Kraut breitet sich aus: Umweltamt warnt vor invasiver Pflanze
Früher gab es Nadelkraut fürs Aquarium oder für den Gartenteich zu kaufen, aber die Sache mit der Zierpflanze aus Australien und Neuseeland ist wohl etwas aus dem Ruder gelaufen: Das Kraut breitet sich zunehmend aus. Jetzt schlägt das Landesamt für Umwelt (LfU) in Schleswig-Holstein Alarm und warnt vor "erheblichen negativen Auswirkungen auf einheimische Arten und wertvolle Lebensräume". Seit 2025 gilt das Nadelkraut in der Europäischen Union als "invasive gebietsfremde Art unionsweiter Bedeutung". Der Handel und Besitz der Pflanze sind seitdem verboten.
Die Wasserpflanze bildet dichte Polster an Gewässerufern, überwächst alle offenen Schlamm- oder Sandflächen und verdrängt alle niedrig wachsenden Pflanzen. Da es auch auf Sand wächst, gefährdet es die besonders seltenen und gesetzlich streng geschützten Lebensraumtypen der feuchten Dünentäler, beispielsweise auf Sylt und Amrum.
Nahe der "Mona Lisa": Deutsche hängen eigene Kunst im Louvre auf
Ein Mal das eigene Werk in einem bedeutenden Museum ausgestellt sehen? Wohl kaum ein Künstler oder Künstlerin träumt nicht mal von dieser besonderen Ehre. Doch vielen weltbekannten Kunstschaffenden gelingt das nicht mal zu ihren Lebzeiten. Zwei Männer wollten das offenbar nicht abwarten und haben sich dafür entschieden, die "Dinge" selbst in die Hand zu nehmen. Die beiden Deutschen haben im Louvre in Paris unerlaubt eigene Bildern an die Wand geklebt - im gleichen Raum, in dem auch die weltberühmte "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci zu sehen ist. Das berichten mehrere französische Medien. Es war wohl etwas aus der Kategorie "Meine fünf Sekunden Ruhm", denn die Sicherheitskräfte reagierten umgehend und hielten die beiden Männer fest, bis die Polizei eintraf. Eine Sprecherin bestätigte den Vorfall und teilte mit, dass das Museum Anzeige erstatten werde. Gegenüber der Polizei sagten sie, sie hätten die Bilder aus Spaß aufgehängt. In Gewahrsam kamen sie laut Medien nicht, sondern sollen vorgeladen werden, sobald die Anzeige des Museums vorliegt.
Und was war zu sehen auf den Bildern? Laut "Figaro" und dem Sender TF1 sollen die beiden kurzzeitig aufgehängten Bilder etwa 30 mal 40 Zentimeter groß gewesen sein. Eines habe einen der Männer in Rüstung gezeigt. Das andere die beiden Männer mit einer Frau. Der Move ist übrigens nicht neu: Im vergangenen Jahr hatten zwei Tiktoker aus Belgien schon mal ein mitgebrachtes Werk in der Nähe der "Mona Lisa" angebracht, mit Lego-Rahmen. Immerhin: Niemand hat Schmuckstücke im Millionenwert geklaut oder Tomatensuppe gegen ein Kunstwerk gefeuert - da hatte das Pariser Museum schon schlechtere Tage und Schlagzeilen ...
Job abgelehnt - Trump kürte Stallone trotzdem zu "Hollywood-Botschafter"
Trotzdem im Fernsehen zu sehen, obwohl man den Job abgelehnt hat? Das ist als Schauspieler eigentlich unmöglich, aber da wir nicht in einer Serie, sondern im echten Leben sind, hat Hollywood-Star Sylvester Stallone am Fernseher nach eigenen Angaben genau so eine Überraschung erlebt: US-Präsident Donald Trump hatte den "Rocky"-Darsteller Anfang 2025 zusammen mit Mel Gibson und Jon Voight zu "Spezialbotschaftern" für Hollywood erklärt. Dabei hatte Stallone die "Rolle" in diesem Trump-Spiel laut eigenen Aussagen abgelehnt. Das stellt der 80-Jährige mehr als anderthalb Jahre später nun klar in einem Interview mit der britischen "Sunday Times". Es war jedoch nicht politische oder moralische Überzeugung, die Stallone von Trumps Vorhaben abhielt. Auch hatte sich der Schauspieler bereits vorher als Trump-Fan geoutet und ihn sogar einen "zweiten George Washington" genannt. Nach Darstellung des Schauspielers hatte er Trump erklärt, dass er die Aufgabe für kaum machbar hält. Hollywood gleiche einer Ansammlung kleiner Königreiche, in denen die großen Studios jeweils ihre eigenen Geschäfte machten. Man könne nicht einfach zu sechs Studios gehen und ihnen vorschreiben, wie sie zu arbeiten hätten. Seine Botschaft an Trump sei deshalb sinngemäß gewesen: "Danke und Ciao!"
Trump hatte am 16. Januar 2025 auf Truth Social verkündet, Stallone, Gibson und Voight sollten als seine "Augen und Ohren" in Hollywood fungieren. Ziel sei es, Filmproduktionen und Geschäfte zurück in die USA zu holen, die nach Trumps Darstellung zuvor an andere Länder verloren gegangen seien. Wie die Tätigkeit der drei Schauspieler konkret aussehen sollte, ließ der damalige designierte Präsident offen.
Teenager fährt auf Zugdach mit - Stromschlag
Mit dem Leben gerade nochmal davon gekommen ist ein Jugendlicher in Bayern: Der 16-Jährige ist in der Nähe des Bahnhofs Moosburg bei Freising gestern auf ein Zugdach geklettert und kam kurze Zeit später in Kontakt mit der Oberleitung. Der Jugendliche erlitt laut Bundespolizei bei dem Stromschlag schwere Verbrennungen an den Beinen und am Oberkörper, die jedoch nicht lebensgefährlich sind. Demnach soll noch eine zweite, bislang unbekannte Person mit dem 16-Jährigen auf dem Zugdach gewesen sein, die die Einsatzkräfte aber nicht mehr antrafen. Die Polizei suchte mit einem Hubschrauber und am Boden nach der Person, fand aber niemanden. Etwa 200 Passagiere wurden aus dem Zug evakuiert und die Strecke blieb für Stunden gesperrt.
Holm nach Wahlsieg in MV: AfD soll Landtagspräsidenten stellen
Die AfD ist Wahlsieger in Mecklenburg-Vorpommern, aber zugleich auch nicht wirklich ein Gewinner, was die politische Mitgestaltung des Landes angeht. Die SPD-Spitzenkandidatin und bisherige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig unterliegt bei der Landtagswahl nach beispielloser Aufholjagd knapp, aber es reicht für ein rot-rot-grünes Bündnis - sofern die Grünen und die Linke mitmachen. Also was hält der "zweite Platz" an Gewinnen bereit? AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm will das Amt des Landtagspräsidenten für seine Partei in Anspruch nehmen. "Wir haben 45 Prozent der Sitze jetzt im Parlament. Das ist eine enorme Zahl. Und das muss sich natürlich dann auch zeigen, finde ich", sagte Holm in Berlin vor Journalisten. Er rief die anderen Parteien im Parlament auf, "uns die Rechte zu gewähren, die einer solch starken Partei auch zustehen, und deswegen gehe ich davon aus, dass wir diesmal auch den Landtagspräsidenten stellen".
Wenig überraschend: Holm beabsichtigt nicht, selbst eine allzu große Rolle in dem Bundesland für seine Partei zu übernehmen. Er hatte zuvor bei NDR Info angekündigt, sein Mandat als Bundestagsabgeordneter in Berlin zu behalten, sollte die AfD erwartungsgemäß nicht zu einer Regierungsbeteiligung kommen. Kurz vor der Wahl fehlte Holm auch bei einem Wahlkampfauftritt in Pasewalk - eher ungewöhnlich für einen Spitzenkandidaten. Die AfD hatte die Wahl am Sonntag nach Angaben der Landeswahlleitung mit 38,2 Prozent der Stimmen gewonnen und ihr Ergebnis von vor fünf Jahren damit mehr als verdoppelt. Die SPD verzeichnete leichte Verluste und kommt auf 35,5 Prozent. Die Linke folgt mit 6,5 Prozent auf Platz drei. Die Grünen ziehen mit 5,7 Prozent ins Parlament ein. Die CDU blieb mit 4,9 Prozent unter der Sperrklausel und fliegt erstmals aus einem Landtag. Auch das BSW scheiterte mit 4,8 Prozent knapp.
Alles zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin erfahren Sie in unserem Wahl-Ticker.
Spaziergänger finden Panzergranate in Bach in Hessen
Was ist das denn da in dem Fluss? Eine Panzergranate! Das stellte sich in Südhessen bei Darmstadt heraus, nachdem zwei Spaziergänger den seltsamen Gegenstand in einem Bachbett bei Riedstadt entdeckt und die Polizei alarmiert hatten. Der Kampfmittelräumdienst wird die Granate im Laufe des Tages kontrolliert sprengen, wie die Polizei mitteilt.
Update um 12:30 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst hat die Granate erfolgreich gesprengt.
Frachter rammt Kutter - Fischer filmen gefährliche Kollision
Achtung, diese Aufnahmen sind nichts für schwache Nerven: Als ein Fischerboot vor der Küste Singapurs unterwegs ist, macht es unangenehm nahe Bekanntschaft mit einem chinesischen Frachter. Für die Crew an Bord muss es erschreckend gewesen sein, wie da plötzlich diese gigantische Stahlfront immer näher kommt und den ganzen Kutter in Schieflage bringt - inklusive Wassermassen an Deck. Handyaufnahmen zeigen, wie brenzlig die Situation für die Männer an Bord des kleineren Schiffs war:
Reichinnek zu Antisemitimus-Vorwürfen: "Gibt rote Haltelinie" bei der Linken
Die Linke hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin klar für sich entscheiden können. Die Linke-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Heidi Reichinnek, sieht in dem Votum der Hauptstädter ein klares Signal für ihre Partei und Spitzenkandidatin Elif Eralp: "Die Menschen in Berlin haben die Politik der Landesregierung, aber auch der Bundesreohlagierung abgewählt. Sie wollen einen Politikwechsel. Sie wollen eine starke soziale Partei mit bezahlbaren Mieten. Und das gibt es halt eben nur mit der Linken." Reichinnek betont: "Elif Eralp gehört ins Rote Rathaus." Doch das sieht man bei der CSU in Bayern ganz anders und mahnt mögliche Koalitionspartner zur Vorsicht: Der Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, warnt vor der Wahl von Eralp zur Regierenden Bürgermeisterin. "SPD und Grüne sollten sich sehr gut überlegen, ob sie einer Partei den Weg ins Berliner Rathaus ebnen, die Judenhass duldet und zum Teil auf Wahlveranstaltungen Antisemitismus verbreitet", sagte Holetschek dem "Tagesspiegel". Die Antisemitismus-Vorwürfe weist Reichinnek zurück: Es gebe zu dieser Frage eine klare Positionierung der Linken, sagte sie im Deutschlandfunk. "Es gibt eine rote Haltelinie. Und wer die überschreitet, hat in dieser Partei nichts verloren."
Nichts verloren haben soll wohl auch Issa Remmo auf einer Wahlparty der Linken: Dort wurde das bekannte Berliner Clanmitglied gestern Abend gesichtet. Gefragt, was das über die Linke aussage, antwortete Reichinnek: "Es sagt aus, dass diese Wahlpartys nicht mit Gästeliste funktionieren, sondern jeder hinkommen kann." Der Mann sei sofort weggeschickt worden. Die Partei habe deutlich gemacht, dass sie mit ihm und seinem Clan nichts zu tun haben wolle. "Aber wie gesagt: Wir haben ja unsere Wahlpartys jetzt nicht mit Zäunen gesichert."
Männer attackieren Teenager bei Streit auf Feier - 15-Jähriger tot
Sie sollen Berichten zufolge bei einer Feier in Marsberg in Nordrhein-Westfalen auf zwei Männer getroffen und in Streit geraten sein. Am Ende ist ein 15-Jähriger tot und ein 18-Jähriger schwer verletzt mit Stichwunden im Krankenhaus. Nach dem tödlichen Zwischenfall im Hochsauerlandkreis fahndet die Polizei nach den mutmaßlichen Tätern, zwei 22 und 23 Jahre alten Männern. "Sie sind uns namentlich bekannt", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Arnsberg. Die beiden Gesuchten kommen aus Hamm. Der schwer verletzte Teenager soll laut Behörden heute im Krankenhaus vernommen werden - sofern sein Gesundheitszustand das zulässt. Zudem sei noch unklar, ob beide oder nur einer der Männer zugestochen hat.
Vögel oder Berühmtheiten? Voting zu neuen Euroscheinen endet heute
Wie sollen die neuen Euroscheine aussehen? Genau über die Frage können Sie noch mitentscheiden und deshalb möchte ich Sie auf die Abstimmung bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aufmerksam machen: Dort endet heute das Voting über die neuen Designs. Grob gesagt haben Sie die Wahl zwischen Vögeln und Berühmtheiten, aber in der Abstimmung geht es vor allem um die Designs als um die Motive selbst. Die Vorschläge sind aus einem Wettbewerb hervorgegangen. Das Ergebnis der Abstimmung fließt dann in die endgültige Entscheidung der EZB ein - Sie ahnen es vielleicht: Es wird noch dauern, bis die ersten Euroscheine dann tatsächlich mit Eisvogel oder Ludwig van Beethoven drauf uns täglich im Portemonnaie "anschauen". Doch bis Ende des Jahres soll die Entscheidung stehen.
Explosion an Grenze zu Nordkorea: Drei südkoreanische Offiziere verletzt
Nord- und Südkorea befinden sich auch mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Koreakrieg offiziell im Kriegszustand: Zwischen den Ländern, die 1953 einen Waffenstillstand vereinbart hatten, gibt es eine vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone, die beide Seiten mit Minen gesichert haben. Genau in dieser stark gesicherten Zone im Grenzgebiet ist es nun zu einer schweren Explosion gekommen. Drei südkoreanische Offiziere sind Militärangaben zufolge dabei verletzt worden. Der Vorfall habe sich an der südlich der Grenze ereignet, teilt der südkoreanische Generalstab mit. Es war zunächst unklar, ob die Explosion durch eine nordkoreanische Mine, eine südkoreanische Mine oder einen anderen Sprengsatz verursacht wurde. Zwei der verletzten Soldaten wurden den Angaben zufolge mithilfe eines Hubschraubers geborgen, der dritte zunächst auf dem Landweg und dann auf dem Luftweg. Wie schwer ihre Verletzungen waren, teilt die Armee nicht mit.
Es handelt sich um eine der am stärksten befestigten und verminten Grenzen der Welt. Geschätzt 800.000 Landminen sollen sich dort in der Erde befinden. Einige sollen noch aus der Zeit des Krieges stammen.
Nach Explosion: Keine Menschen in Trümmern einer Kita entdeckt
Die Kinder und Mitarbeitenden einer Kindertagesstätte im niedersächsischen Wolfsburg sind offenbar nur mit Glück einer Katastrophe entkommen: Gestern Morgen kam es in den Räumen der Kita zu einer schweren Explosion, vermutlich eine Gasexplosion. Nun können die Einsatzkräfte Entwarnung geben: Menschen wurden nicht in den Trümmern entdeckt. Die Suchmaßmaßnahmen seien noch am Abend beendet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Ihren Worten zufolge gingen die Helfer nicht davon aus, Opfer zu finden. Zunächst gingen gestern Morgen mehrere Notrufe nach einem lauten Knall bei der Polizei ein, an der Kita fanden die Einsatzkräfte dann ein Trümmerfeld vor. Das Gebäude wurde bei der Explosion weitgehend zerstört. Wie es dazu kommen konnte, ist laut Polizei noch unklar. Kinder können auf dem Gelände vorerst nicht mehr betreut werden.
ICE-Mitarbeiter schießt Mann in Texas nieder
Ein Mann ist im US-Bundesstaat Texas wohl nur mit Glück mit dem Leben noch mal davongekommen: Ein Mitarbeiter der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hatte ihn gestern in Austin angeschossen und schwer verletzt. Ansonsten hätte der 28-Jährige es in eine traurige Statistik geschafft: Seit Donald Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr hat das brutale Vorgehen der umstrittenen Behörde ICE mehr als 50 Menschen das Leben gekostet - die meisten starben in Haft, zwei Menschen wurden jedoch im US-Bundesstaat Minnesota auf offener Straße erschossen. Danach musste Greg Bovino den Chefposten bei Trumps Menschenjäger-Truppe räumen - zur Erinnerung: Das ist der Mann, der sich medial gern in bester Gestapo-Manier inszenierte. Seitdem tritt die Bundesbehörde etwas weniger brutal auf, aber der jüngste Vorfall alarmiert viele Menschen. Es kam spontan zu Protesten nach der Attacke auf den 28-Jährigen aus Venezuela, der laut einer Anwältin Wilber Rafael Garces Perez heißt. Nach Angaben der Stadt Austin sei er in den Oberkörper getroffen worden, aber befinde sich inzwischen wieder in stabilem Zustand. Er sei noch gestern aus dem Krankenhaus entlassen und offenbar in den Gewahrsam der ICE überstellt worden. Von der ICE und dem US-Heimatschutzministerium liegen bislang keine Stellungnahmen vor.
Austins Bürgermeister Kirk Watson erklärte bei X, er sei "sehr wütend und äußerst enttäuscht darüber, dass eine Person auf den Straßen von Austin von der ICE angeschossen wurde". Der Demokrat fordert eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. "Eine Untersuchung, die ICE allein und unter Ausschluss anderer leitet, wäre aus meiner Sicht nicht glaubwürdig", sagte Watson. Ähnlich sieht das auch der ebenfalls demokratische US-Abgeordnete Greg Casar, der die sofortige Veröffentlichung der Videos von den Bodycams der beteiligten Einsatzkräfte fordert. "Immer wieder hat ICE auf Menschen geschossen und dann gelogen über das, was passiert ist", kritisierte der Demokrat. "Der Horror ist in unsere Stadt gekommen." Die ICE-Behörde ist zum Symbol von Trumps harter Einwanderungspolitik geworden. Der Republikaner verteidigt sein Vorgehen mit dem Ziel, gegen irreguläre Migration vorzugehen und die innere Sicherheit zu verbessern.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
dieser Montag ist - typisch für den Tag nach einer Wahl beziehungsweise zwei Wahlen - eher mit einer Rückschau als mit einem Ausblick beschäftigt. Am besten auf dem Laufenden bleiben Sie über die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern in unserem Ticker. Noch etwas "Vergangenheitsbewältigung" halten jedoch auch die Termine des Tages für uns bereit:
Die Steuerzahler hat das sogenannte Maut-Debakel rund 270 Millionen Euro gekostet. Rund sieben Jahre danach steht der frühere Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU ab heute in Berlin vor Gericht. In dem Prozess vor dem Landgericht Berlin geht es um den Vorwurf einer Falschaussage. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 51-Jährigen, vor dem Maut-Untersuchungsausschuss des Bundestags gelogen zu haben. Mitangeklagt ist der ehemalige Staatssekretär Gerhard Schulz.
Ein mit Spannung erwarteter Auftritt vor Gericht im Verfahren gegen die Tochter der Steakhaus-Kette Block House: Der frühere Verteidiger von Christina Block, Otmar Kury, wird am Morgen in dem Prozess um die Entführung der Block-Kinder erwartet. Die 53 Jahre alte Unternehmerin ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die damals 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Sie bestreitet das.
Mit einem bundesweiten Aktionstag stemmt sich die Gewerkschaft IG Metall heute gegen weitere Einschnitte für Beschäftigte der Automobilbranche. Bei rund 280 Aktionen sollen den Angaben zufolge mehr als 100.000 Menschen mobilisiert werden.
Brigitte Bardots persönliche Gegenstände kommen unter den Hammer: Figuren, Plüschhunde und andere Erinnerungsstücke aus dem Besitz der 2025 gestorbenen französischen Schauspielerin Brigitte Bardot werden heute laut Auktionshaus Millon in Paris versteigert.
Der XXL-Kader legt los: Im Stammquartier der Fußball-Nationalmannschaft im bayrischen Herzogenaurach beginnt Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer die Vorbereitung auf die vier anstehenden Spiele in der Nations League - zusammen mit 44 Spielern.
Der Koffein-Pegel sinkt, ich lade den mal kurz wieder auf und dann geht's weiter mit Nachrichten, Unterhaltung und mehr hier in "Der Tag".
Polizei warnt vor Betrugsmasche in Chatgruppen
"Ich hoffe, das ist in Ordnung, aber ich möchte euch auf ein wirklich gutes Investment aufmerksam machen" - so ein Beitrag ist mir erst wieder am Wochenende in einer Whatsapp-Gruppe begegnet. Solche vermeintlichen Finanztipps sind nicht bloß nerviger Bot-Spam, sondern perfide Betrugsmaschen: Das Landeskriminalamt (LKA) in Nordrhein-Westfalen registriert zunehmend Finanzbetrügereien in Chatgruppen bei WhatsApp oder Telegram. "So werden gezielt Erfolgsgeschichten platziert, um letzte Zweifel auszuräumen und die Geschädigten von angeblichen Investitionen zu überzeugen", heißt es im neuen Lagebild Wirtschaftskriminalität, das der dpa vorliegt. Die Täter locken ihre Opfer demnach in die Chatgruppen, wo sie auf vermeintliche Finanzprofis treffen. Da gibt es zunächst tatsächlich dann seriöse Tipps - bis man sich zum Investment in vermeintlich "innovative Investitionen" entschließt - dann folgt der Rauswurf aus dem Chat und das Geld ist weg.
Wie groß das Phänomen ist, dazu gibt es noch keine genauen Zahlen, aber laut dem Papier erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 1.891 Fälle der Wirtschaftskriminalität "unter Nutzung des Tatmittels Internet". Das sei mehr als ein Viertel aller erfassten Fälle der Wirtschaftskriminalität. Innenminister Herbert Reul von der CDU sagte dazu der Deutschen Presse-Agentur: "Wirtschaftskriminalität ist kein Trickbetrug mit ein paar Euro Beute." Bei den Taten gehe es "um kriminelle Geschäftsmodelle, die Unternehmen schaden, Arbeitsplätze gefährden und dem Standort Nordrhein-Westfalen Geld aus der Tasche ziehen." Die Schadenshöhe ist riesig: rund 469 Millionen Euro. Das sind nach Berechnungen des LKA 25,2 Prozent des Gesamtschadens aller Straftaten in NRW im vergangenen Jahr.
Medien: Cindy Crawfords Sohn Presley Gerber ist tot
Der Sohn von Supermodel Cindy Crawford ist Medienberichten zufolge tot. Presley Gerber (1999-2026) starb demnach gestern im Alter von 27 Jahren in einer Entzugsklinik. Das geht aus Unterlagen des Gerichtsmedizinischen Instituts von Los Angeles hervor, die das US-Magazin "People" einsehen konnte. Als Erstes hatte das Portal "TMZ" über den Todesfall berichtet. Zusammen mit Geschäftsmann Rande Gerber hat Crawford noch Tochter Kaia Gerber.
Abgeordnetenhauswahl in Berlin
Linken-Spitzenkandidatin Eralp gelingt der erste Sieg ihrer Partei bei einer Abgeordnetenhauswahl in Berlin. Das bisherige Bündnis aus CDU und SPD verliert die Mehrheit. BSW und FDP verpassen die Fünf-Prozent-Hürde. Mehr dazu lesen Sie hier.
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
Die AfD holt bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD die meisten Stimmen, für eine Alleinregierung reicht es aber nicht. Die CDU fliegt erstmals aus einem deutschen Landtag. Mehr Infos zur Wahl finden Sie hier.
Trumps Triumphbogen - Touri-Attraktion oder Drohnen-Rampe?
Klar ist wohl: Er wird riesig werden, der Triumphbogen, den US-Präsident Donald Trump für die US-Hauptstadt Washington plant. Doch das Konzept wurde wohl nochmal überarbeitet und dabei geht es wohl längst nicht mehr nur um eine Touristenattraktion und ein selbstgemachtes Denkmal: Nach Angaben des Republikaners könnte der Triumphbogen auch als Militärstützpunkt dienen. Dort könnten viele Drohnen gelagert und bei Bedarf rasch eingesetzt werden, zudem ließen sich dort Scharfschützen postieren, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Auch könnten in dem Komplex große Mengen Munition für die Scharfschützen gelagert werden. "Es wird in der ganzen Welt keine solche Einrichtung geben", schrieb Trump weiter. Bislang war bei dem geplanten Bau eher die Rede von einer neuen Touristenattraktion für die Hauptstadt gewesen, inklusive Aussichtsplattform auf dem Dach. Dass nun Drohnen und Scharfschützen Vorrang haben sollen, begründete Trump mit einer angeblichen Bitte des Militärs und "Gründen der nationalen Sicherheit". Details dazu nannte er nicht. Offen blieb auch, ob die Umwidmung des Triumphbogens neue Genehmigungsverfahren nötig macht. US-Medien sprechen bisweilen spöttisch vom "Arc de Trump". Vorigen Plänen zufolge soll der Triumphbogen gut 76 Meter hoch werden. Der 1836 fertiggestellte Arc de Triomphe in Paris misst rund 50 Meter.

