Panorama

Kein Zusammenhang mit Protesten14-Jähriger schießt auf Schulleiter und Lehrerin in Frankreich

12.10.2026, 13:20 Uhr
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Noch rätseln Ermittler über das Motiv des Schützen. (Foto: IMAGO/PsnewZ)

Schüsse vor einer Schule im südfranzösischen Aubagne lösen einen Großeinsatz aus. Zwei Menschen werden verletzt, ein Jugendlicher wird festgenommen. Was hinter der Tat steckt, ist bislang unklar.

Vor einer weiterführenden Schule in Südfrankreich soll ein Schüler auf den Schulleiter und eine Lehrerin mit einem Gewehr geschossen und beide verletzt haben. Wie französische Medien unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft in Marseille berichten, wurde der 14-Jährige nach den Schüssen in der Stadt Aubagne mit einem Jagdgewehr festgenommen. Der Schulleiter und die Lehrerin wurden verletzt, befinden sich demnach aber nicht in Lebensgefahr. Der Schüler soll vier bis fünf Schüsse abgegeben haben.

Der Hintergrund der Schüsse sei noch unklar. Sie stehen den Angaben nach jedoch in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Schulprotesten in Frankreich. An dem Collège, vor dem die Schüsse fielen, gab es keine Protest- oder Blockadeaktionen. Der Schütze soll ein Schüler des Collège sein. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray wollen am Nachmittag an der Schule eintreffen.

Bereits zum Wochenstart dürfte es wieder Demonstrationen und Blockaden vor französischen Schulen geben. Den großen Aufschlag wollen Schüler und Studenten aber am Dienstag machen. An dem Aktionstag wollen sie in die Nähe des Sitzes des Premierministers ziehen, während in der Nationalversammlung die Beratungen über den kommenden Haushalt anlaufen. Auch mehrere Lehrergewerkschaften haben dazu aufgerufen, an dem Tag zu streiken und sich dem Protest ihrer Schüler anzuschließen. Sie werfen der Regierung vor, keine zufriedenstellende Antwort geliefert zu haben. Die Gewerkschaft SNES-FSU fürchtet, das Personal werde den Missstand ausbaden müssen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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