Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-HolsteinBau von Batteriegroßspeicher in Hamburg hat begonnen

09.09.2026, 20:38 Uhr
image
(Foto: ---/Flower/dpa)

Der Stromspeicher soll bis Ende 2028 in Betrieb genommen werden. Einen Speicher der geplanten Größe gibt es bislang nicht in der Stadt.

Hamburg (dpa/lno) - Das schwedische Energietechnikunternehmen Flower hat in Hamburg-Allermöhe offiziell mit dem Bau eines Batteriegroßspeichers begonnen. Das teilte ein Sprecher der Hamburger Energiebehörde auf Anfrage mit. Der Speicher mit einer Leistung von 100 Megawatt soll bis Ende 2028 in Betrieb genommen werden, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Flower werde nach Fertigstellung des Projekts den Speicher betreiben. Die Investitionssumme nannte das Unternehmen nicht.

Hamburgs Energiesenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagte: "Dass Flower die Standortvorteile in Hamburg nutzt, ist ein klares Signal an die Wirtschaft: Wir gehen in Hamburg mit zukunftsweisender Energiepolitik voran."

Nach Kenntnis der Hamburger Energienetze, dem städtischen Hamburger Stromnetzbetreiber, gibt es bislang noch keinen Batteriespeicher in Hamburg dieser Größe. Es sei der größte Speicher dieser Art in einer deutschen Großstadt.

In Klostermansfeld in Sachsen-Anhalt, nordwestlich von Halle, wird allerdings ein weit größerer Speicher gebaut, der nach Angaben des dortigen Betreibers der größte Deutschlands werden soll. Er soll eine Leistung von 1.000 Megawatt haben und bis zu 5.700 Megawattstunden Strom speichern können.

Flower wurde nach eigenen Angaben 2020 gegründet. Hauptsitz ist Stockholm. Das Unternehmen vermarktet Speicher sowie Wind- und Solarparks. In Deutschland plant Flower einen weiteren Speicher in Döllnitz in Sachsen-Anhalt.

Wissenschaftler: Großspeicher keine Seltenheit mehr

Jonas Brucksch, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen am Lehrstuhl unter anderem für Speichersystemtechnik, sagte, der Bau eines Speichers dieser Größenordnung sei in Deutschland keine Seltenheit mehr. In Deutschland gebe es bereits Großspeicher mit einer gesamten Leistung von rund 4.300 Megawatt.

Strom wird in Deutschland zunehmend von Wind- und Solarparks erzeugt. Die Stromerzeugung schwankt je nach Wetter sowie Jahres- und Tageszeit. Speicher können dazu beitragen, um die Schwankungen auszugleichen, indem sie überschüssigen Strom aufnehmen und ihn bei Bedarf wieder abgeben.

Quelle: dpa

Regionales