Mecklenburg-Vorpommern"Jamel rockt den Förster" soll am Samstag doch noch starten

Der erste Tag des Festivals "Jamel rockt den Förster" ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Aber am Samstag soll es Musik geben - und nicht nur das.
Wismar (dpa/mv) - Nachdem am Freitag alle Konzerte des Festivals "Jamel rockt den Förster" wegen schlechten Wetters abgesagt wurden, soll das Festival am Samstag starten. Das Musikprogramm soll laut Organisatoren am Nachmittag um 15.00 Uhr beginnen und bis in die Nacht gehen. "Wir sind sehr zuversichtlich", sagte ein Sprecher.
Weil das Festivalgelände infolge Dauerregens aufgeweicht gewesen sei, hätten Lkw die Technik nicht heranfahren können. Am Samstag sah es nach Aussage des Sprechers aber besser aus. "Das, was gestern Sumpf war, ist heute trocken". Es seien Hackschnitzel angeliefert und verteilt worden, um den Boden trockenzulegen. Es sei aber auch für Samstag Regen angekündigt. Auch politische Workshops und Infostände als Teil des Rahmenprogramms sollten am Samstag öffnen.
Festival gegen Rechtsextremismus
Für das Festival seien Tages- und Wochenendtickets verkauft worden. Wie mit den Inhaberinnen und Inhabern von Tagestickets für den Freitag verfahren wird, wird nach Aussage des Sprechers noch geklärt. Diese würden angeschrieben.
"Jamel rockt den Förster" ist ein seit 2007 stattfindendes Rockfestival mit einer politischen Botschaft. Die Organisatoren, das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer, wollen damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Es ist eine Gegenveranstaltung zu Bemühungen örtlicher Neonazis, das Dorf Jamel nahe Wismar in Nordwestmecklenburg in eine rechtsextreme Mustergemeinde zu verwandeln.
Das Spektakel zieht jedes Jahr Tausende Besucher an - auch weil prominente Musiker an den Start gehen. In der Vergangenheit traten so unter anderem Herbert Grönemeyer, Campino von den Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot und Deichkind auf. Dabei halten die Veranstalter die Namen der auftretenden Musiker und Bands traditionell bis zum Auftakt geheim.