Pflichten nicht nachgekommenMilei nennt UNO "nutzlose Organisation" für "Parasiten"

Die UN-Generaldebatte nutzt Argentiniens Staatschef Milei zu einem verbalen Rundumschlag. Die Vereinten Nationen attackiert er scharf und beleidigt ihre Beamten. Sie hätten zugelassen, dass sich Chaos, Gewalt und Terrorismus ausbreiteten. Und dann ist da noch die Sache mit den Falkland-Inseln.
Argentiniens Präsident Javier Milei hat die Vereinten Nationen während der UN-Generaldebatte scharf attackiert. Die UNO sei zu einer "nutzlosen Organisation geworden, die nur dazu dient, eine Kaste von fatal arroganten Parasiten zu ernähren, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen", sagte Milei in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York.
Die UNO sei ihrer Pflicht zur Gewährleistung der kollektiven Sicherheit und der Menschenrechte nicht nachgekommen, sagte der ultrarechte Staatschef, der einer der engsten Verbündeten von US-Präsident Donald Trump in Lateinamerika ist. Stattdessen habe der Staatenbund zugelassen, dass sich "Chaos, Gewalt und internationaler Terrorismus" ausbreiten.
Milei kritisierte die Vereinten Nationen auch mit Blick auf die Falkland-Inseln und die von Großbritannien genehmigten Ölbohrungen nahe dem Archipel, die nach Auffassung Argentiniens gegen eine UN-Resolution verstoßen. "Diejenigen, die sich an die Regeln halten, werden dafür nicht belohnt, während diejenigen, die sie brechen, keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben", sagte er.
Die Falkland-Inseln sind britisches Überseegebiet, werden aber von Buenos Aires beansprucht. In Argentinien wird das Archipel, das 400 Kilometer vor der Küste des Landes liegt, Las Malvinas genannt. 1982 hatte die damalige argentinische Militärjunta die Inselgruppe besetzt. Großbritannien eroberte sie nach einem kurzen Krieg zurück. Dabei wurden 649 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner getötet.
