"Werden sehr hart getroffen"Trump droht Iran mit Konsequenzen im Fall von Beteiligung an Flydubai-Vorfall

Ein Flugzeug mit 174 Menschen an Bord entkommt auf dem Weg nach Tel Aviv nur knapp einer Katastrophe. Die Hintergründe sind weiter unklar. Jetzt äußert sich der US-Präsident zu der Frage, ob Teheran damit etwas zu tun habe.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran im Fall einer Beteiligung an dem mutmaßlichen Anschlag auf einen vollbesetzten Flydubai-Flug schwerwiegende Konsequenzen angedroht. "Sie werden sehr hart getroffen werden, keine Sorge", antwortete Trump Journalisten in Washington auf die Frage zu möglichen US-Vergeltungsmaßnahmen gegen die Islamische Republik, falls diese für den Angriff verantwortlich sei.
Befragt dazu, ob der Iran damit etwas zu tun habe, sagte Trump: "Ich würde sagen, die Antwort lautet, nach dem, was ich höre, ja. Aber wir arbeiten gerade daran."
Trump äußerte sich, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ermittlungen zur Prüfung einer möglichen Terrortat eingeleitet hatten und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt hatte, der verdächtige Copilot habe eine "radikale islamistische Indoktrination" durchlaufen.
Das Linienflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai war am Mittwoch nach Einschätzung der israelischen Regierung knapp einem Terroranschlag entgangen. Die Flydubai-Maschine war auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als sie massiv an Höhe verlor. Laut der Website Flightradar24 sackte das Flugzeug innerhalb einer Minute etwa 5000 Meter ab. An Bord waren 174 Passagiere, die meisten von ihnen Israelis.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zufolge hatte der Copilot den Piloten niedergestochen und versuchte, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Augenzeugen zufolge drangen mehrere Passagiere aus den vorderen Sitzreihen in das Cockpit ein und überwältigten den Copiloten.
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete derweil, dass die USA kürzlich zusätzliche Patriot-Raketenbestände nach Saudi-Arabien und Katar entsandt hätten, um wichtige Energieanlagen vor möglichen iranischen Angriffen zu schützen. Das Portal berichtete zudem, dass der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" und seine Besatzung auf dem Weg in die Region seien, wo sie sich zwei weiteren bereits vor Ort befindlichen US-Flugzeugträger-Kampfverbänden anschließen könnten.
Während Spekulationen über ein mögliches Motiv des Copiloten kursierten, begannen die VAE und Saudi-Arabien damit, den Vorfall zu rekonstruieren. Saudi-Arabien teilte mit, der Copilot sei am Donnerstag in Begleitung eines "Sicherheitsteams aus den VAE" in die Emirate überstellt worden. Riad fügte hinzu, dass erste Ermittlungen ergeben hätten, der Copilot habe den Kapitän des Flugzeugs angegriffen.

