Berlin & BrandenburgEisbären mit großen Zielen, aber "ohne riesigen Druck"

Der Rekordmeister strebt in der neuen DEL-Saison den vierten Titelgewinn in Folge an. Nach personellen Wechseln auf Schlüsselpositionen steht das Team aber vor einer ganz neuen Herausforderung.
Berlin (dpa/bb) - Die Eisbären Berlin gehen nach drei Titeln in Folge mit den gewohnt hohen Ansprüchen in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). "Wenn man in sechs Jahren fünfmal Meister wird, dann erwartet man fast schon, dass man wieder Meister wird. Das ist die Erwartung von außen", sagte Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz am Dienstag.
"Wir wollen Meister werden, wir verstecken uns auch nicht. Aber ich glaube, gerade mit den ganzen Neuerungen können wir ohne den riesigen Druck in die Saison starten." Am Donnerstag empfangen die Berliner die Straubing Tigers zum DEL-Saisonauftakt in der Arena am Ostbahnhof (19.30, live bei Magentasport).
Tatsächlich hat sich bei den Berlinern seit dem Finaltriumph gegen die Adler Mannheim im vergangenen Mai einiges geändert. So führt Éric Dubois das Team nun als Headcoach, nachdem Erfolgstrainer Serge Aubin zum SC Bern gewechselt war. Zudem setzen die Eisbären mit Jack LaFontaine und Jonas Neffin auf ein komplett neues Torhüter-Duo.
"Wir verteidigen keine Meisterschaft, wir verdienen sie neu"
Auch Sportdirektor Stéphane Richer unterstrich, dass die Berliner die jüngsten Erfolge hinter sich gelassen haben: "Wir haben einen Spruch in der Kabine: "Wir verteidigen keine Meisterschaft, wir verdienen sie neu"", sagte er. Die Ziele formulierte er aber wie schon in den vergangenen Jahren: Der Club wolle in der Champions Hockey League (CHL) weit kommen, in der Hauptrunde attraktives Eishockey spielen und in der Abschlusstabelle unter den ersten Vier landen - und dann in den Playoffs um den Titel mitkämpfen.
Ab Donnerstag gehe es nun darum, "Schritt für Schritt" zu machen, um sich eine weitere Titelchance zu erspielen, sagte Richer. Vor dem Spiel wird dabei das Meisterbanner für den jüngsten Titel unter das Hallendach gezogen. Nicht zuletzt wegen dieser Zeremonie erwartet Trainer Dubois bei seinem Debüt hinter der Spielerbank "viel Nervosität und Aufregung" auf dem Eis. "Es wird darauf ankommen, die Emotionen unter Kontrolle zu haben", betonte er.