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Hamburg & Schleswig-HolsteinDank Arzneimitteln: Hamburger Export steigt deutlich an

07.09.2026, 15:57 Uhr
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(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Der Wert der Ausfuhren der Freien und Hansestadt Hamburg ist im ersten Halbjahr stark gewachsen. Das Statistikamt Nord nennt die Gründe und die wichtigsten Abnehmer.

Hamburg (dpa/lno) - Hamburger Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 Waren im Wert von 29,2 Milliarden Euro exportiert. Damit lag der Wert um 9,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt Nord mitteilte.

Besonders deutlich erhöhte sich demnach die Ausfuhr von pharmazeutischen Erzeugnissen (plus 315,1 Prozent). Die starke Zunahme könnte durch Vorzieheffekte begründet sein. Schon 2025 gab es Sorgen vor Zöllen auf Medikamente unter US-Präsident Donald Trump. Ebenfalls deutliche Zuwächse registrierten die Statistiker bei Mineralölerzeugnissen (plus 17,7 Prozent) und Gold für gewerbliche Zwecke (plus 39,8 Prozent). Auch bundesweit hatten die Exporte zuletzt deutlich zugelegt. Frankreich war das wichtigste Abnehmerland für Produkte aus Hamburg. Die Ausfuhren dorthin summierten sich auf 3,5 Milliarden Euro, vor allem für Luftfahrzeuge und dazugehörige Teile. Nach Österreich gingen Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro und in das Vereinigte Königreich Waren im Wert von 2,2 Milliarden Euro. Die Vereinigten Staaten folgten mit rund 2,0 Milliarden Euro. Ein Großteil der Exporte dorthin waren Wasser- und Luftfahrzeuge. Die Einfuhr nach Hamburg wuchs im ersten Halbjahr 2026 um 15 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro. Luftfahrzeuge waren der wichtigste Treiber, der Wert der eingeführten Flugzeuge und Flugzeugteile stieg um 37,1 Prozent. Die Einfuhr von pharmazeutischen Erzeugnissen erhöhte sich um 261,1 Prozent. Auch die Einfuhren von Erdöl und Erdgas (plus 52,9 Prozent) sowie von Kupfererzen (plus 43,8 Prozent) stiegen deutlich, erklärt das Statistikamt Nord. Die wichtigsten Herkunftsländer der Hamburger Importe seien die Vereinigten Staaten (5,8 Milliarden Euro), Frankreich (4,9 Milliarden Euro), die Volksrepublik China (4,2 Milliarden Euro) und das Vereinigte Königreich (2,4 Milliarden Euro) gewesen.

Quelle: dpa

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