Berlin & BrandenburgErster Vogelgrippe-Fall des Herbstes in Brandenburg

Eine Wildgans im Landkreis Oder-Spree bringt Brandenburgs ersten bestätigten Vogelgrippe-Fall des Herbstes. Die Gefahr für Geflügelhaltungen wächst.
Potsdam/Oder-Spree (dpa/bb) - Bei einer Wildgans im Landkreis Oder-Spree ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Es handele sich um den ersten amtlich bestätigten Fall in Brandenburg in diesem Herbst, teilte das Agrarministerium mit.
Das Friedrich-Loeffler-Institut rechne in seiner aktuellen Risikoeinschätzung für November mit einer weiteren Ausbreitung des Virus bei Geflügel und Wildvögeln in Deutschland. Mit dem Vogelzug im Herbst nehme die Gefahr zu, dass der Erreger in Geflügelhaltungen eingeschleppt werde. In Ställen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gab es bereits Ausbrüche.
Die Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - gilt als hochansteckende Tierseuche, die bei Vögeln häufig tödlich verläuft. Im vergangenen Herbst und Winter gab es in Brandenburg zahlreiche Fälle in Geflügelbetrieben - es musste eine große Zahl an Gänsen, Enten und Puten getötet werden. Im Linumer Teichland (Kreis Ostprignitz-Ruppin) waren im Oktober 2025 massenhaft tote Kraniche eingesammelt und beseitigt worden.
Das Ministerium in Potsdam appelliert an alle Geflügelhalter, Schutzvorkehrungen in ihren Betrieben konsequent einzuhalten. Kontakte zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln seien zu vermeiden.
Folgende Schutzvorkehrungen sind wichtig: Schutzkleidung beim Betreten von Geflügelhaltungen, Reinigung und Desinfektion, eingeschränkter Zutritt zu Geflügelhaltungen. Tiere dürften auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben, so das Ministerium.