Zustimmung für Trump fällt in jüngster Umfrage auf Rekordtief
Die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump sind einer Umfrage zufolge auf ein Rekordtief gesunken. In einer am Montag abgeschlossenen Erhebung von Reuters/Ipsos zeigten sich 31 Prozent der US-Bürger mit seiner Amtsführung zufrieden. Das ist ein Prozentpunkt weniger als vor zwei Wochen und der niedrigste Wert in seinen beiden Amtszeiten. Angesichts hoher Benzinpreise sind die US-Bürger zudem offenbar bereit, seine Republikanische Partei bei den Kongresswahlen am 3. November abzustrafen: Auf die Frage, welcher Partei sie heute ihre Stimme geben würden, entschieden sich 47 Prozent der registrierten Wähler für die Demokraten und 35 Prozent für die Republikaner. Der Vorsprung von zwölf Prozentpunkten ist der größte im bisherigen Wahlkampf.
Dies könnte die Hoffnungen der Demokraten nähren, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat zu übernehmen. Sollten die Republikaner auch nur eine der beiden Kammern verlieren, dürfte dies Trumps politische Vorhaben in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit erschweren. Die landesweite Umfrage spiegelt jedoch nicht die Besonderheiten der einzelnen Bundesstaaten und Wahlbezirke wider, die über die Mehrheitsverhältnisse in Senat und Repräsentantenhaus entscheiden und in denen die Republikaner teilweise strukturelle Vorteile genießen.
Haftbefehl gegen Kubas Ex-Staatschef Raúl Castro in den USA
Im US-Bundesstaat Florida ist ein Haftbefehl gegen Kubas Ex-Staatschef Raúl Castro erlassen worden. Ihm wird der Abschuss von zwei Kleinflugzeugen einer exilkubanischen Organisation durch die kubanische Luftwaffe im Jahr 1996 zur Last gelegt. "Das war kein Unfall, sondern Mord", sagte Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier bei der Bekanntgabe der Anklage und des Haftbefehls auf Bundesstaatsebene. Bei dem Abschuss der Flugzeuge der Organisation "Hermanos al Rescate" (Brüder zur Rettung) kamen vier Menschen ums Leben, drei davon US-Bürger. Im Mai hatte die US-Regierung den 95 Jahre alten Castro bereits angeklagt. "Hier im Bundesstaat Florida können wir unabhängig davon eigene Anklagepunkte vorbringen", sagte Uthmeier auf einer Pressekonferenz. Die Menschen in Miami hätten schon zu lange darauf gewartet, dass Castro zur Rechenschaft gezogen wird.
Der jüngere Bruder des Revolutionsführers Fidel Castro (1926-2016) war Verteidigungsminister des sozialistischen Karibikstaates, als die Maschinen der in Miami ansässigen Organisation angegriffen wurden. Laut Havanna waren die Flugzeuge in den kubanischen Luftraum eingedrungen. Die Internationale Organisation für Zivilluftfahrt kam hingegen zu dem Schluss, dass sie sich zum Zeitpunkt des Abschusses über internationalen Gewässern befanden.
Betrugsversuche: Deutschtest für Zuwanderer wird anspruchsvoller
Die Regeln beim Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) sollen strenger und so die Testsicherheit erhöht werden. Hintergrund für die schärferen Vorgaben sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums vermehrte Betrugsversuche bei Prüfungen. Daher werden die Voraussetzungen zum Bestehen des Sprachniveaus B1 demnach dahingehend ergänzt, dass Prüflinge künftig in allen drei Fertigkeitsbereichen - Hören/Lesen, Schreiben und Sprechen - Kompetenzen nachweisen müssen, im schwächsten Fertigkeitsbereich mindestens auf dem Niveau A2. Die Änderung der "Integrationskurstestverordnung" soll zum 1. November 2026 in Kraft treten.
Der DTZ ist eine Sprachprüfung zur Feststellung von Deutschkenntnissen von Zuwanderer. Er dient als abschließende Sprachprüfung in Integrationskursen. Um ein Zertifikat über das Bestehen des DTZ zu erhalten, müssen Teilnehmer den Angaben zufolge entweder das Gesamtergebnis A2 oder B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erreichen. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen Einzelprüfung und einer mündlichen Paarprüfung. "Bei der Durchführung des DTZ kam es in letzter Zeit vermehrt zu Betrugsversuchen", heißt es in einem früheren Referentenentwurf. "Dabei wurden Prüfungsaufgaben und -lösungen zumeist über das Internet illegal erworben." Diese Lösungen seien dann im Prüfungsteil "Hören und Lesen" eingetragen worden, der Prüfungsteil "Schreiben" sei dann häufig vollständig leer gelassen worden. Die Prüfung werde dann auf dem Gesamtniveau B1 allein durch den Prüfungsteil "Hören und Lesen" sowie "Sprechen" bestanden.
Expertin: Drei Gruppen kapern die Proteste in Frankreich
Brennende Gebäude, geplünderte Läden: Viele Franzosen schämen sich für die Bilder aus ihrem Land, sagt Sorbonne-Professorin Hélène Miard-Delacroix. Mit den friedlichen Protesten junger Menschen habe die Gewalt nichts zu tun. Deren Wut hat für sie einen ernsten Grund.
Netanjahu: Extreme Rechte in Frankreich hat gleichen Feind wie Israel
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erwartet sich von einer möglichen rechtsnationalen Regierung in Frankreich offenbar bessere Beziehungen als mit der aktuellen französischen Regierung. Auf die Frage einer Journalistin, ob er glaube, dass sich die Beziehung zwischen Israel und Frankreich mit einer rechten Regierung verbessern würde, sagte Netanjahu: "Das tue ich auf jeden Fall, denn sie wissen, dass sie bedroht sind. Es ist der gemeinsame Feind, der ein gemeinsames Interesse schafft." Wen oder welche Gruppe der israelische Ministerpräsident genau meinte, ließ er offen. Zuvor hatte er allerdings im Hinblick auf die teils gewaltsamen Proteste in Frankreich gesagt: "Wenn wir Hamas hier nicht stoppen, werden wir sie in den Straßen von Paris sehen. Und genau das passiert jetzt gerade."
Ende September hatte es schwere Antisemitismusvorwürfe gegen den Vorsitzenden des rechtsnationalen Rassemblement National, Jordan Bardella, gegeben. Im kommenden Frühjahr wird in Frankreich ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt. Bardellas Parteikollegin Marine Le Pen liegt in den Umfragen für die erste Wahlrunde derzeit deutlich vor den möglichen Kandidaten der anderen politischen Lager. Le Pen ist seit Jahren darum bemüht, ihre Partei zu "entteufeln" und bis in die bürgerliche Mitte hinein wählbar zu machen. Dafür bemüht sie sich, sich von den antisemitischen Anfängen der Vorgängerpartei des Rassemblement National, der Front National, zu distanzieren. Le Pens Vater und Parteigründer war wiederholt wegen Verharmlosung von Nazi-Verbrechen verurteilt. Immer wieder verurteilte die Partei in den vergangenen Jahren Antisemitismus und betonte, Jüdinnen und Juden schützen zu wollen.
Betrunkener Autofahrer erfasst vier deutsche Frauen auf Mallorca
Ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer soll auf der spanischen Insel Mallorca vier Deutsche mit seinem Fahrzeug erfasst haben. Wie der "Stern" schreibt, wurden die Opfer teils schwer verletzt - die Polizei ermittelt. Der Vorfall ereignete sich demnach am gestrigen Sonntag. Die spanische Zeitung "Crónica Balear" und das "Mallorca Magazin" berichten übereinstimmend, dass es sich bei den Opfern um Frauen im Alter von 27 bis 37 Jahren handelt.
Der Vorfall habe sich demnach gegen 6.50 Uhr an einer Bushaltestelle ereignet. Die Gruppe junger Frauen sei auf dem Weg in das Zentrum von Palma gewesen, um an einem Halbmarathon teilzunehmen. Während sie auf den Bus gewartet hätten, sei ein Auto in die Gruppe hineingefahren, so "Crónica Balear" weiter. Zunächst soll das Auto auf den Bürgersteig gefahren sein. Im Anschluss sei es mit einem Hydranten kollidiert, bis es dann auch die Frauen erfasst habe. Erst nach etwa 20 Metern sei das Fahrzeug zum Stillstand gekommen. Eine der Frauen habe bei dem Unfall schwere Verletzungen an den Beinen erlitten, heißt es. Die alarmierte Polizei habe bei dem Fahrer einen Alkoholtest durchgeführt, der positiv ausgefallen sei.
US-Popstar Selena Gomez: Vapes haben meine Stimme verändert
Die US-Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez warnt vor den Gefahren nikotinhaltiger Vapes. "Es ist so dumm und hat meine Stimme verändert", sagt die 34-Jährige in einer Instagram-Story. Es sei schwer, vom Nikotin loszukommen. Der Konsum von Vapes sei es aber "einfach nicht wert". Sie habe es nun geschafft, mit dem Vapen aufzuhören, sagt Gomez, "ich hoffe nur, dass ich es durchhalten kann". "Es ist wirklich schwer, aber ich weiß: Wenn ihr gerade etwas Ähnliches durchmacht, könnt ihr es auch schaffen."
Bei Vapes werden Flüssigkeiten (Liquids) erhitzt und als Dampf inhaliert. Dabei werden deutlich weniger Schadstoffe freigesetzt als bei Tabakzigaretten, weshalb die Branche Vapes als weniger schädliche Alternative bewirbt. Wegen des Mangels an Langzeitstudien ist aber unklar, wie schädlich die verbliebenen Stoffe sind. Krebsforscher und Mediziner warnen vor möglichen erheblichen Gesundheitsschäden und vor dem in den meisten Produkten enthaltenen, abhängig machenden Nikotin.
Polizisten dreschen mit Schlagstöcken auf Lehrer in Madrid ein
Bei Protesten streikender Lehrer gegen die Bildungspolitik der Regionalregierung von Isabel Díaz Ayuso ist es in Madrid zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Hunderte Demonstranten blockierten die Zugänge zum Santoña-Palast im Zentrum der spanischen Hauptstadt, wo die konservative Regionalpräsidentin an einer Veranstaltung teilnahm. Die Polizei ging gegen die Protestierenden vor, um den Zugang zum Gebäude freizumachen.
Dabei wurden auch friedlich demonstrierende Lehrer und Lehrerinnen mit Schlagstöcken geschlagen und zurückgedrängt, wie im Fernsehsender RTVE zu sehen war. Ayuso warf dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und der "antidemokratischen Linken" vor, eine "Strategie der persönlichen und institutionellen Schikane" gegen sie zu orchestrieren. Bei einer weiteren Protestaktion blockierten rund 200 Lehrer mit Schulpulten und Stühlen am Stadtrand die Autobahn. Dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Aktion wurde nach etwa einer Stunde beendet. Wegen der zunehmend angespannten Stimmung sagte die Bildungsministerin der Region, Mercedes Zarzalejo, einen geplanten Besuch an einer Schule ab.
Berliner SPD stimmt für Koalitionsgespräche mit Linken und Grünen
Die Berliner SPD will mit der Wahlsiegerin Linke und mit den Grünen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Das entschied der Landesvorstand bei einer digitalen Sitzung mit breiter Mehrheit, wie die Deutsche Presse-Agentur aus SPD-Kreisen erfuhr. Die Grünen wollen am Abend bei einem kleinen Parteitag über den Beginn von Koalitionsgesprächen entscheiden.
Die Linke befindet darüber erst auf einem Parteitag am 31. Oktober. Grund sind die zweiwöchigen Herbstferien in Berlin. Im Falle einer Zustimmung können die Koalitionsgespräche Anfang November beginnen. Bei der Berlin-Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgen CDU (18,8 Prozent), AfD (16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und - mit ihrem historisch schlechtesten Ergebnis - die SPD (12,1 Prozent). Die bisher regierende CDU/SPD-Koalition hat ihre Mehrheit verloren. Nun wird versucht, eine rot-grün-rote Regierung zu bilden. Gelingt das, könnte Linke-Fraktionschefin Elif Eralp erste Regierende Bürgermeisterin ihrer Partei in Berlin werden.
Nach Hackerangriff: Phishing-Nachricht auch an Kanzler Merz
Nach einem Hackerangriff auf ein E-Mail-Konto eines CDU-Kreisverbands in Baden-Württemberg sind nach Ermittlerangaben Nachrichten mit Phishing-Links an Bundeskanzler Friedrich Merz und andere Menschen aus dem "politischen Umfeld" verschickt worden. Das teilen das Landeskriminalamt in Stuttgart und die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe mit. Sie übernehmen demnach die Ermittlungen in dem Fall. Hinweise für einen politischen Hintergrund hätten sich bislang aber nicht ergeben, heißt es. Nach bisherigen Erkenntnissen seien über das Konto eines Mitglieds des CDU-Kreisverbands Heilbronn knapp 5000 E-Mails an unterschiedliche Empfänger verschickt worden, teilen die beiden Behörden mit. Es habe sich um einen "unbefugten Zugriff" gehandelt.
Die Ermittlungen deuteten darauf hin, dass dieser durch eine sogenannte Phishing-Mail erfolgt sei. Dabei geht es darum, die Angeschriebenen zum Öffnen von Seiten oder Anhängen zu verleiten, die mit Schadsoftware präpariert sind. Das Konto des CDU-Mitglieds sei anschließend zum massenhaften Versand von weiteren E-Mails mit Phishing-Links verwendet worden, teilen die Ermittler mit. Sie gingen demnach dem Verdacht nach, dass die E-Mail an das CDU-Mitglied im Rahmen einer Phishing-Kampagne mit zufällig ausgewählten Adressaten geschickt wurde. Laut Ermittlern wurde das Landeskriminalamt am Freitag über den Fall informiert, der CDU-Kreisverband warnte die Empfänger. Demnach waren die Täter hinter der Phishing-Kampagne unbekannt.
Erneuerbare außen vor: Reiche-Team trifft fast nur Energiekonzerne
Dem "Spiegel" zufolge haben sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihre Staatssekretäre von Januar bis September 37-mal mit Vertretern von Energiekonzernen und im gleichen Zeitraum nur einmal mit Umweltverbänden getroffen. Das gehe aus einer Antwort des CDU-geführten Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor, heißt es in einem Bericht des Magazins. Demnach war Reiche bei sieben dieser Treffen persönlich dabei. Dem Bericht zufolge hatte die Ministeriumsführung im besagten Zeitraum keinen einzigen Gesprächstermin mit Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien. Das in der Antwort genannte einzige Gespräch mit Umweltverbänden führte nicht Reiche selbst, sondern ihr Staatssekretär Frank Wetzel - und das bereits am 5. März.
Reiche, die bis vor ihrem Amtsantritt im Mai 2025 Chefin der E.on-Tochter Westenergie war, wird regelmäßig vorgeworfen, eine Politik zugunsten traditioneller Energiekonzerne zu verfolgen, während sie erneuerbare Energien auszubremsen versuche. Umweltverbände und Greentech-Unternehmen klagen laut "Spiegel" seit Langem darüber, dass sie bei der Ministerin und ihren Topmitarbeitern keine Termine bekommen und auch sonst kaum zu ihnen durchdringen. "Spiegel"-Kolumnist Christian Stöcker schreibt zu dem Bericht auf X: "Katherina Reiche tut immerzu so, als arbeite sie für niedrigere Strompreise. Sie spricht aber praktisch nur mit Unternehmen, die an hohen Strompreisen viel Geld verdienen."
Kleinflugzeug stürzt auf Straße in Kalifornien
Aufnahmen sollen zeigen, wie ein Kleinflugzeug auf eine vielbefahrene Straße im kalifornischen San José kracht. Anwohner sind schockiert. Die drei Menschen an Bord der Maschine werden verletzt, aber nicht lebensgefährlich.
Britischer Rechtsextremist: Elon Musk bezahlt mein Anwaltsteam
Der bekannte britische Rechtsextremist Tommy Robinson bekommt nach eigenen Angaben bei einem heute begonnenen Gerichtsprozess finanzielle Unterstützung durch den US-Tech-Unternehmer Elon Musk. Vor Beginn der Verhandlungen wegen des Vorwurfs der Einschüchterung von Journalisten veröffentlichte Robinson ein Video im Onlinedienst X, in dem er behauptet, dass Musk ihm ein "Anwaltsteam" bezahle.
Robinson, der eigentlich Stephen Yaxley-Lennon heißt, wird vorgeworfen, im August 2024 zwei Journalisten des Boulevardblatts "Daily Mail" und dessen Online-Ausgabe eingeschüchtert zu haben, nachdem er während eines Urlaubs in Zypern gemeinsam mit seinen Kindern fotografiert worden war. Bei einer Verurteilung drohen dem Rechtsextremisten bis zu zehn Jahre Haft. Robinson weist die Vorwürfe zurück. In seinem Post auf X dankte Robinson Musk dafür, die Kosten für seine Verteidigung zu übernehmen, die sich seinen Angaben zufolge auf mehrere hunderttausend Pfund beliefen.
Grünen-Chef: Die Union bagatellisiert "Nie wieder ist jetzt"
Grünen-Chef Felix Banaszak ist scharfer Kritik aus der Union an einer möglichen rot-grün-roten Regierungsbildung in Berlin entgegengetreten. Die Maßstäbe von CSU-Chef Markus Söder und der Jungen Union (JU) seien "offenbar völlig verrutscht" sagte der Grünen-Chef der "Rheinischen Post". Söder hatte beim JU-Deutschlandtag in Bonn gefordert: "Wenn man mal über Brandmauern redet, dann braucht es eher mal nach links eine". Mit Blick auf die Sondierungen zwischen Grünen und SPD mit der Linken in Berlin sagte er, "mit solchen Kräften darf Deutschland nicht an der Spitze identifiziert werden". Er stellte sich hinter einen JU-Beschluss, der eine grundsätzliche "gesellschaftliche Ächtung" eines möglichen Linksbündnisses fordert, das einen "Kulturbruch" darstelle. Söder warf der Berliner Linkspartei unter anderem "tief verwurzelten Antisemitismus" vor.
"Mit Blick auf die Regierungsbildung in Berlin wird nun der drohende Kulturbruch beschworen und der an sich richtige Ausspruch "Nie wieder ist jetzt!" instrumentalisiert und damit bagatellisiert", kritisierte Banaszak. Das passe nicht zu dem "dröhnenden Schweigen" aus der Union zum "Dammbruch in Sachsen-Anhalt". Dort war der AfD-Politiker Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Weil er vier Stimmen bekam, die nicht von AfD oder BSW stammten, wird über eine Beteiligung von CDU-Politikern spekuliert.
Luftaufnahmen zeigen tödliche Wassermassen in Spanien
Im Osten Spaniens kommen zwei Menschen in den Wassermassen ums Leben. Mancherorts fallen binnen 24 Stunden 600 Liter Regen pro Quadratmeter. Experten sehen eine klare Verbindung zur Erderwärmung.
Geheime Dokumente in Hotel vergessen: Ex-Sicherheitsberater verurteilt
Ein Berufungsgericht in Schweden hat den früheren nationalen Sicherheitsberater der Regierung zu einer Geldstrafe in Höhe von 52.000 schwedischen Kronen (umgerechnet 4680 Euro) verurteilt, weil dieser vertrauliche Unterlagen in einem Hotel liegen gelassen hatte. Henrik Landerholm habe "grob fahrlässig gehandelt" - und das, obwohl er über "langjährige Erfahrungen in hohen Regierungsämtern" verfüge, erklärt das Gericht. Der 63-jährige Landerholm ist ein Jugendfreund des schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson und war unter anderem Botschafter in Lettland und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im schwedischen Parlament. Die vertraulichen Unterlagen hatte er im März 2023 in einem unverschlossenen Safe in einem Konferenzzentrum nahe Stockholm vergessen.
Nach Überzeugung des Gerichts hätten die Papiere bei Bekanntwerden die Sicherheit des Landes gefährden können. Kurz nach dem Vorfall war Landerholm von seinem Amt zurückgetreten. "Wer mit Dokumenten befasst ist, die für die nationale Sicherheit sensible Informationen enthalten, muss mit größter Sorgfalt vorgehen", erklärt das Gericht. Landerholm habe "große Nachlässigkeit" an den Tag gelegt. Medienberichten zufolge ist Landerholm einschlägig bekannt. Demnach hatte er 2023 nach einem Interview sein Notizbuch in einem Fernsehstudio zurückgelassen. 2022 vergaß er sein Mobiltelefon in der ungarischen Botschaft.
Kfz-Versicherung dürfte für Autofahrer noch teurer werden
Deutschlands Autofahrer müssen sich nach Einschätzung des Rückversicherers Hannover Rück auf eine erneute Verteuerung der Kfz-Versicherung einstellen. Grund dafür seien die weiter steigenden Ersatzteil- und Reparaturkosten, sagt der zuständige Manager Stefan Schmuttermair. "Die Inflation bleibt hier weiterhin auf einem hohen Niveau. Das heißt, die Kraftfahrtversicherer werden auch weiterhin ihre Tarife anpassen."
Im Branchendurchschnitt würden die Preiserhöhungen allerdings voraussichtlich nicht mehr so stark ausfallen wie in den vergangenen Jahren. "Es ist davon auszugehen, dass die Verteuerungen im Durchschnitt unter dem liegen werden, was wir im Moment beobachten", sagt Schmuttermair. "Im laufenden Jahr liegen wir in der Größenordnung vier bis sieben Prozent." Im kommenden Jahr erwarte er einen Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Markt der Kfz-Versicherer sei jedoch heterogen, betont Schmuttermair. Zu erwarten sei, dass einzelne Versicherer ihre Tarife nur wenig erhöhen müssten, andere dafür umso mehr.
Verbände fordern Schutz für Minderheiten vor möglicher AfD-Regierung
Angesichts einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt fordern Migrantenverbände Bund und Länder in einem offenen Brief zum Handeln auf. Vier Organisationen rufen Kanzler Friedrich Merz und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder auf, umgehend eine Bund-Länder-Kommission zum Schutz von Minderheiten einzurichten. Zudem müssten Wohnsitzauflagen für Asylbewerber und Flüchtlinge aufgehoben werden, damit diese Sachsen-Anhalt bei Bedrohungen notfalls verlassen könnten.
Bund und Länder müssten "einen verbindlichen Schutzplan" für bedrohte Menschen vorlegen, sagt die Vorsitzende der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO), Karen Taylor. Dazu gehöre auch eine dauerhaft finanzierte unabhängige Opferberatung. Bei einer Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt hätten erstmals in Deutschland "Rechtsextremisten die Macht über Polizei, Schulen und Verwaltung", sagt die Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Mehtap Caglar. Für Menschen mit Migrationshintergrund stelle sich deshalb die Frage: "Wer schützt uns, wenn die, die uns schützen sollen, uns nicht schützen wollen?" Die AfD in Sachsen-Anhalt will im Fall einer Regierungsübernahme eine "Abschiebe- und Remigrationsoffensive" starten. Die Organisationen berichten bereits von einem Anstieg von rassistischen Angriffen gegen Menschen mit Migrationshintergrund seit dem Wahlsieg der AfD Anfang September.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Heidi Ulrich verabschiedet sich in den Feierabend, hier übernimmt nun David Schäfer. Ich versorge Sie für den Rest des Tages mit Nachrichten aus Deutschland, Europa und aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag!
In Frankreich werden Ausgangssperren verhängt
Wegen der Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich kündigt Premierminister Sébastien Lecornu örtlich begrenzte Ausgangssperren an. Er habe die Präfekten angewiesen, für heute Abend Ausgangssperren zu verhängen, die "teilweise" und "sehr lokal begrenzt" seien, sagt Lecornu nach einem Krisentreffen der Regierung. Die Krawalle haben auch noch andere Folgen: In Marseille zum Beispiel sind den Tag über öffentliche Versammlungen und Demonstrationen verboten. In Paris bleibt der Louvre erstmal zu. Französische Medien berichten, dass Studierende den Zugang blockierten hätten, um die Schulproteste und Proteste gegen Polizeigewalt zu unterstützen. Am Wochenende waren landesweite Proteste, die sich unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten richten, von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden.
Waldbrände gefährden Orang-Utans auf Borneo
Die schweren Waldbrände auf den Inseln Borneo und Sumatra gefährden auch das Leben von Menschenaffen. Während Feuerwehrleute versuchen, die Flammen einzudämmern, holen Tierschützer immer mehr Orang-Utans aus den Waldbrandgebieten. Zwischen August und Oktober seien allein im Westen von Kalimantan mehr als 50 Tiere aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht worden, teilen lokale Naturschutzbehörden und die indonesische Organisation Yiari mit. Die Rettungsaktionen sind teilweise dramatisch. Ein Weibchen sei mit einem Betäubungspfeil und einem Auffang-Netz aus einer Baumkrone im brennenden Dschungel gerettet worden, erklärte die Organisation Borneo Orangutan Survival Ende September. Das Tier sei völlig erschöpft gewesen und habe schwere Brandverletzungen an Händen und Füßen davongetragen, der Rauch habe seinen Atemwegen schwer zugesetzt. Orang-Utans leben nur noch auf Borneo und Sumatra. Nach Angaben des Tiermediziners Raden Wisnu Nurcahyo von der Gadjah-Mada-Universität in Yogyakarta sind rund 60 Prozent der geschätzt 57.000 Orang-Utans auf Borneo von den Folgen der Waldbrände betroffen.
Berichte: "Aidanova" rettet Fischer aus Seenot
Plötzlich wird die Kreuzfahrt zur Nebensache. Die "Aidanova" ist mehreren Berichten zufolge in der Nordsee vier Fischern in Seenot zur Hilfe gekommen. Das Kreuzfahrtschiff sei auf dem Weg von Kiel nach Bergen gewesen, als es wegen des Notfalls am Sonntagnachmittag den Kurs geändert habe, meldet unter anderem das Online-Portal "Schiffe und Kreuzfahrten". Die Fischer hätten in einer Rettungsinsel vor ihrem brennenden Boot im Skagerrak getrieben, heißt es. Mit einem Rettungsboot sollen sie sicher an Bord der "Aidanova" gebracht worden sein.
Welternährungsprogramm kürzt Gaza-Hilfe stark
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) kürzt seine Ernährungshilfe für Menschen im Gazastreifen eigenen Angaben zufolge um rund ein Drittel. Grund dafür seien Finanzierungslücken, heißt es in einer Mitteilung. Rund eine halbe Million Palästinenser würden nun keine Hilfe mehr erhalten. Ab diesem Monat unterstützt die UN-Organisation demnach noch 1,1 Millionen Menschen.
Laut WFP-Angaben leiden rund 67 Prozent der Bevölkerung im Gazastreifen unter akutem Hunger "oder schlimmerem". Die IPC-Initiative (Integrated Food Security Phase Classification), die Nahrungskrisen in aller Welt beobachtet, sieht das Gebiet derzeit nicht mehr von einer Hungersnot betroffen. Dennoch sei die Bevölkerung des Gazastreifens stark von akuter Mangelernährung und Ernährungsunsicherheit betroffen.
Schlagzeilen am Mittag
Geländewagen fährt australische Abgeordnete an
Zunehmende Drohungen und andere Arten von Gewalt gegen Politiker sind auch in Australien ein Problem. Bei einem Vorfall ist die 65-jährige Politikerin Helen Haines schwer verletzt worden. Die unabhängige Abgeordnete wurde vor ihrem Wahlkreisbüro im Bundesstaat Victoria von einem Geländewagen erfasst. Der Polizei zufolge soll ein 43-jähriger Mann Haines mit seinem Fahrzeug gerammt haben. Er wurde festgenommen. Premierminister Anthony Albanese sagt, es sei noch zu früh, um Angaben zu den möglichen Hintergründen zu machen. "Aber das war kein Unfall", betont er. In dem Fahrzeug stellten die Ermittler ein Messer sicher. Ob der Verdächtige und Haines einander kannten, ist unklar. Anti-Terror-Ermittler sind in den Fall eingeschaltet.
Deutsche Bergsteigerin stürzt in Italien zu Tode
Beim Klettern in den italienischen Alpen ist eine 32 Jahre alte deutsche Bergsteigerin ums Leben gekommen. Zu dem Unglück kam es gestern an der Nordwand des mehr als 2300 Meter hohen Großen Nabois, wie die Bergwacht mitteilt. Die Frau sei mehr als 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Vermutet wird, dass ein Klettergriff aus bislang noch ungeklärter Ursache plötzlich nachgab und die Bergsteigerin so den Halt verlor. Sie sei eine erfahrene Bergsteigerin gewesen, heißt es. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein. Ein Hubschrauber flog die Leiche ins Tal. Eine ausführliche Meldungen können Sie hier lesen.
Elch läuft plötzlich auf A13 in Brandenburg herum
Auf der Autobahn 13 zwischen Groß Köris und Teupitz in Brandenburg taucht ein Elch wiederholt auf der Fahrbahn auf. Die Polizei sperrt die Strecke Richtung Dresden komplett. Die Beamten haben Probleme, das Tier zu verscheuchen.
Verdächtige nach Angriffen auf Diplomatenkonvoi und Fotografin festgenommen
Nach Übergriffen israelischer Siedler auf einen französischen Bürgermeister und eine US-Fotografin im besetzten Westjordanland nimmt die israelische Polizei zehn Verdächtige fest. Sie sollen nun vernommen werden. Am Samstag hatte eine Gruppe von Siedlern einen Autokonvoi mit Fahrzeugen der französischen, belgischen und polnischen Missionen angegriffen. Dabei soll der Bürgermeister geschlagen worden sein. Am Freitag überfielen radikale israelische Siedler die US-Fotografin Heidi Levine, als sie für die "Washington Post" Aufnahmen von Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern machen wollte. Levine berichtete von mehr als 50 maskierten Angreifern mit Stöcken.
Zwölf Migranten bei Bootsunglücken in Ägäis gestorben
Bei zwei Bootsunglücken sind in der Ägäis vor den griechischen Inseln Samos und Lesbos insgesamt zwölf Migranten ums Leben gekommen. "Ein Boot mit Migranten ist gesunken und sechs Menschen konnten nur noch tot geborgen werden", erklärt die griechische Küstenwache zu einem Vorfall vor Samos. 14 Menschen hätten überlebt. Bei einem Unglück vor der Insel Lesbos starben den Angaben zufolge sechs weitere Menschen, darunter ein Baby. Das Boot der Migranten sei mit einem Patrouillenboot der Hafenpolizei kollidiert, heißt es weiter. Acht Menschen hätten dieses Unglück überlebt. Migranten versuchen immer wieder, über das Mittelmeer oder die Ägäis in das EU-Land Griechenland zu gelangen.
Nachbar reißt mit Bagger Familienhaus-Fassade ein
In Hessen hat Mann mit einem Bagger die Fassade eines Nachbarhauses eingerissen. Die darin wohnende Familie selbst befand sich im Gebäude und blieb unverletzt. Der Randalierer soll sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben und noch vor der Tat an der Tür geklingelt haben und die Bewohner aufgefordert haben, die Strahlung abzuschalten, die sein Haus treffe. Er wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Das Gebäude wurde schwer beschädigt.
Schlagzeilen am Morgen
Zwischen unterer und oberer Mittelschicht liegen Welten
Wo hört finanzielle Armut auf, wo beginnt in Deutschland die Mittelschicht und wo die Oberschicht? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) legt dazu eine Studie vor, die unterschiedliche Haushaltskonstellationen durchgeht. Bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1450 Euro ist ein Single-Haushalt laut IW relativ arm. Zwischen 1450 und 1940 Euro liegt die untere Mittelschicht, bis 3630 Euro die Mittelschicht im engeren Sinne, bis 6050 Euro die obere Mittelschicht. Wer mehr verdient, ist verhältnismäßig reich. Bei einem Paarhaushalt mit zwei Kindern unter 14 Jahren gilt eine Familie mit einem gemeinsamen Nettoeinkommen von monatlich bis zu 3050 Euro als relativ arm. Bis 4060 Euro zählt sie zur unteren Mittelschicht, bis 7620 Euro zur Mittelschicht im engeren Sinne und bis 12.700 Euro zur oberen Mittelschicht. Mehr dazu hier.
Jan Hofer präsentiert beim Teleshopping bald seine Modelinie
Der frühere Nachrichtensprecher Jan Hofer hat einen neuen Job, der viele überraschten dürfte. Ab Mitte November werde der 76-Jährige beim Shopping-Sender HSE vor der Kamera stehen, schreibt die "Bild"-Zeitung. Zusammen mit dem Sender habe er eine Modekollektion entwickelt, darunter Pullover, Strickjacken, Hosen, Pyjamas und ein Sakko, heißt es. Die Präsentation der Ware - der "Jan Hofer Signature Collection" - soll auch als Livestream bei Youtube und Instagram zu sehen sein. "Live ist für mich nichts Neues. Live-Commerce schon", sagt Hofer. "Mich fasziniert, wie HSE seit Jahrzehnten Menschen live erreicht und dabei Nähe, Beratung und Unterhaltung miteinander verbindet. Heute findet dieser Austausch nicht mehr nur im Fernsehen, sondern gleichzeitig über viele digitale Kanäle statt. Die unmittelbare Reaktion der Kunden macht für mich den besonderen Reiz aus."
Bei Volkswagen droht der nächste Einschnitt
Volkswagen plant offenbar einen weiteren Schritt, um Kosten zu senken. Der größte europäische Autokonzern will wohl für viele seiner weltweit insgesamt 600.000 Beschäftigten bis 2030 die Gehälter einfrieren. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die die "Süddeutsche Zeitung" einsah. Der Verzicht auf Lohnerhöhungen könnte für die Betroffenen wegen der Inflation einen Einkommensverlust von rund 10 Prozent bedeuten.
Die Pläne könnten neue Einschränkungen für die 275.000 Beschäftigten des Konzerns in Deutschland bedeuten, so die Zeitung. Die geplante lange Nullrunde ergibt sich aus internen Unterlagen, in denen der vom Vorstand beschlossene Zukunftsplan "Group Target Picture" für das internationale Management aufbereitet wird. Darin ist von einer "Neuausrichtung" der internationalen Tarifverhandlungen die Rede. Die ab dem vierten Quartal geltenden neuen Richtlinien für die Verhandlungen sehen einen "Pay freeze until 2030" vor, ein Einfrieren der Gehälter durch "Aussetzen von Lohnerhöhungen". Zu den Richtlinien zählt auch die Reduzierung der variablen Vergütung, spezieller Zahlungen und Vorteile sowie Stellenabbau. Diese und weitere Wirtschaftsmeldungen finden Sie im "Börsen-Tag".
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Trotz Eskalation: Macron lehnt Rücktrittsangebot von Innenminister ab
Nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich weist Präsident Emmanuel Macron ein Rücktrittsangebot von Innenminister Laurent Nunez zurück. Nunez solle im Amt bleiben, um die Befehlskette innerhalb der Polizei und der Sicherheitskräfte aufrechtzuerhalten, teilt das Präsidialamt in Paris mit. Demnach sieht Macron "Versäumnisse" bei der Planung der Polizeieinsätze und der Beschaffung von Informationen im Vorfeld der Gewaltexzesse in mehreren französischen Städten. Der Präsident habe den Innenminister angewiesen, so schnell wie möglich neue Konzepte für den Umgang mit Plünderern auszuarbeiten.
Frankreich hatte am Wochenende die schwersten politischen Unruhen seit Jahren erlebt. Bei landesweiten Protesten unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten kam es zu Straßenschlachten mit der Polizei, die unter anderem Tränengas einsetzte. Hunderte Geschäfte wurden geplündert. Mehr als 2000 Menschen wurden festgenommen. Mehr dazu hier.
Für "Idefix" und Rot-Rot-Grün in Berlin wird es ernst - das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Der Sonnenaufgang lässt noch auf sich warten. Es ist die letzte Woche mit der Sommerzeit für dieses Jahr. Da in der Nacht zu Sonntag die Uhren auf Winterzeit von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt werden, ist es danach früher hell. Bis dahin muss halt der Kaffee herhalten. Damit sind wir bei den Terminen des Tages:
Grüne und SPD in Berlin entscheiden über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Linken.
Die Wähler von Alberta im Westen Kanadas stimmen darüber ab, ob ein Referendum über die Unabhängigkeit der ölreichen Provinz abgehalten werden soll.
In Berlin beginnt ein Investitionsgipfel mit Unternehmensvertretern und Bundeskanzler Friedrich Merz.
In Eriwan startet die zweiwöchige Weltnaturschutzkonferenz. Rund 200 Staaten beraten darüber, wie es beim vereinbarten Schutz der Meere und der Natur vorangeht.
Eine japanische Raumsonde soll Richtung Mars aufbrechen. Der Start ist für 21.41 Uhr MESZ geplant. Die Sonde soll im Jahr 2029 auf den Marsmond Phobos landen, mit Hilfe des deutsch-französischen Rovers "Idefix" Bodenproben holen und 2031 zurückkehren.
Mein Name ist Heidi Ulrich. Bei Fragen und Hinweisen zum "Tag" erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de. Starten Sie gut in die neue Woche!
Harald Schmidt verschenkt seinen Jaguar
Entertainer Harald Schmidt hat kein Auto mehr. Er brauche keins mehr, sagt er. Seinen Jaguar ist er los. "Ich hab' den einem Bastler geschenkt, denn der war nicht mehr durch den TÜV zu kriegen. Ich hätte das noch mal finanziert, aber es gingen jetzt so die Zipperlein los." Der 69-Jährige fährt stattdessen mit Bus und Bahn. "Das ist super interessant, denn da höre ich sehr viele Gespräche hier in Köln", sagt er. "Ich wünsche mir, dass mich mal ein Grüner angreift wegen meiner CO2-Bilanz. Dann sage ich: 'Junge, hier ist meine Bahncard!'"
Informant führt deutsche Finanzermittler zu fast 400 Verdachtsfällen in Steueroasen
Der Datenträger eines Informanten zu Offshore-Steueroasen führt deutsche Finanzermittler zu 398 Verdachtsfällen. Ob und wie viele Steuern hinterzogen wurden, wird nun geprüft. Nordrhein-Westfalens Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität hatte die Kundendaten zu Offshore-Dienstleistern Ende 2025 von dem Informanten aufgekauft. Die Daten stammen von Offshore-Dienstleistern auf den Cayman Islands, in Dubai, Hongkong, Mauritius, Panama, Singapur und Zypern. "Die Firmen boten ihren Kundinnen und Kunden an, Auslandsgesellschaften in Niedrigsteuergebieten zu gründen", heißt es vom Finanzministerium in NRW. Der Verdacht: "Mit Hilfe dieser Strukturen sollte Vermögen vor dem deutschen Fiskus verschleiert und Steuerpflichten umgangen werden." Wer Einkünfte bisher verschwiegen hat, "sollte die Möglichkeit einer Selbstanzeige ernsthaft prüfen", sagt NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk.



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