Trocken durch den HerbstRegenjacken für Damen im Test - welche hält wirklich dicht?
Von Isabella Campanelli
Ob auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Rad oder beim Wandern - wer bei Regen unterwegs ist, will trocken ankommen. Doch welche Regenjacke schützt zuverlässig vor Nässe, ohne dass man darunter sofort ins Schwitzen kommt? Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf beliebte Modelle.
Als Experte steht uns Benjamin zur Seite, Fachberater in einem Outdoorbekleidungsgeschäft. Für ihn steht fest: "Ich würde meinen Kunden grundsätzlich keine Regenjacke unter 10.000 Millimeter Wassersäule empfehlen." Für den Test wählen wir Jacken aus, die diese Eigenschaft mitbringen. Eine Ausnahme stellt die Marke "The North Face" dar: Der Hersteller macht seine Werte nicht öffentlich, empfiehlt uns auf Nachfrage jedoch die Jacke "Antora" für unseren Test - die Textilie weise mindestens 10.000 Millimeter Wassersäule auf.
Regenjacken für Damen im Test - das Fazit
Die Vaude Women's Escape Light Jacke* überzeugt uns mit einem stimmigen Gesamtpaket und sichert sich damit die Favoritenposition. Sie hält im Wassertest komplett dicht, sitzt bequem und lässt sich sowohl an Kapuze als auch an den Ärmeln und Saum fein verstellen - perfekt für alle, die eine leichte Allrounder-Jacke für Alltag, zum Wandern oder Radfahren suchen.
Als Preis-Leistungs-Sieger erweist sich die Regenjacke von Swedemount*, die wir über den Decathlon Online-Shop bestellen. Für einen vergleichsweise geringen Preis bietet sie eine solide Wasserdichtigkeit, einen praktischen Stehkragen und fühlt sich fast wie eine zweite Haut an. Außerdem bringt sie sogar Reflektoren mit - besonders praktisch für die dunkle Jahreszeit.
So läuft der Regenjacken-Test ab
Wir testen die Regenjacken (Größe S) in verschiedenen Alltagsszenarien, um ihre Leistung umfassend zu bewerten. Jedes Modell muss sich im Dusch-Test, beim Sport und auf dem Fahrrad beweisen. Dabei bewerten wir folgende Kriterien:
Wasserdichtigkeit: Hält die Jacke unter einem zweiminütigen Duschstrahl (30 Sekunden pro Seite) dicht? Bleiben das Baumwoll-T-Shirt darunter und Papiertücher in den Taschen trocken?
Atmungsaktivität und Winddichtigkeit: Wie schnell schwitzen wir bei einem 20-minütigen Outdoor-Workout in der trockenen Jacke? Halten die Teile Fahrtwind beim Fahrradfahren stand?
Passform und Tragekomfort: Wie gut ist die Bewegungsfreiheit, wie sitzt die Kapuze, wie fühlt sich das Material auf der Haut an?
Verarbeitung und Qualität: Wir prüfen die Nähte, die Leichtgängigkeit der Reißverschlüsse, die Robustheit des Materials sowie das Gewicht
Ausstattung und Details: Gibt es verstellbare Bündchen und Säume, ausreichend Taschen oder eine Unterarmbelüftung?
Preis-Leistungs-Verhältnis: Wie viel Schutz bekommt man fürs Geld?
Schadstoffe und Nachhaltigkeit: Ist die Jacke PFAS-frei und besteht sie aus recycelten Materialien? (Hier beziehen wir uns auf die Herstellerangaben, die Jacken werden keinem Labortest unterzogen)
Hinweis: Die Qualität der Jacken kann sich durch häufige Wäschen, fehlende Imprägnierung und lange Nutzungsdauer ändern. Wir testen die Jacken ausschließlich in einem Zeitraum von einer Woche, ohne sie vorher zu waschen.
Diese Damen Regenjacken von The North Face, Vaude, Jack Wolfskin und Co. testen wir
Testsieger: Vaude Women's Escape Light Regenjacke, Größe S, circa 80 Euro*
Preis-Leistungs-Sieger: Swedemount Regenjacke, Größe S, circa 66 Euro*
The North Face Antora Rain Jacke 2025, Größe S, circa 95 Euro*
Jack Wolfskin Stormy Point 2l Jkt W, Größe S, circa 60 Euro*
Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers an. Die Angaben in der Produktübersicht beziehen sich auf die Produktpreise zum Testzeitpunkt.
Testsieger: Vaude Women's Escape Light Regenjacke
Kurz und knapp: Wer eine leichte Allrounder-Jacke für jeden Tag sucht, trifft mit der Vaude Women's Escape Light eine gute Wahl. Sie sitzt angenehm und hält im Dusch-Test rundum dicht - allerdings muss man hier ohne Innentasche und Unterarmbelüftung auskommen.
Schon beim Anziehen überzeugt die Vaude-Jacke: Das Material fühlt sich weich an, der Schnitt ist etwas länger und und lässt viel Bewegungsfreiheit, ohne dabei zu schlackern. Innen ist die Jacke größtenteils mit Netzfutter ausgestattet. Die Reißverschlüsse laufen leichtgängig und sind durch eine Stoffleiste mit Klettverschluss abgedeckt, was zusätzlichen Schutz vor Wind und Nässe garantiert. Insgesamt macht die Materialqualität einen guten Eindruck: Nähte und Klettverschlüsse sind sauber verarbeitet. Besonders gefällt uns der hohe, von der Kapuze unabhängige Kragen, der sich weit nach oben schließen lässt. Für einen rundum anpassbaren Sitz sorgen die per Klett verstellbaren Ärmel, der Saum mit Kordelzug und die zusätzlich per Klett fixierbare Kapuze. Auf eine Unterarmbelüftung sowie Seiten- oder Innentaschen müssen wir verzichten, Geldbeutel und Schlüssel passen aber problemlos in die beiden großen seitlichen Taschen.
Ihre größte Stärke zeigt die Jacke im Dusch-Test: Sie hält absolut dicht, das Baumwoll-T-Shirt darunter bleibt komplett trocken. Die Kapuze schirmt den Kopf vollständig ab, sodass kein Wasser ins Gesicht läuft, die Papiertücher in den Taschen bleiben ebenfalls unversehrt. Einziges kleines Manko: In die Ärmel dringt etwas Feuchtigkeit ein. Nahezu trocken ist die Jacke aber innerhalb weniger Minuten, da die meisten Tropfen entweder sofort abperlen oder sich mit einem Schütteln entfernen lassen.
Auch in Sachen Atmungsaktivität überzeugt die Jacke: Im Sport-Test kommen wir erst nach rund zehn Minuten ins Schwitzen - klebrig fühlt sich das Material dabei nicht an, auch an den Armen bleibt genug Bewegungsfreiheit. Auf dem Fahrrad sitzt die Kapuze der Vaude Women's Escape Light* selbst bei Fahrtwind fest, der hohe Kragen schützt zusätzlich den Hals. Besonders praktisch: Trotz aufgesetzter Kapuze können wir beim Fahren nach rechts und links schauen, der Schnitt bleibt dabei locker und bequem.
Material: 100 Prozent Polyester mit Ceplex Active Membran
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Gewicht: 402 Gramm
Ausstattung: zwei Fronttaschen mit Reißverschluss, im Kragen verstaubare und verstellbare Kapuze, per Klett verstellbare Ärmelbündchen, per Kordelzug verstellbarer Saum
Nachhaltigkeit: PFC-frei, bewusster Verzicht auf tierische Bestandteile, Green Shape Label, Jacke recycelt aus gesammelten und gereinigten PET-Flaschen (laut Hersteller)
Preis-Leistungs-Sieger: Swedemount Damen Regenjacke
Kurz und knapp: Die Swedemount-Jacke ist die richtige Wahl für alle, die etwas weniger investieren wollen, aber dennoch eine leichte und wasserdichte Jacke suchen. Dafür muss man bei der Kapuze ein paar Abstriche machen - die sitzt im Test nicht ganz perfekt.
Mit 380 Gramm ist die Swedemount Regenjacke das leichteste Modell im Test und fühlt sich beim Tragen fast wie eine zweite Haut an. Das Außenmaterial ist glatt und weich, der Schnitt reicht weit übers Gesäß und schließt seitlich unten mit Knöpfen ab - Ersatzknöpfe liegen praktischerweise gleich bei. Ein echter Pluspunkt: Am Rücken sorgt ein eingenähter Reflektorstreifen für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln. Die Kapuze lässt sich per Kordelzug an beiden Seiten sowie per Klett am Hinterkopf anpassen, auch die Ärmelbündchen sind mit Klettverschluss versehen. Vorne links und rechts finden sich Taschen, eine Innentasche fehlt allerdings. Der Zwei-Wege-Reißverschluss läuft größtenteils flüssig, klemmt stellenweise im Test aber etwas. Laut Hersteller ist die Jacke dreilagig aufgebaut und PFC-frei. Besonders gut gefällt uns außerdem der hohe Stehkragen, insgesamt kann die Verarbeitungsqualität überzeugen.
Im Wassertest hält die Jacke dicht: Rücken und Arme bleiben ebenso trocken wie die Papiertücher in den Taschen. Lediglich im Dekolleté dringt etwas Wasser über die Kapuze ein - die sitzt insgesamt nicht optimal, fällt etwas zu weit nach hinten und verrutscht gelegentlich, bleibt beim Radfahren aber auf dem Kopf. Das Wasser perlt extrem gut ab, die Jacke ist innerhalb weniger Minuten fast vollständig getrocknet. Beim Tragekomfort punktet Swedemount* mit weichem Material und guter Bewegungsfreiheit. Auch die Atmungsaktivität überzeugt: Im Sport-Test kommen wir erst nach rund acht Minuten Bewegung ins Schwitzen.
Material: 100 Prozent Polyester mit STY-Technologie
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Gewicht: 380 Gramm
Ausstattung: zwei Seitentaschen, verstellbare Kapuze, anpassbare Armbündchen mit Klettverschluss, Zwei-Wege-Reißverschluss, reflektierende Details, Ersatz-Knöpfe
Nachhaltigkeit: PFC-freie Imprägnierung (laut Hersteller)
The North Face Antora Regenjacke trocknet blitzschnell
Kurz und knapp: Die Antora-Jacke hält zuverlässig trocken und ist sehr gut verarbeitet, allerdings hätten wir uns für den vergleichsweise hohen Preis eine besser schützende Kapuze und mehr Bewegungsfreiheit gewünscht.
Die Jacke von The North Face hinterlässt insgesamt einen soliden Eindruck: Die Nähte sind sauber verarbeitet, das Design wirkt stylisch. Das Material erscheint robust, knistert allerdings recht stark und fühlt sich stellenweise etwas steif an. Im Inneren sorgt größtenteils eingenähtes Netzfutter für zusätzliche Atmungsaktivität, der Reißverschluss läuft flüssig und wird durch eine Klettverschlussleiste abgedichtet. Die Kapuze lässt sich rechts und links per Kordel enger ziehen, an der Taille sorgt ein innenliegender elastischer Kordelzug für Halt. Vorne befindet sich auf beiden Seiten je eine Tasche, die Ärmel liegen dank Gummizug eng an.
The North Face setzt bei der Antora-Jacke auf die firmeneigene DryVent-Membran. Die genaue Wassersäule möchte der Hersteller auf Anfrage nicht nennen, fest steht aber: Sie liegt bei mindestens 10.000 Millimetern, und im Wassertest bleibt alles vollständig trocken. Etwas störend: Die Kapuze schützt das Gesicht nicht optimal. Dafür perlt das Wasser am Obermaterial extrem gut ab - nach dem Test reicht ein kurzes Ausschütteln, und die Jacke ist größtenteils innerhalb von Sekunden wieder trocken.
In Sachen Tragekomfort gibt es kleine Abstriche, an Armen und Schultern empfinden wir die Bewegungsfreiheit als leicht eingeschränkt. Beim Sport-Test geraten wir nach rund sieben Minuten deutlich ins Schwitzen. Auf dem Fahrrad erweist sich die The North Face Antora* als warm, die Kapuze hält zuverlässig, schränkt dabei den seitlichen Blick aber etwas ein. Insgesamt ist die Jacke im Test sehr winddicht.
Material: 100 Prozent Polyester mit DryVent-Membran
Wassersäule: mindestens 10.000 Millimeter (laut Herstellerangabe auf Anfrage)
Gewicht: 391 Gramm
Ausstattung: zwei Reißverschlusstaschen, verstellbare Kapuze, elastischer Kordelzug am Saum, Windschutzleiste über dem Frontreißverschluss
Nachhaltigkeit: PFC-freie Imprägnierung, Obermaterial aus 100 Prozent recyceltem Material (laut Hersteller)
Jack Wolfskin Stormy Point Damen Regenjacke - warm und winddicht
Kurz und knapp: Ein robustes Modell mit hohem Kragen und gut sitzender Kapuze, das gut vor Wind und Nässe schützt. Allerdings kommen wir hier vergleichsweise schnell ins Schwitzen.
Mit 483 Gramm ist die Jacke von Jack Wolfskin* das schwerste Modell im Test und wirkt entsprechend robust, das Material fühlt sich angenehm an - der Schnitt überzeugt, ein Pulli passt ohne Probleme drunter. Besonders gut gefällt uns der hohe, weiche Kragen, der unabhängig von der Kapuze steht und den Hals besonders beim Radfahren angenehm warm und geschützt hält. Insgesamt ist die Jacke absolut winddicht und vergleichsweise warm. An den Ärmeln verzichtet Jack Wolfskin auf Klett und setzt stattdessen auf Gummizüge, die automatisch eng anliegen, dabei allerdings etwas kratzen.
Im Wassertest überzeugt uns vor allem die Kapuze: Dank eingenähter Gummibänder sitzt sie fest und leitet das Wasser zuverlässig am Gesicht vorbei, sodass Kopf, Haare und Körper trocken bleiben. Lediglich am Bauch zeigen sich minimale Wasserflecken, und das Tuch in der rechten Tasche wird etwas feucht. Insgesamt perlt das Wasser gut ab, die Jacke trocknet zügig. Positiv: Beim Radfahren sitzt die Kapuze fest.
Im Sport-Test kommen wir mit der Stormy Point bereits nach gut vier Minuten ins Schwitzen. Für unser Empfinden ist der Hüftsaum etwas zu eng und spannt vor allem in der Hocke - auch auf dem Fahrrad dürfte es hier gerne etwas mehr Bewegungsfreiheit sein.
Material: 100 Prozent Polyester mit Texapore-Membran
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Gewicht: 483 Gramm
Ausstattung: zwei Hüfttaschen mit Reißverschluss, im Kragen verstaubare Kapuze, Kordelzug am Hüftsaum, elastische Ärmelbündchen
Nachhaltigkeit: PFC-frei, Anteil an recyceltem Material bei mindestens 30 Prozent (laut Hersteller)
33,000ft Regenjacke Damen - gute Ausstattung, aber kleine Schwächen
Kurz und knapp: Die Jacke von 33,000 ft überzeugt mit vielen Taschen und Unterarmbelüftung und hält überwiegend dicht - in Sachen Verarbeitung und Atmungsaktivität ist allerdings noch Luft nach oben.
Zum kleinsten Preis im Test bietet die Jacke von 33,000 ft* die umfangreichste Ausstattung: Ein Packsack ist hier ebenso dabei wie Taschen rechts und links, eine Brusttasche und eine Innentasche. Sogar eine Unterarmbelüftung mit Reißverschluss ist integriert, die sich jedoch etwas umständlich öffnen lässt.
Die Jacke reicht anfangs etwas unangenehm, die Nähte sind teils etwas unsauber verarbeitet, der Reißverschluss klemmt stellenweise. Störend beim Tragen ist außerdem, dass sich das Material unter den Armen staut - besonders lang geschnitten ist das Modell nicht, trotzdem passt ein Pullover problemlos darunter. Die Jacke ist in vielen Farben erhältlich und laut Hersteller dreilagig aufgebaut. Sowohl am Jackensaum als auch an der Kapuze sorgen jeweils zwei Kordelzüge für Halt, innen ist die Jacke größtenteils mit Netzfutter ausgestattet.
Im Wassertest bleiben wir weitgehend trocken - lediglich ein paar Tropfen zeigen sich im Bauchbereich des T-Shirts, der Nacken fühlt sich leicht klamm an. Die Papiertücher in allen Taschen bleiben hingegen vollständig trocken, und auch von außen trocknet das Material rasch wieder.
Beim Workout geraten wir nach rund fünf Minuten ins Schwitzen, das Material "klebt" etwas auf der Haut. Obwohl sich die Kapuze verstellen lässt, rutscht sie beim Radfahren leicht nach hinten, sodass der Oberkopf unbedeckt bleibt. Die Jacke erweist sich als winddicht, wobei das Material recht schnell knittert.
Material: 100 Prozent Polyester mit TPU Membran
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Gewicht: 481 Gramm
Ausstattung: zwei Seitentaschen, eine Brusttasche, eine Innentasche, Unterarmbelüftung, verstellbare Kapuze, Kordelzug am Saum, Klettverschluss an Ärmeln, Packsack
Nachhaltigkeit: keine Angabe
Welche Wassersäule sollte eine Regenjacke mitbringen?
Als technische Orientierung gilt in Deutschland schon ein Wert ab etwa 1.300 Millimeter als wasserdicht, gute Outdoorbekleidung liegt allerdings bei 10.000 Millimetern und mehr - für den Alltag und leichte Touren reicht dieser Wert gut aus. Wer viel wandert oder bei Starkregen unterwegs ist, sollte laut unserem Fachberater eher zu 20.000 Millimetern greifen. Die reine Zahl entscheidet aber nicht allein über die Performance einer Jacke, mindestens genauso wichtig seien die Qualität des Trägermaterials (Polyester oder Nylon), die Dernier des Fadens, die richtige Pflege und sauber versiegelte Nähte, da hier oft die Schwachstellen liegen. Auch eine intakte Imprägnierung (DWR) ist laut Outdoor-Experte Benjamin entscheidend: Sie sorgt dafür, dass Wasser vom Oberstoff abperlt und erhält so die Atmungsaktivität der darunterliegenden Membran. Denn: "Wenn der Oberstoff komplett durchnässt, kann die Atmungsaktivität deutlich nachlassen, obwohl die Membran weiterhin dicht ist", erklärt der Experte.
Wie pflegt man eine Regenjacke richtig?
Schweiß und Schmutz können auf Dauer die Membran und die verklebten Nähte angreifen, weswegen man eine Regenjacke regelmäßig, etwa ein- bis zweimal pro Saison, waschen sollte. Fachberater Benjamin empfiehlt dafür spezielles Flüssigwaschmittel, das für Membranen geeignet ist. Anschließend muss die wasserabweisende Imprägnierung erneuert werden, beispielsweise mit einem speziellen Spray. Auch Reißverschlüsse könnten eine Schwachstelle darstellen, sie sollten immer mit Bedacht und ohne ruckartiges Öffnen oder Schließen benutzt werden, so Fachberater Benjamin.
Was bedeuten Begriffe wie Membran, PFAS-frei und recycelt bei Regenjacken?
Die Membran ist eine hauchdünne Funktionsschicht im Inneren der Jacke, die für die Wasser- und Winddichtigkeit sorgt. Viele Hersteller setzen hier auf Eigenentwicklungen, wie Texapore (Jack Wolfskin), DryVent (The North Face) oder Ceplex (Vaude). Der in Deutschland bekannteste Standard für wasserdichte, atmungsaktive Membranen ist Gore-Tex.
PFAS sind potenziell umwelt- und gesundheitsschädliche, sogenannte "Ewigkeits-Chemikalien", die lange für Imprägnierungen genutzt wurden. Ab Oktober 2026 verbietet die EU den Einsatz bestimmter PFAS auch in Regenjacken. Schon heute werben daher viele Hersteller damit, PFAS- oder PFC-freie Alternativen zu verwenden.
Regenjacken aus recyceltem Material bestehen meist aus wiederaufbereiteten PET-Flaschen und sparen so fossile Rohstoffe ein. Weniger haltbar sind sie deshalb aber nicht unbedingt, sagt Experte Benjamin: "Bei hochwertigem, einmal recyceltem Polyester kann die Qualität durchaus auf Neuwaren-Niveau liegen."
Polyester oder Nylon - was ist besser?
Grundsätzlich ist keines der beiden Gewebe von Natur aus wasserdicht - erst eine Membran oder Beschichtung macht Nylon oder Polyester wirklich regendicht. Nylon gilt als besonders abriebfest und reißfest, ist also deutlich robuster und damit besonders für strapaziöse Outdoor-Einsätze gut geeignet. Polyester hingegen ist in der Herstellung preiswerter, trocknet schnell und nimmt etwas weniger Feuchtigkeit auf - die Unterschiede bewegen sich laut unserem Berater aber in kleinen Prozentbereichen. In unserem Test bestehen alle Jacken zu 100 Prozent aus Polyester.
*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.


