Berlin & BrandenburgMenschen protestieren in Berlin gegen AfD nach Wahl-Triumph

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt gehen Hunderte Menschen in Berlin gegen die AfD auf die Straße. Für den Tag nach dem Triumph für die Partei ist eine große Demo vor dem Brandenburger Tor angekündigt.
Berlin (dpa/bb) - Am Abend der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind in Berlin mehrere Menschen gegen die AfD auf die Straße gegangen. Durch das Regierungsviertel zog ein Protestzug unter dem Motto "Demokratie verteidigen! - AfD Verbot jetzt!" bis zur Landesvertretung Sachsen-Anhalt. Es seien Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten gekommen - im unteren dreistelligen Bereich, hieß es von der Polizei. Den Angaben zufolge blieb es ruhig.
Parallel waren einige Dutzend Menschen am Brandenburger Tor. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach war unter dem Titel "Krach gegen Nazis" mit seinem Wahlkampfbus gekommen und hielt eine Rede.
Kurz vorher waren die ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bekanntgeworden: Die AfD ist mit Abstand stärkste Partei, die CDU verliert stark und landet mit großem Abstand auf Platz zwei. Dahinter folgen Linke, Grüne und SPD.
5.000 Demonstranten für Montag am Brandenburger Tor angemeldet
Unter dem Titel "NoAfD-Protest" ist für den Montagabend dann eine größere Kundgebung am Brandenburger Tor angemeldet. Ab 18.00 Uhr werden der Polizei zufolge 5.000 Menschen werden erwartet.
Bei einem Wahlkampftermin der AfD in Neukölln war es am Mittwoch zu Demonstrationen und Störungen gekommen. Ein Rundgang von AfD-Politikern mit Abgeordneten der österreichischen Schwesterpartei FPÖ durch die Sonnenallee und die Hermannstraße sorgte für Protest und Sprechchöre von einigen Dutzend Demonstranten. Die Polizei war mit einer Hundertschaft im Einsatz und bemühte sich, beide Gruppen zu trennen.