Politik

Generalsekretärin im FrühstartHoppermann kündigt Bundespräsidentin aus der Union an

03.11.2026, 09:25 Uhr
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Kanzler Merz legt sich fest: Eine Frau wird neues Staatsoberhaupt. Für die CDU ist klar, dass die Kandidatin aus der Union kommen wird. Generalsekretärin Hoppermann sieht viele geeignete Frauen. 

Wer zieht als Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue ein? Für CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann ist jedenfalls klar, dass eine Frau aus der Union neue Bundespräsidentin wird. In der ntv-Sendung Frühstart sagte sie: "Die Kandidatin kommt für Friedrich Merz aus den Reihen der Union und ist damit auch ein gemeinsamer Vorschlag der beiden Unions-Parteivorsitzenden." Über diesen Vorschlag würden die Parteigremien voraussichtlich Anfang der nächsten Woche entscheiden. 

Hoppermann schloss auf Nachfrage nicht aus, dass die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner von der CSU noch im Rennen ist. Klar sei, dass es eine Unions-Frau werde. "Da haben wir einen ganz großartigen Umstand: Viele verschiedene Kandidatinnen, die dafür hervorragend geeignet sind und infrage kommen." Die künftige Bundespräsidentin müsse politische Erfahrung haben und mit Herzenswärme und Bodenständigkeit auf die Menschen zugehen können. "Ich glaube, dass das in diesen polarisierten, angespannten gesellschaftlichen Zeiten wirklich gut ist, wenn man diese Mischung mitbringt." 

Die Generalsekretärin verteidigte die späte Festlegung von Parteichef Merz auf eine Frau. Er habe diese Position schon länger gehabt und dann am Montag ausgesprochen. Eine Frau im höchsten Staatsamt sei auch ein Wunsch in der Bevölkerung. "Das habe ich tatsächlich oft gehört und auch aus den Parteien, dass es jetzt auch gut ist, wenn das mal eine Frau macht." Es sei aber richtig, über das Anforderungsprofil zu sprechen und nicht nur über die Frage des Geschlechts. 

Hoppermann beharrt auf "migrantische Milieus" als Täter

Nach den Krawallen am Samstag in mehreren deutschen Städten verteidigte Hoppermann Äußerungen aus der Union, wonach häufig Menschen aus sogenannten "migrantischen Milieus" dahintersteckten. "Wenn man sich die Bilder anguckt, dann ist ja zuordenbar, dass das auch aus bestimmten migrantischen Milieus gekommen ist", so die CDU-Politikerin. "Das zu leugnen, halte ich für einen Fehler." 

Vielleicht habe sich etwas über ein oder zwei Generationen vollzogen und es hätten sich Parallelgesellschaften gebildet. Man dürfe nicht hinnehmen, dass sich Menschen beispielsweise in Berlin in bestimmten Stadtteilen nicht mehr sicher fühlten oder Frauen abends nicht mehr auf die Straße gingen. "Das Erste, was man dafür tun muss, ist anzusprechen, was ist." 

Es werde sichtbar, dass es ein Integrationsproblem gebe, sagte Hoppermann. "Von Menschen, die zwar die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt haben, aber offensichtlich nicht mit dem Staat, seinen Institutionen und unserem Rechtsstaat umgehen können." Daran müsse man arbeiten. 

Quelle: ntv.de, psc

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