Der Tag
2. Oktober 2026
imagemit Friederike Zörner
Zum Archiv
23:35 Uhr

Das war Freitag, der 02. Oktober 2026

Es ist wieder passiert: Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, teilte das Unternehmen heute mit. Für Galeria ist es nach 2020, 2022 und 2024 der inzwischen vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Wie konnte es dazu nur kommen? Meine Kollegin Juliane Kipper hat aufgeschrieben, wieso Millionenkredite verpufft sind und ob das klassische Warenhaus eine Zukunft hat.

Diese Abendlektüre empfehle ich Ihnen heute:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Schönes Wochenende.

Das war Freitag, der 02. Oktober 2026
22:15 Uhr

Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung bewusstlos

Die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike war nach ihrer gescheiterten Hinrichtung am Donnerstagabend (Ortszeit) bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Das berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf lokale Gerichtsdokumente. Die "New York Times" etwa zitierte aus den Dokumenten, dass Pike laut ihrer Anwälte bewusstlos, intubiert und an ein Beatmungsgerät angeschlossen in einem Krankenhaus in Nashville liege.

Zuvor hatte die 50-Jährige eine Hinrichtung mit zwei Injektionen überlebt. Pikes Gesundheitszustand ist demnach kritisch. Das Krankenhauspersonal arbeite daran, das Leben von Pike zu retten und das injizierte Pentobarbital aus ihrem Körper zu entfernen, zitierte die "New York Times" die Anwälte. 

Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung bewusstlos
21:49 Uhr

Nach US-Eskalation: Kanada will mit weiterem Partner Allianz schmieden

Nach der Eskalation im Handelsstreit mit den USA setzt Kanada bei der Suche nach anderen Partnern Insidern zufolge nun auch verstärkt auf die Türkei. Premierminister Mark Carney wolle noch im Oktober dorthin reisen, sagten vier mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Bei einem Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdogan solle es unter anderem um ein Freihandelsabkommen sowie eine mögliche Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Verteidigung gehen. Es wäre der erste rein bilaterale Besuch eines kanadischen Regierungschefs in der Türkei überhaupt. Carney versucht derzeit verstärkt, die Abhängigkeit Kanadas von den USA zu verringern. Im August waren Handelsgespräche mit dem mit Abstand wichtigsten kanadischen Partner gescheitert und gegenseitige Handelshürden haben sich hochgeschaukelt.

Carney hatte zuletzt angekündigt, den Handel mit anderen Staaten als den USA im kommenden Jahrzehnt zu verdoppeln. Erst vor rund zwei Wochen hatte er vor dem Europäischen Parament in Straßburg für eine umfassende Vertiefung der Beziehungen geworben und einen EU-Verschlag begrüßt, assoziiertes Mitglied der Europäischen Union zu werden. Seine Regierung treibt auch die Beziehungen zu Ländern wie China und Indien voran, mit denen es in der Vergangenheit Spannungen gab. Um die heimische Wirtschaft angesichts des Streits mit den USA zu stärken, rückt Carney dabei das Thema Menschenrechte stärker in den Hintergrund als seine Vorgänger.

Nach US-Eskalation: Kanada will mit weiterem Partner Allianz schmieden
21:08 Uhr

König Charles wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" stellen

Für ihn ist schon lange klar: Kolonialismus und Sklaverei sind ein Schandfleck der britischen Geschichte. Nun will sich König Charles III. sich bei seiner bevorstehenden Reise in die Karibik nach Angaben eines Sprechers den "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen. Der Buckingham-Palast erklärte, Charles habe sich dafür eingesetzt, die "Fehler der Vergangenheit" und "bestehende Ungleichheiten" anzuerkennen und werde sein Engagement für diesen Prozess auf der Reise bekräftigen. Charles wird auf seiner Reise in ehemalige britische Kolonien in der Karibik vom 27. Oktober bis zum 4. November zum Teil von Königin Camilla begleitet. Die Bahamas und Guyana besucht er allein, den Inselstaat Antigua und Barbuda zusammen mit seiner Frau.

Im vergangenen Monat hatte die britische Regierung eine Forderung aus Jamaika nach Entschädigungszahlungen für die Rolle Großbritanniens bei der Sklaverei abgelehnt. Die heutigen Royals haben zwar ihr Bedauern über den brutalen Sklavenhandel ausgedrückt, mit dem ihre Vorfahren reich geworden waren, aber wie auch die britische Regierung noch keine offizielle Entschuldigung ausgesprochen.

König Charles wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" stellen
20:38 Uhr

Argentinien vergibt künftig Staatsbürgerschaft an diejenigen, die Hunderttausende Euro investieren

Wenn Sie eine Menge Euro zu viel auf dem Konto haben sollten und nicht wissen, wohin damit, könnten Sie in Erwägung ziehen, die argentinische Staatsbürgerschaft zu kaufen. Kein Spaß. In dem südamerikanischen Land soll es künftig möglich sein, durch "relevante Investitionen" die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Ein entsprechendes Programm kündigte der argentinische Wirtschaftsminister Luis Caputo im Rahmen der "Argentina Week" in Paris an, wie die Regierung mitteilte. Ab diesem Quartal könnten Anträge gestellt werden, hieß es.

Vorgesehen seien zwei Mechanismen: die Leistung einer direkten und nicht erstattungsfähigen Einzahlung in Höhe von 350.000 US-Dollar (rund 311.000 Euro) an das argentinische Finanzministerium oder die Zeichnung eines eigens geschaffenen staatlichen Wertpapiers im Wert von 800.000 US-Dollar (rund 710.000 Euro). Auch nahe Angehörige des Hauptantragstellers können ein Ansuchen stellen. Ehepartner sowie Kinder zwischen 18 und 25 Jahren, die unverheiratet und kinderlos sind, können die Staatsbürgerschaft demnach durch eine Einzahlung von 100.000 US-Dollar an das Finanzministerium beantragen. Bei Minderjährigen wird eine Einzahlung von 25.000 US-Dollar gefordert.

Argentinien vergibt künftig Staatsbürgerschaft an diejenigen, die Hunderttausende Euro investieren
19:48 Uhr

Elon Musk serviert Partnerin ab - die lässt in X-Post tief blicken

Elon Musk und seine Partnerin Shivon Zilis gehen offensichtlich getrennte Wege. In einem ungewöhnlichen Post auf X schreibt die Mutter von vier seiner Kinder, dass Musk sie abrupt und überraschend verlassen haben soll. Dazu teilt die 40-Jährige einen Screenshot von Liebesbekundungen in Nachrichten von Ende September. Zuvor war bei einem anderen Account gepostet worden, dass Musk Zilis auf X nicht mehr folgt (in heutigen Zeiten ein eindeutiges Indiz für ein Beziehungsaus). "Es ist schwer, innerhalb einer Woche und ohne Vorwarnung von 'verliebt sein' zu 'loslassen' überzugehen, aber so ist das manchmal eben", eröffnet Zilis ihren Post. "Ich bin glücklich darüber, dass ich Elon zeigen durfte, wie es sich anfühlt, zutiefst verstanden, umsorgt und friedvoll geliebt zu werden - mit Stabilität und Sanftmut."

Die gemeinsamen Kinder und sie seien für den Tech-Unternehmer immer ein sicherer Hafen gewesen. "Ich habe es geliebt, dieser ausgleichende Ort der Sicherheit, der Ruhe und der Liebe zu sein - und es hat mir Freude bereitet, wieder ein Lächeln auf sein Gesicht zu zaubern, wenn er niedergeschlagen war. Ich werde ihn schrecklich vermissen." Sie habe ihn mehr geliebt, als das Leben selbst und er habe ihr immenses Wissen vermittelt. "Ich hoffe und bete sehr, dass er und ich tolle Freunde und Co-Eltern sein können." Die Trennung tue ihr weh, aber sie werde sich immer für das Glück von Musk freuen. "Gute Reise, Elon, die Welt kann sich glücklich schätzen, dich zu haben."

Elon Musk serviert Partnerin ab - die lässt in X-Post tief blicken
19:17 Uhr

Diese fünf Personen ziehen jetzt doch nicht ins Berliner Abgeordnetenhaus ein

Die Neuauszählung eines Wahlergebnisses sorgt für einige Umbrüche im Berliner Abgeordnetenhaus. Statt 158 werden voraussichtlich nur noch 153 Abgeordnete im Landesparlament Platz nehmen (wir berichteten). Laut Landeswahlleiter Stephan Bröchler gibt es jeweils einen Sitz weniger für CDU, SPD und Grüne. Bei der Linken seien es zwei Sitze. Den Ausschlag gab die Nachzählung des Ergebnisses im Wahlkreis Spandau 1. Dort stellte sich heraus, dass der AfD-Kandidat Tommy Tabor die meisten Stimmen und damit das Direktmandat erreicht hat, nicht die CDU-Kandidatin Bettina Meißner, wie Bröchler erläuterte.

Die knapp unterlegene Meißner zieht nun auch nicht über die Bezirksliste ins Abgeordnetenhaus ein und ist damit im neuen Parlament nicht vertreten, wie ein Sprecher der CDU-Fraktion auf Anfrage sagte. Bei den vier weiteren Sitzen, die aufgrund der entfallenden Ausgleichsmandate ebenfalls wegfallen, handelt es sich laut Landeswahlleiter um diejenigen von Martin Matz (SPD), Oda Hassepaß (Grüne), Coco Aglibut und Bettina Günter (beide Linke). Die endgültige Feststellung obliege den zuständigen Wahlorganen, zuletzt dem Landeswahlausschuss in seiner für den 12. Oktober geplanten Sitzung, hieß es.

Diese fünf Personen ziehen jetzt doch nicht ins Berliner Abgeordnetenhaus ein
18:43 Uhr

Starkregen verwandelt spanische Straßen in Flüsse

Die extrem starken Regenfälle in Teilen Spaniens halten an, in acht Regionen werden Wetterwarnungen herausgegeben. In Valencia bleiben sogar die Schulen geschlossen. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen, wie die Wassermassen ganze Straßen fluten. 

Starkregen verwandelt spanische Straßen in Flüsse
18:16 Uhr

Fruchtgummis wegen Schimmelgefahr zurückgerufen

Die Ladenkette Action hat Fruchtgummis der Marke Cokoc zurückgerufen. Wegen möglicher Schimmelbildung seien sie nicht für den Verzehr geeignet, teilte das niederländische Unternehmen mit. Es handelt sich um "Cokoc Fruchtgummis Spiegeleier, 80 Gramm" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.10.2027. Sie waren vom Juli bis September in Action-Filialen in Deutschland verkauft worden. Bei dem Produkt sei festgestellt worden, dass sich vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums Schimmel bilden könne. Kunden könnten das Produkt in eine Filiale zurückbringen und den Kaufpreis zurückbekommen. Ein Kassenzettel sei nicht nötig.

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Wenn Sie diese Fruchtgummis bei Action mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.10.2027 gekauft haben, sollten Sie sie zurückbringen. (Foto: © Herman Kuijper BV)
Fruchtgummis wegen Schimmelgefahr zurückgerufen
18:04 Uhr

Tag der Deutschen Einheit steht an: Jetzt noch schnell einkaufen gehen

Bevor Sie es sich auf der Couch bequem machen, ein kleiner Hinweis, falls es Ihnen durchgerutscht sein sollte: Da morgen der Tag der Deutschen Einheit ist, werden die meisten Geschäfte (inklusive Supermärkte) geschlossen haben. Sollten Sie also dringend noch Lebensmittel oder Sonstiges gebrauchen, rate ich Ihnen, diese heute noch zu besorgen. Ansonsten kann ich Ihnen berichten, dass mit einem symbolischen Raketenstart das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen eröffnet worden ist. Drei Tage lang wird in der Hansestadt gefeiert, bis zu 450.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet.

Bis Sonntag sind rund 800 Veranstaltungen geplant - darunter kostenlose Konzerte, Diskussionen, Führungen und Ausstellungen. Die Verfassungsorgane Bundesrat, Bundestag, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht zeigen ihre Arbeit. Die Bundesländer laden zum Genießen, Zuhören und Entdecken ein. Sollten Sie es am Wochenende nicht nach Bremen schaffen, lohnt sich aber vielleicht ansonsten noch ein Ausflug in die Natur: Zwar beginnt der Samstag nach Angaben des Wetterteams von ntv oft ziemlich trüb und ganz vereinzelt können auch ein paar Regentropfen fallen. Später lösen sich Wolken und Nebel allerdings mehr und mehr auf und die Sonne kann sich insgesamt wieder besser durchsetzen. Die Temperaturen legen leicht zu und erreichen 19 Grad an der Küste und bis 25 Grad am Oberrhein.

Tag der Deutschen Einheit steht an: Jetzt noch schnell einkaufen gehen
17:38 Uhr

Deutsche Touristin auf griechischer Insel von Blitz erschlagen

Unglück auf Rhodos: Eine deutsche Touristin ist auf der griechischen Ferieninsel von einem Blitz getroffen und getötet worden. Ihr Ehemann wurde leicht verletzt. Das Unglück ereignete sich bei Lindos im Süden der Insel. Das berichteten übereinstimmend griechische Medien unter Berufung auf die Polizei. In der Ägäis wütet zurzeit ein schwerer Herbststurm.

Das Paar war auf demnach Rhodos im Urlaub und hatte zuvor im Meer gebadet. Als die beiden anschließend am Strand entlanggingen, traf der Blitz die Frau. Die 58-Jährige verlor das Bewusstsein und war beim Eintreffen des Rettungsdienstes bereits ohne Puls, wie das Nachrichtenportal Rodiaki.gr berichtete. Das Paar wurde in ein Gesundheitszentrum der Region gebracht. Dort wurde der Tod der Frau festgestellt. Ihr Ehemann erhielt wegen seiner leichten Verletzungen medizinische Hilfe. Die zuständigen Behörden untersuchen die genauen Umstände des Unglücks, so der griechische Rundfunk.

Deutsche Touristin auf griechischer Insel von Blitz erschlagen
17:19 Uhr

Navidi zerlegt KI-Verfassung: Wenn Trump von Moral spricht, "wissen wir, was das wert ist"

Die Vereinigten Staaten setzen bei künstlicher Intelligenz (KI) auf freiwillige Selbstkontrolle statt gesetzliche Vorschriften: Die Chefs der wichtigsten US-Tech-Unternehmen unterzeichneten am Dienstag dieser Woche bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus ein Abkommen zur Selbstregulierung. Der Text sei "moralisch bindend", sagte Trump, der bekennender Fan von KI-generierten Bildern von sich selbst ist und für den ohnehin nur die eigene Moral als Kompass dient. "Sie werden sich selbst kontrollieren", sagte der Präsident über das Abkommen weiter. Seine Ablehnung für gesetzliche KI-Vorschriften begründete Trump bei der Sitzung erneut mit dem technologischen Vorsprung der USA vor China. "Wir führen, und das wollen wir beibehalten", sagte der 80-Jährige. Er kündigte zudem ein Dekret zur Umbenennung von KI in "Superintelligenz" an. Sandra Navidi übt an dem ganzen Vorgang Kritik. Für die Finanz- und USA-Expertin ist die freiwillige Selbstkontrolle nichts weiter als Marketing.

Navidi zerlegt KI-Verfassung: Wenn Trump von Moral spricht, "wissen wir, was das wert ist"
16:54 Uhr

Willem-Alexander erschüttert: Oranje-Fürsten verdienten enorme Summe an Kolonien und Sklaverei

Für den heutigen König Willem-Alexander sind die Ergebnisse "erschütternd und konfrontierend": Das niederländische Königshaus ist einer Studie zufolge über Jahrhunderte eine große Stütze des Kolonialismus gewesen und hat daran auch viel Geld verdient. Das Haus Oranien-Nassau stand demnach auch völlig hinter der Sklaverei. Die umfassende historische Untersuchung wurde in Leiden im Beisein von Willem-Alexander präsentiert. Der König hatte selbst den Auftrag zu der Studie gegeben.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hatten die Oranje-Fürsten den Historikern zufolge keinerlei Bedenken und Kritik am Kolonialismus gehabt. "All diese Oranier hielten koloniale Kriegführung und die gewaltsame Unterdrückung von Aufständen für unvermeidlich und gerechtfertigt." Es habe auch keine Einwände gegen Menschenhandel und Sklaverei gegeben, sagte der leitende Historiker Gert Oostindie. Die Oranier hatten der Studie zufolge umgerechnet fast 576 Millionen Euro am Kolonialismus verdient, vor allem durch die ehemalige Kolonie Niederländisch-Indien - das heutige Indonesien, dessen Souveränität 1949 durch die Niederlande anerkannt wurde. Am Sklavenhandel selbst hätten die Monarchen zwar kaum etwas verdient. Sie hätten das aber gewollt und auch investiert, allerdings ohne Erfolg. Erst unter Königin Juliana (1948-1980), der Großmutter des heutigen Königs, wandelte sich die Haltung langsam.

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König Willem-Alexander mit Historiker Gert Oostindie: Der Monarch bekräftigte die Notwendigkeit, sich der Vergangenheit ehrlich zu stellen. (Foto: IMAGO/PPE)
Willem-Alexander erschüttert: Oranje-Fürsten verdienten enorme Summe an Kolonien und Sklaverei
16:25 Uhr

G7-Staaten geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt, um die angespannten Energiemärkte zu entlasten. Die koordinierte Freigabe über die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich anlaufen und über einen Zeitraum von vier Monaten erfolgen, wie die G7 in einer gemeinsamen Erklärung mitteilte. Zudem ist eine vorgezogene, erhebliche Freigabe von Diesel innerhalb der ersten 20 Tage durch die G7-Mitglieder und ihre Partner geplant.

G7-Staaten geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
16:13 Uhr

39-Jährige fährt mit dem Fahrrad auf der A66 und wird getötet

Auf der Autobahn 66 in Hessen ist eine Radfahrerin von mehreren Autos erfasst und getötet worden. Der Unfall ereignete sich in der Nacht in der Nähe der Ausfahrt Wallau. Das Opfer ist 39 Jahre alt, wie es von der Polizei hieß. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Frau mit dem Rad auf der linken Spur der Autobahn zwischen Frankfurt und Wiesbaden unterwegs. Dort wurde sie kurz nach Mitternacht von einem Autofahrer erfasst, der mit seinem Wagen ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war.

Nach dem ersten Auto wurden die Frau und ihr Rad von mehreren nachkommenden Fahrzeugen erfasst, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt stellte die Polizei 14 beteiligte Fahrzeuge fest. Warum sich die Radfahrerin auf der Autobahn aufhielt, ist noch unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten zum Hergang, hieß es. Die Polizei sucht Zeugen. Auch ein Gutachter wurde hinzugezogen.

39-Jährige fährt mit dem Fahrrad auf der A66 und wird getötet
15:25 Uhr

Grünen-Politikerin platzt der Kragen: "Reißt euch zusammen"

Angesichts der Dauerstreitigkeiten in der Bundesregierung hat Grünen-Bundestagsfraktionschefin Britta Haßelmann ihrem Ärger Luft gemacht und in drastischen Worten vor den Folgen eines möglichen Bruchs der schwarz-roten Koalition gewarnt. "Niemand, der oder die Verantwortung trägt, kann sich in einer solchen Situation wie dieser Neuwahlen wünschen", sagte Haßelmann vor Journalisten in Düsseldorf mit Blick auf die Erfolge der AfD bei den ostdeutschen Wahlen. "Das wäre fahrlässig." Bei SPD und Union sei nach den Wahlerfolgen der AfD offenbar nicht angekommen, dass es nicht so weitergehen könne wie bisher. "Das ständige Geziehe und Gezerre um Reformvorhaben, davon sind alle Bürgerinnen und Bürger genervt." Die Koalition in Berlin ergehe sich in Streit und Selbstbeschäftigung - "und das sagt viel über den dramatischen Zustand und die Verfasstheit dieser Koalition".

Und damit war Haßelmann noch nicht am Ende: Bei jedem Vorhaben gebe es erst einmal eine Woche lang öffentlichen Streit. "Und dann am Ende verständigt man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, der keine Strukturveränderung beinhaltet, aber jede Menge Belastungen für immer gleiche Gruppen bringt." Ihre Erfahrung mit der gescheiterten Ampel-Koalition, in der sie selbst auch Verantwortung trug, habe gezeigt, dass es dort einen "Ermüdungsbruch" gegeben habe, so Haßelmann. Ermüdungserscheinungen sieht die heutige Oppositionspolitikerin auch bei der aktuellen Regierung unter Kanzler Friedrich Merz. "Ich habe nicht erwartet, dass diese Koalition handwerklich so schlecht arbeitet und dass ihr die Vision und die Kraft für notwendige Veränderungen fehlt." Die Bevölkerung habe kein Zutrauen mehr, dass von der schwarz-roten Koalition die Kraft für notwendige Veränderungen ausgehe, so Haßelmann. "Ich möchte denen jeden Tag zurufen: Reißt euch zusammen und liefert, anstatt euch in Streit zu ergehen."

Grünen-Politikerin platzt der Kragen: "Reißt euch zusammen"
14:55 Uhr

16-jährige Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt

Schrecklicher Vorfall in Ludwigshafen: Während des Unterrichts ist eine 16-jährige Schülerin zusammengebrochen und gestorben. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte die Jugendliche nicht gerettet werden, wie die Polizei in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz mitteilte. "Mitschüler und Lehrkräfte werden psychologisch betreut." Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen derzeit nicht vor, wie es hieß. Zu dem Vorfall kam es demnach am späten Vormittag.

16-jährige Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt
14:31 Uhr

UN: 5700 Menschen bei Bandenkriegen in verarmtem Inselstaat getötet oder verletzt

Eine Insel in der Karibik ist zum einen ein Urlaubsparadies, zum anderen eine Art Hölle auf Erden - gemeint sind die Dominikanische Republik und das angrenzende Haiti. Letzteres versinkt seit Jahren im Chaos der Bandengewalt. NGOs haben sich aus Sicherheitsgründen längst aus dem Land zurückgezogen. Laut UN sind in Haiti allein seit Jahresbeginn mindestens 5700 Menschen von Banden getötet oder verletzt worden. Mehr als 1000 Frauen und Mädchen seien vergewaltigt worden, erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Dabei muss man bedenken: Das sind lediglich die registrierten Fälle, die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Anders als bei uns ist es insbesondere den Mädchen und Frauen in Haiti oft gar nicht möglich, sicher zu einem Krankenhaus zu gelangen, um ärztliche Hilfe zu bekommen. Deshalb werden viele Vergewaltigungen überhaupt nicht dokumentiert. "Trotz einiger Erfolge bei der Eindämmung ihrer Aktivitäten in Teilen der Hauptstadt Port-au-Prince passen sich die Banden immer wieder an und breiten sich aus", sagte Türk vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

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Wunderschön, aber: Bandenkriege bestimmen das Leben der Menschen im verarmten Haiti. (Foto: picture alliance / Visually)

Der UN-Sicherheitsrat hatte 2025 eine Unterstützungsmission für Haiti (UNSOH) sowie die robustere Banden-Bekämpfungseinheit "Gang Suppression Force" (GSF) beschlossen, die eigentlich 5500 Einsatzkräfte umfassen soll. Bislang eher angekündigte Hilfe auf dem Papier, da sich nicht genug Staaten finden, die dazu beitragen wollen. "Die Truppe liegt weit unter der erforderlichen Stärke", sagte Türk. Nach Angaben des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, stehen derzeit lediglich 1500 Einsatzkräfte bereit.

Das verarmte Haiti wird de facto seit Jahren weitestgehend sich selbst überlassen. Dort leben nach UN-Angaben etwa elf Millionen Menschen, die tagtäglich Gewalt wie Morden, Entführungen und Vergewaltigung ausgesetzt sind. Die Banden zwingen Kinder, für sie zu kämpfen.

UN: 5700 Menschen bei Bandenkriegen in verarmtem Inselstaat getötet oder verletzt
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine geschätzte Kollegin Johanna Ohlau hat sich ins Wochenende verabschiedet und mir die Verantwortung für "Der Tag" übergeben. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:49 Uhr

Frau stolpert rückwärts in U-Bahn-Gleise in München - tot

Schrecklicher Unfall in München: Am Odeonsplatz ist eine Frau in die U-Bahn-Gleise gestürzt und schwer verletzt worden. Die 73-Jährige sei zwei Tage nach dem Unglück ihren schweren Verletzungen erlegen, teilt die Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt mit. Warum die Frau rückwärts in das Gleisbett gestürzt ist, ist noch unklar. Die Münchner Verkehrspolizei ermittelt weiter zu dem Unglück.

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Viele Details zu dem tödlichen Vorfall sind noch nicht bekannt. (Foto: picture alliance / SvenSimon)
Frau stolpert rückwärts in U-Bahn-Gleise in München - tot
13:28 Uhr

Schulproteste in Frankreich eskalieren: Minister appelliert an Eltern

Straßenblockaden, brennende Autos: Aus Wut über die Schulpolitik gehen Jugendliche in Frankreich auf die Straßen und machen ihrem Unmut auch mit Gewalt und Krawall Luft. Der französische Bildungsminister appelliert an die Eltern, ihre Kinder von den Blockaden abzuhalten. "Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder nicht mehr auf der Straße sind, weil sie dort in Gefahr sind", sagte Bildungsminister Édouard Geffray dem Sender BFM. Rund 400 Schulen sind heute landesweit offiziell geschlossen, nachdem am Vortag bei gewaltsamen Protesten rund 1800 Minderjährige in Polizeigewahrsam gekommen waren. Mindestens 65 Schulmitarbeiter und 170 Jugendliche waren laut Geffray verletzt worden. Unter den Verletzten waren demnach 40 Schuldirektoren. Auch heute Morgen kam es erneut zu Gewaltakten. In Paris brannten die Eingangsbereiche von zwei Schulen. In Lyon kam es an zehn Schulen zu Zwischenfällen, bei denen Böller gezündet und Mülltonnen in Brand gesteckt wurden.

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Die Proteste schlagen immer wieder in Gewalt um - mit zahlreichen Verletzten. (Foto: picture alliance / MAXPPP)
Schulproteste in Frankreich eskalieren: Minister appelliert an Eltern
12:53 Uhr

Mit Tempo 280 auf der A10 - Tesla-Fahrer filmt eigenen Crash

Bei Berlin ist ein Autofahrer ziemlich schnell in seinem Tesla auf der Autobahn unterwegs - und filmt seine Fahrt bei 286 Kilometern pro Stunde. Plötzlich ruckelt der Wagen, bricht aus und überschlägt sich. Das selbst gefilmte Video verbreitet sich rasant im Netz.

Mit Tempo 280 auf der A10 - Tesla-Fahrer filmt eigenen Crash
12:26 Uhr

Fahndungsdruck zu hoch? Diebe geben Skulpturen zurück

Das kommt nicht so oft vor: Diebe in München haben gestohlene Bronzeskulpturen wieder zurückgebracht. Vor knapp drei Wochen waren die Kunstwerke beim Tag des offenen Denkmals aus dem Garten des Privatmuseums Peter Gehring gestohlen worden. Gehrings Witwe habe die Skulpturen unbeschädigt vor ihrer Garage entdeckt, teilt die Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt mit. Offenbar habe der Fahndungsdruck die Täter zur Rückgabe bewegt. Die unbekannten Täter sollen laut Polizei damals über ein Gartentor auf das Gelände gelangt sein und die Kunstwerke wohl mit einem Fahrzeug abtransportiert haben. Die Öffnung des normalerweise nur nach Vereinbarung zugänglichen Privatmuseums hatte großes Interesse ausgelöst. Der 2001 gestorbene Gehring war Architekt, Bildhauer, Maler, Zeichner und Sänger. Er hatte 1999 das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Anwesen gekauft, in dem das Museum untergebracht ist.

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Birgit Andrea Gehring hat in ihrem denkmalgeschützten Haus und Garten ein Museum mit Skulpturen ihrer verstorbenen Mannes, des Künstlers und Architekten Peter Gehring, eingerichtet. (Foto: picture alliance / Sueddeutsche Zeitung Photo)
Fahndungsdruck zu hoch? Diebe geben Skulpturen zurück
11:48 Uhr

Gericht: Volksentscheid über Grundeinkommen wird nicht wiederholt

Eine Mehrheit lehnte vor einem Jahr ein dreijähriges Modellprojekt für ein Grundeinkommen in Hamburg ab. Bei dem Votum bleibt es vorerst: Das Verfassungsgericht der Hansestadt hat die Anträge mehrerer Bürgerinnen und Bürger zurückgewiesen. Die Antragsteller zogen vor Gericht und bemängelten mehrere Verfahrensfehler, die das Ergebnis beeinflusst hätten. Unter anderem sahen sie in Stellungnahmen der Regierungsfraktionen im amtlichen Informationsheft zum Volksentscheid und in Äußerungen einzelner Senatsmitglieder einen Verstoß gegen die gebotene Neutralität und Sachlichkeit. Außerdem habe ein Teil der Stimmberechtigten schon per Briefwahl abstimmen können, bevor Plakate ohne Antrag aufgehängt werden konnten. Der Argumentation folgte das Gericht jedoch nicht und sah keine ergebnisrelevanten Fehler. Bei dem Volksentscheid im Oktober 2025 hatten 62,6 Prozent der abstimmenden Wahlberechtigten den von einer Initiative vorgelegten Gesetzentwurf abgelehnt. 37,4 Prozent stimmten dafür.

Gericht: Volksentscheid über Grundeinkommen wird nicht wiederholt
11:05 Uhr

Flydubai-Pilot: "Konnte all diese Menschen nicht sterben lassen"

"Ich habe versucht, mein eigenes Leben zu retten, aber ich wusste, dass ich all diese Menschen nicht sterben lassen konnte" - so schildert der angegriffene Pilot Smit Machchhar die dramatischen Minuten bei dem mutmaßlichen Anschlag auf seine Maschine. Als er verletzt auf dem Boden im Cockpit gelegen habe, habe er begriffen, dass das Flugzeug im Sinkflug sei. Er habe dann mit letzter Kraft versucht, die Cockpit-Tür zu erreichen. "Ich wurde selbst dann noch geschlagen, aber ich öffnete einfach die Tür und alle kamen herein."

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Der indische Kapitän Smit Machchhar wurde von seinem Copiloten attackiert - der wohl das Flugzeug zum Absturz bringen wollte. (Foto: picture alliance/dpa/Israel's Foreign Ministry/AP)

Der Inder, der seit 17 Jahren als Pilot arbeitet und seit elf Jahren als Flugkapitän tätig ist, telefonierte von seinem Krankenbett aus mit dem indischen Regierungschef Narendra Modi, der ein Video des Gespräches in den sozialen Medien veröffentlichte. Modi hatte Machchhar als "Helden" bezeichnet. Der Pilot habe dazu beigetragen, "eine große Tragödie abzuwenden".

Das Linienflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai war am Mittwoch nach Einschätzung der israelischen Regierung knapp einem Terroranschlag entgangen. Die Flydubai-Maschine war auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als sie massiv an Höhe verlor. An Bord waren 174 Passagiere, die meisten von ihnen Israelis. Machchhar soll von seinem Copiloten attackiert worden sein. Augenzeugen zufolge drangen mehrere Passagiere aus den vorderen Sitzreihen in das Cockpit ein und überwältigten den Copiloten.

Flydubai-Pilot: "Konnte all diese Menschen nicht sterben lassen"
10:27 Uhr

Polizei geht gegen Verkäufer von Nazi-Musik vor - 33.000 Tonträger beschlagnahmt

Die meisten von und für Rechtsextreme organisierten Konzerte finden in Thüringen statt, aber bei einer Razzia gegen Nazi-Musik hat die Polizei vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern größere Funde gemacht: Bei der großangelegten Aktion mit Hunderten Polizisten haben die Beamten etwa 33.000 Tonträger gefunden. Darunter seien CDs, Schallplatten und Kassetten gewesen, teilt das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern mit. Mehr als 20.000 davon seien bei den vier Hauptbeschuldigten im Alter von 55, 52, 48 und 43 Jahren gefunden worden. Im Fokus der Ermittler stand bei der Aktion Musik, die eine "nationalsozialistische, antisemitische, rassistische und menschenverachtende Ideologie" verbreitet. Die vier Männer werden verdächtigt, sich spätestens 2020 dauerhaft zusammengeschlossen zu haben, um entsprechende CDs und Schallplatten zu produzieren und zu vermarkten. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder einer rechtsextremistischen kriminellen Vereinigung zu sein.

Polizei geht gegen Verkäufer von Nazi-Musik vor - 33.000 Tonträger beschlagnahmt
10:03 Uhr

Galeria stellt erneut Insolvenzantrag

Die Warenhauskette Galeria beantragt beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, wie das Unternehmen mitteilt.

Galeria stellt erneut Insolvenzantrag
09:45 Uhr

Keine Landeerlaubnis: Israelische Airline verschiebt Rückholflüge für Flydubai-Passagiere

Mehr als 10.000 Israelis sitzen Berichten zufolge in Dubai und anderen Orten fest, nachdem die emiratische Fluggesellschaft Flydubai vorerst alle Flüge nach Israel ausgesetzt hat. Der Grund ist die Gewalttat in einem Cockpit einer Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord. Israelische Airlines sollten die Gestrandeten zurückholen, aber nun verschiebt die Fluggesellschaft El Al ihre Rückholflüge für in den Vereinigten Arabischen Emiraten wartende israelische Passagiere. Grund sei, dass die Vereinigten Arabischen Emirate die Landeerlaubnis für die Airline in Dubai zurückgezogen hätten, teilt das Unternehmen mit. Details dazu wurden zunächst nicht genannt. El Al teilte weiter mit, dass deshalb die Flüge für Freitag gestrichen worden seien. Die Airline will nun ab Sonntag und den Tagen darauf Flüge anbieten. Israelischen Medien zufolge sind bereits alle Plätze dafür ausgebucht. Auch die israelischen Fluggesellschaften Arkia und Israir sollen Israelis zurückbringen. Arkia hat ebenfalls einen Flug für heute geplant. Ob dieser stattfindet, sei keineswegs sicher, schrieb die israelische Nachrichtenseite ynet.

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Kein Start gen Dubai: Die Landeerlaubnis wurde für die Airline El Al zurückgezogen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Völlig unerwartet kommen die Verzögerungen nicht: Israel und die Emirate unterhalten erst seit ein paar Jahren diplomatische Beziehungen. Der israelische Sender N12 berichtete, stundenlange Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern aus Israel und den Emiraten hätten zu keinen endgültigen Vereinbarungen oder Genehmigungen für die Landung israelischer Flugzeuge geführt.

Keine Landeerlaubnis: Israelische Airline verschiebt Rückholflüge für Flydubai-Passagiere
08:51 Uhr

Flüsse in Europa führen so wenig Wasser wie seit 30 Jahren nicht

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Das ist kein Foto aus dem Sommer, sondern aktuell vom Rhein bei Wiesbaden. (Foto: picture alliance/dpa)

Hitze und Trockenheit waren in diesem Sommer extrem und wirkten sich auch massiv auf den Schiffsverkehr aus. Nun zeigt eine Bilanz: Es floss viel weniger Wasser durch Europas Flüsse als üblich, sie verzeichneten im Sommer die niedrigsten mittleren Abflussmengen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1992. Gleichzeitig waren die Meere rund um Europa ungewöhnlich warm, wie der EU-Klimawandeldienst C3S berichtet. Im Juli und August wurden demnach an vielen großen Flüssen wie Rhein, Donau, Po, Loire, Rhône und Seine rekordniedrige oder nahezu rekordniedrige Abflüsse registriert. Das macht nicht nur der Schifffahrt und damit unserem Güterverkehr das Leben schwer: Die Folge sei ein erhöhter Druck auf Bewässerung, Kühlung von Kernreaktoren, Wasserkraft, Süßwasserverfügbarkeit und Energieversorgung gewesen. Das verdeutliche den engen Zusammenhang zwischen Klimawandel und geopolitischen Herausforderungen wie der Energiesicherheit, hieß es vom Dienst des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. 

Flüsse in Europa führen so wenig Wasser wie seit 30 Jahren nicht
08:12 Uhr

Pikes Anwalt nach gescheiterter Hinrichtung: "Mindestens sieben Nadeln im linken Arm"

Christa Pike sollte eigentlich als verurteilte Mörderin am Mittwochabend im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden. Doch nachdem der 50-Jährigen zwei Mal das tödliche Mittel Pentobarbital verabreicht worden war, stirbt sie nicht. Sie atmet schwer, schnarcht, singt, ringt um Luft. Die Behörden brechen die Tötung der Frau schließlich ab. Ihren Anwälten zufolge befindet sich Pike nun in kritischem Zustand im Krankenhaus. Ihnen sei gesagt worden, dass Pike lebensrettende medizinische Behandlung erhalte, teilen ihre Anwälte in einer Pressekonferenz mit. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist bislang unklar. Pikes Anwalt Randy Spivey sagte gestern, das Personal habe etwa eine Stunde erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen. "Ich zählte allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln, von denen eine verbogen zu sein schien, als sie nach einem erfolglosen Versuch aus ihrem Arm gezogen wurde", sagte Spivey.

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Christa Pike sitzt seit drei Jahrzehnten in Haft für den Mord an einer Bekannten. (Foto: AFP)

Unabhängig von diesem juristischen Tauziehen hatten Pikes Verteidiger schon seit Monaten auch vor möglichen Problemen bei der Hinrichtung selbst gewarnt. Nach ihren Angaben hat Pike kleine und schwer zugängliche Venen. Von der "New York Times" befragte Mediziner halten es für möglich, dass das Pentobarbital zumindest teilweise nicht in Pikes Blutbahn, sondern in das umliegende Gewebe gelangte. Das könne erklären, warum die verabreichte Menge nicht ausreichte, um Atmung und Kreislauf vollständig zum Stillstand zu bringen. 

Pikes Anwalt nach gescheiterter Hinrichtung: "Mindestens sieben Nadeln im linken Arm"
07:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ab heute heißt es: "Deutschland zu Gast in Bremen" - die Hansestadt ist Gastgeber der Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit. Bremen statt Berlin kommt einigen vielleicht gelegen, weil die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin ab heute dicht ist - allerdings nicht nur fürs Wochenende, sondern für mehr als ein Jahr. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 soll es auf der Strecke dann moderner und pünktlicher zugehen. Was noch im Terminkalender für heute steht:

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Bremen putzt sich raus für den 3. Oktober. (Foto: picture alliance/dpa)
  • "Exzellenz-Unis" werden gekürt: Bis zu fünf weitere deutsche Hochschulen können sich auf den Titel und vor allem millionenschwere Förderung freuen. Für Einzeluniversitäten bedeutet der Titel bis zu 15 Millionen Euro Förderung jährlich, bei Verbünden bis zu 28 Millionen Euro. 

  • Außenminister Johann Wadephul setzt seine Reise heute zunächst mit einem weiteren Termin in Rom fort und führt anschließend Gespräche im Vatikan und in Slowenien. 

  • Wird der Volksentscheid zum bedingungslosen Grundeinkommen wiederholt? Darüber entscheidet das Hamburgische Verfassungsgericht. Eine Neuauflage beantragt haben die Initiatoren des Volksentscheids, dagegen sind Senat und Bürgerschaft.

  • Urteil im Prozess um den Tod eines ungeborenen Babys erwartet: Vor dem Landgericht Verden steht eine Hebamme, die bereits im Jahr 2024 wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Nach einer Revision der Verteidigung bestätigte der Bundesgerichtshof den Schuldspruch, entschied aber, dass das Strafmaß in einem neuen Verfahren geklärt werden muss.

Sie können mir gern eine Mail schreiben, sollten Sie Fragen, Hinweise oder Kritik für mich haben. Ich lade mal meinen Koffeinvorrat kurz wieder auf und dann geht es weiter in "Der Tag".

Das wird heute wichtig
07:24 Uhr

Frau mit Fahrrad nachts auf Autobahn unterwegs - tot

Was die Frau mit dem Fahrrad nachts auf der Autobahn gemacht hat, ist noch völlig unklar. Die Fahrt auf der A66 bei Wiesbaden endete jedenfalls tödlich für eine Frau, wie die Polizei mitteilt. Die Radfahrerin sei von einem Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten zum Hergang, heißt es.

Frau mit Fahrrad nachts auf Autobahn unterwegs - tot
06:42 Uhr

Nächste Angriffswelle auf den Iran? US-Regierung verlegt Flugzeugträger nach Nahost

Die "USS Theodore Roosevelt" nimmt wohl Kurs auf den Nahen Osten - das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Das Pentagon schickt demnach eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe. Das berichten das "Wall Street Journal" und das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Beamte. Demnach wird erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut dem "Wall Street Journal" stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9.000 bis 10.000 Soldaten auf. Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem "Time"-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: "Möglich."

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Der Flugzeuträger "USS Theodore Roosevelt" ist aus dem Hafen in San Diego ausgelaufen - nächstes Ziel Nahost? (Foto: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY)
Nächste Angriffswelle auf den Iran? US-Regierung verlegt Flugzeugträger nach Nahost
06:11 Uhr

100 Kälber verenden bei Brand in Schleswig-Holstein

Für etwa 100 Kälber kam bei einem Feuer in Schleswig-Holstein jede Hilfe zu spät: Die Tiere verendeten bei dem Brand eines Wohngebäudes mit angrenzendem Stall in Henstedt-Ulzburg im Landkreis Segeberg. Wie eine Polizeisprecherin mitteilt, wurden bei dem Großfeuer drei Bewohner durch Rauchgas leicht verletzt. Die Löscharbeiten dauern auch am Morgen noch an. Der Schaden wird auf einen Betrag in Millionenhöhe geschätzt. Was das Feuer verursacht hat, ist noch unklar.

100 Kälber verenden bei Brand in Schleswig-Holstein