Ratgeber

Tankrabatt voll ausnutzenPreisvergleich-Apps beim Tanken: So spart man Zeit und Geld

01.10.2026, 14:50 Uhr
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Regelmäßig genutzte Tankstellen lassen sich in Preisvergleich-Apps speichern. (Foto: dpa)

Mit Apps und auf Websites lassen sich die günstigsten Tankstellen in der Nähe schnell finden. Wie man mit einfachen Kniffen das Meiste herausholt.

Der Tankrabatt ist da, aber wo tanke ich wirklich gerade am günstigsten? Preisvergleich-Apps und Websites helfen dabei - umso mehr, wenn man ihr Potenzial richtig ausschöpft. Tipps dazu vom Auto Club Europa (ACE) und dem ADAC:

Favoriten speichern und Preisalarme setzen

Es kann sich lohnen, regelmäßig genutzte Tankstellen etwa entlang oft gefahrener Routen als Favoriten zu speichern, anstatt jedes Mal neu zu suchen. Auch ein Preisalarm kann praktisch sein, wenn er sich in der App einstellen lässt - um möglicherweise spontan den Tank aufzufüllen, falls man gerade in der Nähe und der Preis besonders attraktiv ist.

Keine extremen Umwege machen

Man sollte den Suchradius sinnvoll wählen und das Tanken möglichst mit ohnehin geplanten Fahrten kombinieren. Denn: "Für wenige Cent Preisunterschied lohnt sich ein größerer Umweg meist nicht, weil zusätzlicher Verbrauch und Zeit den Vorteil schnell aufzehren können", so Jeannine Ulm vom ACE. "Ein Umweg von fünf Kilometern rentiert sich bei einem leeren Tank erst bei mindestens zwei Cent Preisunterschied je Liter Kraftstoff."

Auf die richtige Zeit achten und nicht wählerisch sein

"Aktuell ist das Tanken vormittags vor der Preiserhöhung um zwölf Uhr am günstigsten", so Lorenzo Walcher vom ADAC. "Wer vor dem Tanken zum Beispiel per App die Preise prüft, findet oft schon im näheren Umfeld günstigere Angebote." Und keine Angst bei der Auswahl der Tankstellen: "Kraftstoffe sind genormt, daher kann auch bedenkenlos an Discount-Tankstellen getankt werden", beruhigt Jeannine Ulm.

Viele Apps zur Auswahl

Bei der Auswahl der Apps oder Preisvergleichswebsites besteht die Qual der Wahl. Es gibt es eine Vielzahl zugelassener Dienste, die ihre Preise allesamt von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beziehen, so das Bundeskartellamt. Mehr als 40 Anbieter sind auf der Website der Behörde aufgelistet. Auch die gängige "Google Maps"-Kartenapp kann Tankstellen und deren aktuelle Preise anzeigen.

Diese vier Tipps des ADAC Hessen-Thüringen können zudem helfen, Sprit zu sparen:

Tempo herausnehmen

Je schneller ein Auto fährt, desto größer wird sein Luftwiderstand - und damit auch sein Verbrauch. Ein Beispiel: Wer im Mittel mit 100 Kilometer pro Stunde statt 120 km/h fährt, kann auf der gleichen Streckenlänge rund 15 Prozent Kraftstoff einsparen. Wer dagegen 160 km/h fährt, verbraucht rund 50 Prozent mehr, als es im Vergleich zu einem mittleren Tempo von 100 km/h der Fall wäre. Der Verkehrsclub macht eine Rechnung mit einem Benziner auf, der bei einem mittleren Tempo von 100 km/h rund 6,7 Liter Super auf einer Strecke von 100 Kilometern verbraucht. Bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h steigt der Verbrauch auf 10,1 Liter pro 100 Kilometer. Bei einem angenommenen Preis von 2,30 Euro pro Liter kostet das schnellere Fahren pro 100 Kilometer etwa 7,82 Euro mehr.

Clever schalten

Neben der grundsätzlich mäßigen Geschwindigkeit kann das richtige Schalten Sprit sparen: Vor allem hochtouriges Fahren - mit einer Drehzahl von mehr als 2000 Umdrehungen pro Minute - lässt den Verbrauch ansteigen. Besser ist es, beim Beschleunigen so früh wie möglich hochzuschalten, um hohe Drehzahlen zu vermeiden. Das gewählte Tempo sollte dann mit einer möglichst niedrigen Drehzahl beibehalten werden. Zurückschalten sei in der Regel erst nötig, wenn der Motor ruckelt oder zu brummen beginnt, so der ADAC. Viele moderne Autos zeigen auch Gangempfehlungen im Display an.

Immer wichtig: Möglichst mit konstanter Geschwindigkeit und vorausschauend fahren - falls vorhanden, kann dafür ein Tempomat genutzt werden. Wer von Weitem eine rote Ampel sieht, kann die Motorbremse nutzen und bei eingelegtem Gang vom Gas gehen. Dabei wird die Kraftstoffzufuhr der meisten Autos komplett abgesperrt - die sogenannte Schubabschaltung.

Reifendruck optimieren

Wer sicher, komfortabel und sparsam fahren will, sollte den Luftdruck der Reifen regelmäßig kontrollieren. Schon ein um 0,3 bar reduzierter Druck steigert den Rollwiderstand und sorgt für unnötigen Mehrverbrauch. Wer weiter sparen will, kann - sofern dies in der Bedienungsanleitung beschrieben ist - den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Reifenluftdruck leicht erhöhen.

Gewicht reduzieren

Hier gilt grundsätzlich: je weniger, desto besser. Jedes zusätzliche Gewicht an Bord oder in Aufbauten wie Dachboxen führt am Ende zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Als Faustformel nennt der Verkehrsclub: 100 Kilogramm Zusatzlast führen zu bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer. Wer etwa aus dem Urlaub zurückgekommen ist, sollte daher nicht mehr benötigte Gegenstände aus dem Auto räumen und etwaige Aufbauten abmontieren. Speziell in der Stadt wirkt sich das Gewicht einer Zuladung negativ auf den Spritverbrauch aus. Jedes Anfahren und jede Beschleunigung kostet extra Sprit.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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