Angriff im WahlkampfMann stürzt sich auf demokratische Gouverneurs-Kandidatin in Ohio

Bei einem Volksfest im US-Bundesstaat Ohio bahnt sich ein Mann rabiat den Weg durch eine Menschenmenge. Offenbar hat er es auf die demokratische Gouverneurs-Kandidatin abgesehen, die gerade spricht. Die Demokratin bleibt unverletzt.
Ein Angreifer hat sich auf die demokratische Kandidatin für das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Ohio, Amy Acton, gestürzt und dabei mehrere Menschen verletzt. Das teilte ihr Team mit. Acton blieb bei dem Zwischenfall auf einem Volksfest im Ort Canfield unverletzt.
Der 38-jährige Mann hatte sich auf dem Volksfest in einem Zelt rabiat seinen Weg zu Acton gebahnt, als diese gerade zu einer Menschenmenge sprach. Dabei stieß er laut dem Sheriff von Mahoning County, Jerry Greene, zwei ältere Menschen zu Boden. Später fand die Polizei demnach zwei Schusswaffen und einen Schlagring bei dem Festgenommenen. Bei dem Angriff wurden sie aber nicht eingesetzt.
Die Politikerin dankte den Sicherheitskräften für das schnelle Überwältigen des Angreifers und wünschte den Verletzten rasche Genesung. Es gebe in Ohio keinen Platz für politisch motivierte Gewalt, hieß es in der Stellungnahme. Auch Actons republikanischer Gegner, Vivek Ramaswamy, bezeichnete den Vorfall als "komplett inakzeptabel" und sagte, es gebe in der Politik keinen Platz für Gewalt. Ähnlich äußerte sich der scheidende Gouverneur Mike DeWine, ebenfalls ein Republikaner.
Demokratin hat Chancen bei Gouverneurswahl
Die Wahl für das Gouverneursamt in Ohio findet parallel zur Zwischenwahl zum US-Kongress am 3. November statt. Amtsinhaber Mike DeWine steht nicht erneut zur Wahl. Der vermögende Unternehmer Ramaswamy hatte sich vor der Wahl 2024 erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bemüht. Letztlich unterstützte er Donald Trump - und wirbt heute mit seinem guten Verhältnis zum US-Präsidenten. Acton ist Ärztin und diente zeitweise unter DeWine als Leiterin der Gesundheitsbehörde des Bundesstaats.
Ohio ist ein eher republikanisch geprägter Bundesstaat, das Rennen um das Gouverneursamt gilt jedoch noch nicht als entschieden. US-Medien berichten von örtlichen Umfragen, die ein sehr knappes Ergebnis erwarten lassen.