hannover, Laatzen, Ronnenberg sowie im brandenburgischen Herzberg gingen den Beamten am Donnerstag vier Tatverdächtige ins Netz, wie die Polizei mitteilte.
Demnach wurden in einer Wohnung in Laatzen eine 23-Jährige sowie ein 26-Jähriger festgenommen, in Hannover ein 20-Jähriger und in Ronnenberg ein 23-Jähriger. Die Tatverdächtigen kamen laut Polizei in verschiedene Justizvollzugsanstalten.
Tatverdächtige im Alter von 17 bis 26 Jahren
Bislang sind insgesamt zehn Tatverdächtige identifiziert worden, wie die Polizei weiter mitteilte. Den neun Männern und einer Frau im Alter von 17 bis 26 Jahren wird vorgeworfen, zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 in bislang sieben Fällen Menschen unter einem Vorwand in diverse kurzfristig arrangierte Wohnungen gelockt zu haben.
Dort sollen sie ihre Opfer überfallen haben. Mehrere Täter sollen die Betroffenen gefesselt, mit Messern bedroht und teilweise auch verletzt haben. Die Bande, die in unterschiedlicher Konstellation agierte, erbeutete Bargeld, Schmuck, Mobiltelefone und Kryptowährung.
Außergewöhnlich schwere Raubstraftaten
Die Raubstraftaten sind laut Polizei von außergewöhnlicher Schwere. Die besondere Skrupellosigkeit, mit der diese Gruppierung vorgegangen sei, zeuge von einer immensen kriminellen Energie. Zu den Opfern der Gruppe gehören demnach Betroffene zwischen 34 und 56 Jahren aus dem In- und Ausland.
Das Amtsgericht Hannover hat sieben Untersuchungshaftbefehle sowie zehn Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Die Einsatzkräfte stellten Telefone, Tablets sowie Messer und weitere Utensilien, die möglicherweise bei den Taten genutzt wurden, sicher. Weitere Tatverdächtige wurden nun zur Fahndung ausgeschrieben.