Trick gegen RepublikanerDemokratin soll Namens-Verwirrspiel in Alaska eingefädelt haben
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Ein zweiter Kandidat namens Dan Sullivan könnte dem republikanischen Senator in Alaska bei den Midterms Stimmen streitig machen. Laut einem Bericht geht die Verwirrung auf die demokratische Herausforderin zurück. Das Team der Politikerin weist den Vorwurf der Wählertäuschung zurück.
Vor den US-Kongresswahlen sollen die Demokraten mit einem bizarren Trick im Bundesstaat Alaska Verwirrung gestiftet haben. Um die Wiederwahl des amtierenden republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern, hätten sie einen Gegenkandidaten namens Dan J. Sullivan aufgestellt, berichtete die "New York Times". Dieser sollte als Unabhängiger antreten und dem "echten" Sullivan Wählerstimmen streitig machen.
Hinter dem Verwirrspiel stehe die Demokratin Mary Peltola, die selbst den Senatsposten des Republikaners Sullivan erobern wolle, berichtete die "New York Times" weiter. Der Auftrag an ihr Wahlkampfteam habe gelautet: "Findet in Alaska so viele Leute mit dem Namen Dan Sullivan wie möglich". In einem abgelegenen Fischerdorf seien Peltolas Mitarbeiter schließlich fündig geworden und hätten den pensionierten Lehrer Dan J. Sullivan zu einer Kandidatur bewegt.
Die "New York Times" beruft sich auf die frühere Kampagnenleiterin der Demokratin, Elisa Rios, sowie interne Textnachrichten und andere Quellen. "Die Wähler in Alaska müssen Bescheid wissen", sagte Rios der Zeitung. Sie selbst habe sich an den Machenschaften nicht beteiligt, wisse aber davon.
Umfragen zufolge liegt die Demokratin Peltola bisher deutlich vor den beiden Sullivans. Das Team der 53-Jährigen hat den Vorwurf der Wählertäuschung zurückgewiesen. Die Republikaner gehen indes juristisch gegen den Trick vor: US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag, das Justizministerium habe in seinem Auftrag Klage eingereicht, damit der mögliche Wahlsieg Peltolas nicht offiziell bestätigt werde.
Auf seiner Plattform Truth Social forderte Trump heute, dass Peltola und der unabhängige Gegenkandidat Dan J. Sullivan von den Stimmzetteln gestrichen werden. "Es wurde gerade festgestellt, dass die Demokraten in Alaska illegal nach einem Mann namens Dan Sullivan gesucht und ihn angeworben haben", schrieb Trump nach Veröffentlichung der Recherche der "New York Times". Den Namensvetter des Senators bezeichnete er als "falschen Dan Sullivan". Zudem warf er den Demokraten vor, vor einem Bundesgericht unter Eid falsche Angaben gemacht zu haben. In Alaska leben nur rund 740.000 Menschen. Angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse im US-Senat könnte die Wahl in dem Bundesstaat eine entscheidende Rolle spielen.