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Unfall mit drei Toten in Hessen Gericht schickt 32-jährigen Raser sieben Jahre ins Gefängnis

10.09.2026, 10:45 Uhr
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Die Einsatzkräfte konnten den Unfallopfern nicht mehr helfen. (Foto: picture alliance/dpa)

Im November rast ein 32-Jähriger durch Offenbach. Plötzlich muss er ausweichen und knallt in ein entgegenkommendes Auto. Zwei Frauen und ein Kind sterben. Das Gericht verhängt eine Haftstrafe, will von Mord aber nichts wissen.

Das Landgericht im hessischen Darmstadt hat einen 32-Jährigen für einen Verkehrsunfall mit drei Toten zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der Mann wegen eines verbotenen Rennens mit Todesfolge, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige im November mit seinem Auto mit über 140 Kilometern pro Stunde durch Offenbach raste. Dort gilt Tempo 50. Als ein anderer Autofahrer aus einer Grundstücksausfahrt auf die Straße einbiegen wollte und auf der Fahrbahn kurz stehen blieb, wich der Angeklagte auf die Gegenfahrbahn aus. Dort prallte er in ein entgegenkommendes Auto.

Die drei Insassen des anderen Autos starben vor Ort beziehungsweise später in einem Krankenhaus. Bei den Toten handelte es sich um zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie um ein neunjähriges Kind. Laut Hessischem Rundfunk sagte ein Sachverständiger vor Gericht aus, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre, wenn der Angeklagte die vorgeschriebene Geschwindigkeit eingehalten hätte.

Mit dem Urteil vom Mittwoch blieb die Kammer deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung forderte zwei Jahre Bewährungshaft wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und eines illegalen Autorennens. Sie sah eine Mitschuld bei dem Autofahrer, der aus der Grundstücksausfahrt auf die Straße fuhr und kurz stehen blieb.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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