In Tunnel verschüttetChinese neun Tage nach Sturzflut in Nepal gerettet

Mittlerweile liegt die verheerende Sturzflut in Nepal neun Tage zurück. Dass ein chinesischer Arbeiter da noch lebend aus einem zugeschütteten Tunnel eines Wasserkraftprojekts geborgen wird, ist ein kleines Wunder.
Mehr als neun Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist nach Armeeangaben ein weiterer Überlebender aus einem zugeschütteten Tunnel in Nepal gerettet worden. Der chinesische Staatsbürger habe sich in einem Tunnel des Wasserkraftprojekts Upper Trishuli-1 befunden, sagte ein Sprecher der nepalesischen Armee. Rettungskräfte gehen davon aus, dass bei dem Einsturz eines Gletschers am 26. August am Oberlauf des Flusses Trishuli mindestens 900 Menschen in Tunneln, die im Zusammenhang mit sechs Wasserkraftprojekten stehen, eingeschlossen wurden.
Auf am Samstag von der Armee auf Facebook veröffentlichten Fotos war zu sehen, wie ein Mann mit schlammigen Händen gestützt von zwei Soldaten den Tunnel verlässt. Am Freitag waren bereits zwei Arbeiter aus einem Tunnel eines Wasserkraftwerks gerettet worden, der durch die Sturzflut am Mittwoch vergangener Woche zugeschüttet worden war.
Neben dem geretteten aus dem Tunnel konnten die Rettungskräfte eine Frau in den Sechzigern lebend aus einem verschütteten Haus in Betrawati in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati retten, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau sei zur Behandlung nach Kathmandu geflogen worden. Über ihren Zustand lagen zunächst keine näheren Informationen vor.
Die Sturzflut hatte am Mittwoch vergangener Woche im Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China ganze Ortschaften zerstört. Die Gesamtzahl der bestätigten Toten stieg mittlerweile auf mindestens 1325. Zudem werden noch mehr als 5500 Menschen vermisst.
